Am Donnerstag stehen nur wenige makroökonomische Veröffentlichungen auf dem Kalender, und keine davon ist besonders wichtig. Im Euroraum wird heute der zweite Schätzwert für den Inflationsbericht vom August veröffentlicht, und in den USA werden Daten zu Baugenehmigungen und Wohnungsbaubeginnen erwartet. Wir gehen nicht davon aus, dass diese Veröffentlichungen viel Aufmerksamkeit erhalten werden, da der Markt höchstwahrscheinlich noch immer die Ergebnisse der Federal Reserve-Sitzung verarbeitet. Zudem findet heute die Sitzung der Bank of England statt, die eine neue Welle von Marktvolatilität auslösen könnte. Es wird also kein langweiliger Tag, aber die makroökonomischen Daten werden nicht im Mittelpunkt stehen.
Rückblick auf fundamentale Ereignisse:Unter den fundamentalen Ereignissen am Donnerstag ragt die BoE-Sitzung heraus. Ton und Charakter der BoE-Entscheidungen könnten etwas restriktiver ausfallen als bei vergangenen Sitzungen, was dem Pfund begrenzte Unterstützung bieten dürfte. Allerdings könnten inzwischen selbst neutrale Ergebnisse eine erneute Verkaufswelle beim Pfund auslösen. Gestern hat die Fed nicht nur die Geldpolitik gestrafft, sondern faktisch weitere Straffungen „bis zum Sieg über die Inflation“ signalisiert. Niemand rechnet damit, dass die BoE im September den Leitzins anhebt.
Das geopolitische Umfeld bleibt angespannt. Die USA und der Iran führen keine Verhandlungen; die Straße von Hormus ist vollständig oder teilweise blockiert; von Iran unterstützte Huthi-Milizen halten eine Blockade gegen Saudi-Arabien aufrecht und greifen weiterhin dessen Einrichtungen an. Donald Trump hat eine beispiellose wirtschaftliche Operation vorgeschlagen, um den Iran zu „zerstören“, und mit Sanktionen gegen alle Länder gedroht, die mit ihm interagieren. Bisher hat kein Staat Trumps Plan zur Zerstörung des Irans unterstützt, und ob er umgesetzt wird, ist unklar. Der Konflikt dauert an, die Meerenge Bab al-Mandab ist von einer Blockade bedroht, und die Ölpreise steigen.
Allgemeine Schlussfolgerungen:Am vorletzten Handelstag der Woche werden Währungspaare voraussichtlich erneut unter Druck stehen. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1461–1,1474 gehandelt werden, das Pfund aus dem Bereich 1,3380–1,3386. Euro und Pfund könnten heute versuchen, sich etwas zu erholen, doch schwache oder unklare BoE-Ergebnisse könnten eine neue Verkaufswelle auslösen.
Wichtige Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zur Ausbildung des Signals (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.Wenn auf einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Niveaus können in diesem Fall vernachlässigt werden.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sind sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone zu behandeln.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die gewünschte Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.Worauf auf den Charts zu achten ist:Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für die Eröffnung von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Ausgangspunkt für Signale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollten Trader daher mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.