Wie handelt man das Währungspaar GBP/USD am 26. Oktober? Einfache Tipps und Handelsrückblick für Anfänger

Handelsrückblick für Freitag:1H-Chart des GBP/USD-Paares

Das GBP/USD-Paar verzeichnete am Freitag einen leichten Rückgang, der jedoch weder das übergeordnete technische Bild noch den lokalen Aufwärtstrend veränderte. Insgesamt steigt das Pfund weiterhin recht souverän, und der makroökonomische Hintergrund wird vom Markt inzwischen stärker beachtet. Zur Erinnerung: Die Arbeitslosigkeit im Vereinigten Königreich ist überraschend um 0,2 % gesunken, und die Inflation ist stärker gestiegen als prognostiziert. Diese beiden Veröffentlichungen deuten darauf hin, dass die Bank of England auf ihrer nächsten Sitzung Anfang November den Leitzins anheben wird. Am Freitag wurden zudem Daten zur Geschäftstätigkeit und zum Einzelhandel in Großbritannien veröffentlicht. Die Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen und verarbeitendes Gewerbe fielen besser aus als erwartet und eröffneten dem Pfund zusätzlichen Spielraum nach oben. Allerdings trübte der Einzelhandelsbericht das Bild: Die Einzelhandelsumsätze gingen im September um 0,4 % zurück, erwartet worden war lediglich ein Minus von 0,1 %. Damit kam es beim Pfund zum Wochenausklang zu einer leichten Korrektur, doch die abwärtsgerichtete Trendlinie wurde durchbrochen, sodass sich der Aufwärtstrend des Paares schon bald fortsetzen könnte. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass das Pfund aus technischer Sicht weiterhin mehrere Gründe für einen Anstieg hat, zumindest in Richtung 1,3650. Die künftige Straffung durch die BoE (die wahrscheinlich erfolgen wird) ist am Markt noch nicht vollständig eingepreist.

5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Zeitrahmen haben sich am Freitag drei Handelssignale gebildet. Im Tagesverlauf eroberte der Kurs zunächst den Bereich 1,3380–1,3386 zurück und prallte anschließend von unten mindestens viermal davon ab. Da die Volatilität gering war, kam es nicht zu einem deutlichen Rückgang. Die Abwärtsbewegung könnte sich jedoch zu Beginn der neuen Woche fortsetzen.

Wie man am Montag handelt:

Im Stunden-Chart (Hourly TF) setzt GBP/USD die Ausbildung eines neuen Aufwärtstrends fort. Das Pfund hat gegenüber dem Dollar bereits eine höhere Widerstandsfähigkeit gezeigt und zeigt diese weiterhin, weshalb die Chancen auf einen Aufwärtstrend aktuell besser stehen. Das technische Bild auf nahezu allen Zeitebenen unterstützt einen Anstieg des Pfunds. Auch der fundamentale und makroökonomische Hintergrund sowie die überkaufte Situation des Dollars sprechen für einen weiteren Anstieg von GBP/USD.

Am Montag können Anfänger neue Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,3319–1,3331 eröffnen, falls der Kurs erneut vom Bereich 1,3380–1,3386 nach unten abprallt. Long-Positionen kommen mit Zielen bei 1,3456–1,3476 in Betracht, wenn sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,3380–1,3386 behauptet.

Im 5-Minuten-Zeitrahmen können die Niveaus 1,3043, 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 gehandelt werden. Am Montag sind weder im Vereinigten Königreich noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen geplant. Daher wird es für Trader nichts geben, worauf sie fundamental reagieren könnten, und sie sollten in einem Umfeld geringer Volatilität ausschließlich anhand technischer Faktoren handeln.

Wichtige Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit vergeht, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Range/Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder gar keine. Technische Niveaus können in dieser Phase an Aussagekraft verlieren.Im Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für das Öffnen von Kauf- oder Verkaufstrades oder als Ausgangspunkte für Handelssignale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls Signale liefern kann.

Wichtige Reden und Konjunkturberichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung von Währungspaaren stark beeinflussen. Daher sollten Trader während dieser Veröffentlichungen mit höchster Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Entscheidend für langfristigen Erfolg ist die Entwicklung einer klaren Strategie sowie ein konsequentes Money-Management.