Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 18. September? Einfache Tipps und Handelsrückblick für Einsteiger

Handelsrückblick für Donnerstag:1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das EUR/USD-Paar ist am Mittwochabend wie ein Stein gefallen und hat am Donnerstag versucht, sich etwas zu erholen. Es wäre übertrieben zu sagen, dass die makroökonomischen Ereignisse vom Donnerstag dem Euro nennenswerten Rückhalt gegeben hätten. Aus kurzfristiger Sicht würden wir sie nicht so interpretieren. Nachdem der Markt die zweite Straffung der European Central Bank weitgehend ignoriert hat, ist es unrealistisch zu erwarten, dass beispielsweise die Daten zur Industrieproduktion im Euroraum eine Rally des Euro auslösen. Daher wurden sowohl die zweite Schätzung der Inflation im Euroraum für August als auch die US-Daten aus dem Bausektor faktisch ignoriert. Auch die Sitzung der Bank of England hatte keinerlei Einfluss auf Euro oder Dollar – was logisch ist, da die BoE nur geringen direkten Einfluss auf den Euro hat. Mitunter bewegen sich Euro und Pfund in solchen Fällen gemeinsam, diesmal aber nicht. Der Abwärtstrend bleibt intakt; heute könnte das Paar versuchen, die Korrekturerholung fortzusetzen.

5-Minuten-Chart des EUR/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Zeitrahmen hat sich am Donnerstag ein Kaufsignal gebildet. Während der asiatischen und europäischen Sitzung versuchte der Kurs, sich aus dem Bereich 1,1461–1,1474 zu lösen, was ihm schließlich auch gelang. Allerdings legte der Euro in die gewünschte Richtung nur etwa 15 Pips zu, da die Volatilität erneut extrem gering blieb.

Wie man am Freitag handelt:

Im Stundenchart setzt EUR/USD seinen Abwärtstrend fort, der sich zu einem voll ausgeprägten Trend entwickeln könnte. Angesichts der Ereignisse der vergangenen Monate glauben wir nicht, dass der Euro wie ein Stein abstürzen sollte – aber der Hauptfokus des Marktes liegt weiterhin auf der Geldpolitik der Federal Reserve, die sich in dieser Woche deutlich dollarfreundlicher gezeigt hat.

Am Freitag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,1366–1,1377 eröffnen, falls der Kurs sich unterhalb von 1,1461–1,1474 etabliert. Long-Positionen können mit Ziel 1,1527–1,1531 eröffnet werden, wenn es zu einer Erholung (Bounce) aus der Zone 1,1461–1,1474 kommt.

Auf dem 5-Minuten-Zeitrahmen sind die Marken 1,1267–1,1275, 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754 relevant. Am Freitag wird die Präsidentin der ECB, Christine Lagarde, sprechen, und in den USA werden Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht. Wir stufen beide Ereignisse als nachrangig ein und rechnen erneut mit eher verhaltenen Marktbewegungen.

Wichtige Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.Wenn auf einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen – oder überhaupt keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.Auf dem Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für das Öffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Ausgangspunkt für Signale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der zusätzliche Signale liefern kann.

Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht agieren oder den Markt lieber verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorherigen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie und konsequentes Risikomanagement (Money Management) sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.