Für Dienstag sind nur wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Der einzige vergleichsweise wichtige Bericht, der heute die Marktstimmung beeinflussen könnte, sind die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA. Alle anderen Veröffentlichungen sind sekundär oder von noch geringerer Bedeutung, sodass wir keinen Anlass sehen, die Aufmerksamkeit der Trader auf sie zu lenken. Insgesamt folgt der Markt weiterhin den geopolitischen Entwicklungen und den Massenprotesten in europäischen Ländern und wartet auf die möglichst restriktiven Maßnahmen, Planungen und Äußerungen der Federal Reserve.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Unter den fundamentalen Ereignissen am Dienstag wird Christine Lagarde eine Rede halten. Anfänger sollten jedoch bedenken, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank nicht bei jedem öffentlichen Auftritt verpflichtet ist, geldpolitische Themen anzusprechen. Daher ist es zwei Tage vor der EZB-Sitzung eher unwahrscheinlich, dass Lagarde über Leitzinsen oder die Entscheidungen der Zentralbank für den Rest des Jahres sprechen wird. In diesem Fall werden ihre Aussagen für die Devisenmärkte nur eine geringe Bedeutung haben.
Der geopolitische Hintergrund bleibt besorgniserregend. Die Vereinigten Staaten und der Iran führen derzeit keine offiziellen Gespräche, obwohl Donald Trump weiterhin darauf beharrt, dass ein Abkommen unterzeichnet werden könnte – die Frage ist nur, wann. Berichten zufolge könnten die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran unmittelbar nach den Kongresswahlen wieder aufnehmen, da die Wahrscheinlichkeit einer Einigung mit Teheran nahezu bei null zu liegen scheint. Dieses Szenario halten wir für wahrscheinlicher als einen Waffenstillstand. Der Iran seinerseits ist bereit, die Angriffe auf US‑Verbündete in der Region wiederaufzunehmen. Zudem dauern in vielen europäischen Ländern Massenproteste an, was die Stimmung gegenüber dem Euro ebenfalls nicht verbessert.
Fazit:Am zweiten Handelstag der Woche könnten die Währungspaare relativ ruhig verlaufen, da heute nur wenige wichtige Ereignisse anstehen und die Entscheidung der Fed erst morgen veröffentlicht wird. Entsprechend sind starke Bewegungen innerhalb des Tages eher unwahrscheinlich. Der Euro kann am Dienstag aus den Bereichen 1,1132–1,1140 und 1,1198–1,1218 gehandelt werden, das Pfund aus dem Bereich 1,3319–1,3331.
Wichtige Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für die Bildung des Signals (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.Wenn auf einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Positionen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder unter Umständen gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen vernachlässigt werden.Auf dem Stundenchart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn eine hohe Volatilität vorliegt und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop‑Loss auf Breakeven gesetzt werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufspositionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegungen von Währungspaaren erheblich beeinflussen. Daher sollten Trader während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jede Position profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und das Einhalten eines konsequenten Money‑Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.