Das Währungspaar GBP/USD setzte seine Abwärtsbewegung am Dienstag fort – eine Entwicklung, die aus technischer Sicht völlig gerechtfertigt ist. Erinnern wir uns daran, dass das britische Pfund Ende letzter Woche den Aufwärtstrendkanal nach unten durchbrochen hat. Damit hat ein neuer Abwärtstrend begonnen. Was die fundamentale und makroökonomische Begründung für diese Bewegung angeht, sehen wir jedoch keine. Gestern wurden in den USA zwei Berichte veröffentlicht, von denen keiner den Dollar hätte unterstützen können. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe lag unter den Prognosen, und auch der JOLTS-Bericht über offene Stellen blieb hinter den Erwartungen zurück. Dennoch wertete der Dollar auf.
Die geopolitischen Spannungen verschärfen sich erneut, was den US-Dollar theoretisch stützen könnte. Iran und die USA haben gegenseitige Angriffe durchgeführt, und Teheran hat offiziell den Beginn einer Militäroperation gegen die USA und ihre Verbündeten in der Region verkündet. Die Details dieser Operation sind weiterhin unklar, doch handelt es sich eindeutig um eine neue Eskalationsstufe des Konflikts. Die Preise für Öl, Gas und Treibstoff sind bereits stark angestiegen.
5M-Chart des GBP/USD-PaaresIm 5-Minuten-Chart entstanden am Dienstag keine Handelssignale, da das Paar den ganzen Tag über mit keinen Niveaus oder Bereichen interagierte. Formal können Trader jedoch weiterhin die am Freitag eröffneten Short-Positionen halten.
Wie man am Mittwoch handelt:Im Stundenchart hat das GBP/USD-Paar eine abwärtsgerichtete Korrekturbewegung begonnen. Unserer Meinung nach sollte das Britische Pfund mittelfristig weiter steigen, befindet sich jedoch derzeit in einer Korrektur. Die Bewegung von der unteren Begrenzung der Seitwärtsrange zur oberen Begrenzung setzt sich im Wochenchart fort und ist noch nicht abgeschlossen. Die am Freitag verbesserte Stimmung zugunsten der US‑Währung dürfte den Dollar wahrscheinlich nicht lange stützen.
Am Mittwoch können Anfänger in Erwägung ziehen, Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,3456–1,3476 zu halten, basierend auf dem Signal vom Freitag. Long-Positionen können eröffnet werden, wenn der Kurs von der Zone 1,3456–1,3476 nach oben abprallt, mit einem Ziel bei 1,3587–1,3598.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741. Am Mittwoch sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Veröffentlichungen geplant, während in den USA lediglich der ADP-Arbeitsmarktbericht erscheint, der als zweitrangig gilt. Daher könnte die Volatilität heute recht gering bleiben.
Wichtige Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die benötigte Zeit, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder unter Umständen gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen oder als Ausgangspunkte für Signale fungieren.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollte der Handel während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht erfolgen, oder man verlässt vorübergehend den Markt, um plötzliche, gegen die vorausgegangene Bewegung gerichtete Umkehrungen zu vermeiden.
Angehende Forex-Trader sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.