GBP/USD – Kursanalyse und Prognose: Das Paar startet positiv in die neue Woche, doch das Aufwärtspotenzial bleibt begrenzt

Zum Wochenbeginn hat GBP/USD zugelegt und damit einen Teil der kräftigen Verluste vom Freitag wieder aufgeholt. Allerdings zeigen die Kassakurse keinen ausgeprägten Aufwärtsschwung und verharren knapp unterhalb der 20‑Tage‑SMA. Das unterstreicht, dass Vorsicht geboten ist, bevor man schlussfolgert, die jüngste Korrektur seit dem Augusthoch sei bereits beendet.

Der US‑Dollar legt nach seiner kräftigen Rally am Freitag im Zuge der Umschichtungen zum Monatsende eine Pause ein und ermöglicht damit eine Erholung von GBP/USD.

Das britische Pfund erhält Unterstützung durch Äußerungen des britischen Finanzministers John Healey, der betonte, dass die Wahrung fiskalischer Disziplin für die Regierung oberste Priorität habe – und zwar im Vorfeld des Herbstbudgets von Premierminister Andy Burnham, das für den 28. Oktober angesetzt ist.

Gleichzeitig passen Händler ihre Erwartungen für die nächste Zinserhöhung der Bank of England an und verschieben diese von Ende 2026 auf 2027. Im Gegensatz dazu haben die Kommentare von Fed‑Vorsitzendem Kevin Warsh in der vergangenen Woche die Erwartungen einer Zinserhöhung im September gestützt. Zusammen mit dem Risiko zunehmender Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran dürfte dies die Verluste des Dollars begrenzen und den Aufwärtsspielraum von GBP/USD deckeln.

In den jüngsten Entwicklungen in Zusammenhang mit der Krise im Nahen Osten griffen US‑Streitkräfte zwei iranische Raketenabschussvorrichtungen auf der Insel Larak an. Iran reagierte mit dem Abschuss ballistischer Raketen aus Teheran und anderen Städten, darunter Lorestan und Shiraz, sowie mit dem Start von Flugkörpern zur Schiffsbekämpfung aus Südiran in Richtung Straße von Hormus. Dies veranlasst die Marktteilnehmer erneut, geopolitische Risiken in ihre Einschätzungen einzubeziehen, was wiederum die Nachfrage nach dem US‑Dollar unterstützt.

In dieser Woche sollte das Augenmerk auf wichtigen US‑makroökonomischen Daten liegen, die zu Beginn des neuen Monats veröffentlicht werden, darunter die Arbeitsmarktdaten am Freitag, bekannt als Nonfarm Payrolls (NFP). Gleichzeitig sprechen die fundamentalen Faktoren für ein bullisches Szenario beim US‑Dollar, sodass bei Long‑Positionen in GBP/USD Vorsicht geboten ist.

Aus technischer Sicht schwankt das Währungspaar um den 20‑Tage‑SMA, mit einer Unterstützung bei 1,3522. Ein Bruch unter dieses Niveau würde den Rückgang in Richtung 1,3480 beschleunigen. Der Bereich um 1,3570 stellt einen Widerstand dar. Solange der Relative Strength Index nicht in den negativen Bereich gedreht ist, haben die Bullen weiterhin eine Chance, ihre Positionen zurückzugewinnen.