Gold (XAU/USD) verzeichnet moderate Intraday-Gewinne und bewegt sich allmählich über die 200-Tage-EMA. Da sich der US-Dollar von seinem Zweiwochenhoch etwas zurückgezogen hat, sorgt dies für zusätzlichen Rückenwind für das Edelmetall. Allerdings scheinen die Händler eine abwartende Haltung einzunehmen und verzichten vor wichtigen Ereignissen im Zusammenhang mit Zentralbankentscheidungen darauf, große Trendpositionen aufzubauen.
Heute endet die September-Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve, und Analysten erwarten eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Das Hauptaugenmerk dürfte auf den aktualisierten Wirtschaftsprognosen der Fed liegen, einschließlich des sogenannten Dot Plots. Auch die Aussagen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh auf der anschließenden Pressekonferenz werden wichtig sein, da sie Hinweise auf die künftige Ausrichtung der Geldpolitik geben könnten. Diese Projektionen werden sich deutlich auf die kurzfristige Dynamik des US-Dollars auswirken und könnten einen neuen Impuls für den Goldpreis auslösen.
Unterdessen schüren Inflationsrisiken im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Fed. So erreichten am Dienstag die Rohölpreise den höchsten Stand seit dem 20. Mai, angetrieben von wachsenden Sorgen über mögliche Angebotsunterbrechungen aus dem Nahen Osten. Eine weitere Spannungsquelle ist der starke Anstieg der Staats- und Unternehmensverschuldung, der einen Ausverkauf am globalen Anleihemarkt ausgelöst hat; die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen überschritt erstmals seit 2023 die Marke von 5 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 2007.
Setzt sich der Anstieg fort, könnte der Kurs zunächst auf Widerstand an der 9-Tage-EMA treffen, gefolgt von der runden Marke von 4.400 US-Dollar, die ebenfalls als Widerstand fungieren dürfte, sowie dem 20-Tage-SMA im Bereich von 4.450 US-Dollar.
Kommt es hingegen zu einem Rückgang, liegt die nächste Unterstützung am 50-Tage-SMA. Ein Durchbruch unter diesen gleitenden Durchschnitt würde den Weg für deutlichere Verluste freimachen.
Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Wechselkurses des US-Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen im heutigen Handel. Der US-Dollar verzeichnete seine stärkste Aufwertung gegenüber dem kanadischen Dollar.