GBP/USD – Kursanalyse und Prognose: Das Pfund bleibt vor wichtigen Ereignissen unter Druck

Am Dienstag bleibt GBP/USD unter Druck. Der weitere Abwärtsraum ist jedoch begrenzt, da sich Händler in Erwartung wichtiger Ereignisse im Wochenverlauf zurückhalten und vorerst von aggressiven Positionierungen absehen.

Am Mittwoch wird der britische Finanzminister John Healey sein erstes Herbstbudget vorstellen. Vor dem Hintergrund der ehrgeizigen Pläne von Premierminister Andy Burnham, die öffentlichen Ausgaben zu erhöhen, liegt der Schwerpunkt vor allem darauf, die Stabilität am Anleihemarkt zu wahren. Marktteilnehmer werden die geplanten Ausgabenmaßnahmen und deren Finanzierung genau unter die Lupe nehmen, um abzuschätzen, ob eine negative Reaktion des britischen Staatsanleihemarktes vermieden werden kann. Die Budgetankündigungen werden ein wichtiger Faktor für das Pfund sein und könnten eine deutliche Bewegung in GBP/USD auslösen.

Parallel dazu warten Anleger auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed), die für Mittwoch angesetzt ist. An den Märkten gilt es nahezu als sicher, dass die US-Notenbank die Zinsen unverändert lässt. Entsprechend richtet sich das Hauptaugenmerk auf das begleitende Statement und die Ausführungen von Fed-Chef Kevin Warsh auf der anschließenden Pressekonferenz. Da keine neuen Wirtschaftsprognosen veröffentlicht werden, müssen Händler die Rhetorik der Fed nach Hinweisen auf den künftigen Kurs der Geldpolitik absuchen. Diese Kommentare könnten den US-Dollar beeinflussen und die Richtung von GBP/USD vorgeben.

Am Donnerstag stehen zudem wichtige US-Konjunkturdaten an, darunter die erste Schätzung des BIP-Wachstums für das dritte Quartal sowie der Preisindex für die privaten Konsumausgaben (PCE).

Die Erwartung eines weiteren Fed-Zinsschritts im Dezember sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten stützen den US-Dollar weiterhin. Gleichzeitig könnten Spekulationen auf eine mögliche Straffung der Geldpolitik durch die Bank of England das Abwärtspotenzial von GBP/USD begrenzen.

Derzeit notiert GBP/USD unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,3390 sowie unter dem 9-Tage-Exponential Moving Average (EMA). Dieses technische Bild deutet darauf hin, dass Erholungsversuche fragil bleiben, während die Gegenbewegung vom Tief im Oktober auf deutlichen Widerstand in der mittelfristigen Widerstandszone trifft.

Der 200-Tage-SMA bildet oberhalb des 100-Tage-SMA die erste wichtige Hürde. Weitere zu beachtende Widerstände liegen bei 1,3470, gefolgt von der psychologisch wichtigen Marke von 1,3500 sowie dem Bereich um 1,3570.

Auf der Unterseite befindet sich die nächstgelegene Unterstützung im Bereich der psychologischen Marke von 1,3300, gefolgt vom 20-Tage-SMA. Ein Bruch unter diese Niveaus könnte den Rückgang in Richtung des Oktobertiefs beschleunigen. Da die Oszillatoren jedoch neutral bleiben, hat das Währungspaar bislang noch keinen klaren Trend ausgebildet.