Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 2. September? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Handelsanalyse für Dienstag:1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte sich am Dienstag sehr ruhig, obwohl sowohl in der Eurozone als auch in den USA recht wichtige Daten veröffentlicht wurden. Den Anfang machte die Inflation in der Eurozone, die im August auf 3,3 % anstieg. Obwohl der tatsächliche Wert den Prognosen entsprach, sind wir der Meinung, dass dieser Bericht zu einem Anstieg der europäischen Währung hätte führen können. Der Verbraucherpreisindex legte innerhalb nur eines Monats um 0,4 % zu, und angesichts der jüngsten Nachrichten aus dem Nahen Osten sowie des erneuten Anstiegs der Ölpreise dürfte die Inflation weiter steigen. Daher könnte die European Central Bank ihre Geldpolitik möglicherweise bereits im September weiter straffen.

Auch in den USA waren die Veröffentlichungen von Bedeutung. So sank etwa der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe von 55,6 auf 54,6, entgegen den höheren Erwartungen. Damit hätten beide Berichte zu einem Anstieg des Währungspaares beitragen können. Die einzige Belastung für den Euro kam von der Arbeitslosenquote, die unerwartet auf 6,4 % stieg. Angesichts der Volatilität des Vortages schien der Markt jedoch an keinem der Berichte besonderes Interesse zu zeigen.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag keine Handelssignale gebildet. Im Laufe des Tages fiel der Kurs stetig und testete schließlich den Unterstützungsbereich bei 1,1584–1,1594. Daher ist heute mit neuen Handelssignalen zu rechnen. Bleibt die Volatilität jedoch – wie im letzten Monat – erneut schwach, wird es sehr schwierig sein, Gewinne zu erzielen.

Wie man am Mittwoch handelt:

Im Stundenchart hat das Währungspaar EUR/USD nach einem Monat des Anstiegs eine Korrektur begonnen. Angesichts aller Ereignisse der letzten Monate gehen wir davon aus, dass die europäische Währung ihren allmählichen Aufwärtstrend auch ohne lokale Unterstützung fortsetzen sollte. Für die amerikanische Währung gibt es derzeit keine Wachstumsfaktoren, weshalb wir weiter mit einer Aufwärtsbewegung rechnen. Dennoch sind auch Korrekturen notwendig.

Am Mittwoch können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,1527–1,1531 in Betracht ziehen, falls der Kurs sich unterhalb des Bereichs 1,1584–1,1594 festsetzt. Long-Positionen können bei einem Abprall vom Bereich 1,1584–1,1594 mit Ziel 1,1655–1,1665 eröffnet werden.

Auf dem 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken beachtet werden: 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837. Am Mittwoch stehen in der Eurozone keine makroökonomischen oder fundamentalen Ereignisse an, während in den USA der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wird, den wir als nachrangig einstufen. Der Markt wird erneut auf den Nonfarm-Payrolls-Bericht warten.

Wichtige Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es zur Ausbildung des Signals (Abprall oder Ausbruch) benötigt. Je kürzer diese Zeitspanne, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Range (Seitwärtsphase) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Levels können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators nur gehandelt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Levels zu nah beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die entweder als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen oder als Quellen für Handelssignale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, welche den aktuellen Trend veranschaulichen und die bevorzugte Handelsrichtung zum jeweiligen Zeitpunkt anzeigen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren stark beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um plötzlichen Umkehrbewegungen entgegen dem vorherigen Trend aus dem Weg zu gehen.

Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und die konsequente Anwendung von Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.