Der Test der Marke von 1,3482 erfolgte, als sich der MACD-Indikator gerade von der Nulllinie nach oben zu bewegen begann, was einen guten Einstiegspunkt für Käufe des Pfunds bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar um 15 Pips.
Für das Pfund waren die britischen Arbeitsmarktdaten das zentrale Ereignis, die offen gesagt gemischt ausfielen: Ein starker Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe löste zunächst eine Verkaufswelle im GBP/USD aus, doch die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,9 % und bestätigte die Marktbefürchtungen einer stärkeren Verschlechterung nicht. Diese Stabilität bei der offiziellen Arbeitslosenquote hat meiner Ansicht nach einen stärkeren Ausverkauf verhindert, da der Markt traditionell diesem Indikator mehr Gewicht beimisst als den volatilen wöchentlichen Antragszahlen. In der zweiten Tageshälfte machte das Pfund Verluste wieder gut, nachdem der US-Empire-State-Index für das verarbeitende Gewerbe im September um 13 Punkte auf 7,6 gefallen war.
Heute richtet sich im GBP/USD alle Aufmerksamkeit der Trader auf den britischen Verbraucherpreisindex und seine Kernrate, die den Kurs des Paares sogar schon vor der Fed-Entscheidung am Abend maßgeblich vorgeben könnten. Inflationsdaten sind für das Pfund besonders wichtig, da sie weitgehend die künftige Rhetorik der Bank of England bestimmen: Anhaltend hohe Inflation lässt der BoE weniger Spielraum für Lockerungen, während nachlassender Preisauftrieb den Tauben mehr Freiheit verschafft. Sollten sowohl die Gesamtinflation als auch die Kernrate deutlich über den Prognosen liegen, dürfte das Pfund meiner Einschätzung nach bereits in der ersten Tageshälfte gute Chancen auf eine Erholung gegenüber dem Dollar haben. Ein positiver Inflationsüberraschungseffekt schürt traditionell die Erwartungen an Leitzinserhöhungen der BoE und kann die Aufmerksamkeit des Marktes vorübergehend vom Thema Fed-Sitzung ablenken.
Für die Intraday-Strategie stütze ich mich hauptsächlich auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2.
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund heute zu kaufen, falls der Kurs den Einstiegsbereich um 1,3499 (grüne Linie im Chart) erreicht, mit dem Ziel eines Anstiegs bis 1,3532 (die dickere grüne Linie). Im Bereich von 1,3532 beabsichtige ich, Long-Positionen zu schließen und Short-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen (mit der Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips von diesem Niveau). Mit einer Stärkung des Pfunds ist heute nur nach einem sehr starken Inflationswert zu rechnen. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und erst beginnt zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,3482 kommt, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Das würde das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und eine Aufwärtsumkehr einleiten. Es sind Bewegungen zu den Gegenniveaus 1,3499 und 1,3532 zu erwarten.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund nach einem Durchbruch unter 1,3482 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem schnellen Rückgang des Paares führen dürfte. Das Hauptziel der Verkäufer wird 1,3453 sein; dort plane ich, Short-Positionen zu schließen und sofort Long-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen (mit der Erwartung einer Umkehr von 20–25 Pips von diesem Niveau). Schlechte Nachrichten werden den Druck auf das Pfund wieder erhöhen. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und erst beginnt zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,3499 kommt, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Das würde das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Es ist mit einem Rückgang zu den Gegenniveaus von 1,3482 und 1,3453 zu rechnen.
Wichtig: Einsteiger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen besonders vorsichtig sein. Es ist am besten, sich vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen aus dem Markt herauszuhalten, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie außerdem daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.