Wie handelt man das Währungspaar GBP/USD am 30. Oktober? Einfache Tipps und Trade-Analyse für Anfänger

Handelsrückblick für Donnerstag:1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD legte am Donnerstag zu, obwohl die EZB-Sitzung und die Äußerungen von Christine Lagarde wenig mit dem Pfund zu tun hatten und die US-BIP- sowie Inflationsdaten eigentlich den Dollar begünstigten. Wir haben wiederholt betont, dass derzeit vor allem die „Technik“ der treibende Faktor für das Pfund ist. Aus technischer Sicht spricht vieles für eine Bewegung von der Untergrenze des Tageskanals in Richtung seiner Obergrenze – also in den Bereich um 1,3650. Zur Erinnerung: Der US-Dollar wirkt überkauft und wohl auch überbewertet, da der Markt in den vergangenen Monaten im Zeichen der Erwartung weiterer Straffung durch die Federal Reserve, einer möglichen Wiederaufnahme des Konflikts im Nahen Osten und ähnlicher Faktoren stand. Viele positive Aspekte für das Pfund sind dabei unter den Tisch gefallen. Daher kann und sollte der Anstieg des Pfunds auch ohne neue fundamentale oder makroökonomische Impulse anhalten. In der kommenden Woche wird erwartet, dass die Bank of England ihren Zinsanhebungszyklus einleitet, und der Markt hat dies noch nicht vollständig eingepreist.

5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Donnerstag drei Handelssignale. Der Kurs prallte zunächst vom Bereich 1,3319–1,3331 nach oben ab, schloss anschließend darüber und durchbrach schließlich die Zone 1,3380–1,3386. Damit war die erste Short-Position unprofitabel, die darauffolgende Long-Position hingegen profitabel, und das letzte Kaufsignal ermöglicht es Tradern, ihre Long-Positionen bis in den Freitag hinein zu halten.

Wie man am Freitag handelt:

Im Stundenchart setzt GBP/USD seinen Aufwärtstrend fort. Das Pfund hat gegenüber dem Dollar bislang mehr Widerstandskraft gezeigt und zeigt diese nach wie vor, sodass die Chancen auf einen Aufwärtstrend besser sind als beim Euro. Das technische Bild über mehrere Zeitebenen hinweg spricht für einen Anstieg des Pfunds. Auch das fundamentale Umfeld sowie die überdehnte Lage des Dollars stützen GBP/USD.

Am Freitag können Einsteiger Short-Positionen mit Ziel 1,3319–1,3331 in Erwägung ziehen, sofern sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3380–1,3386 hält. Long-Positionen mit Zielen bei 1,3456–1,3476 können beibehalten werden, da der Kurs oberhalb des Bereichs 1,3380–1,3386 geschlossen hat.

Im 5-Minuten-Chart kommen für den Handel die Marken 1,3043, 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 in Betracht. Für Freitag sind in Großbritannien und den USA keine wichtigen Veröffentlichungen angesetzt – die relevanten Nachrichten werden aus dem Euroraum kommen. Dennoch kann das Pfund seinen Anstieg auch ohne Nachrichtenunterstützung fortsetzen.

Wichtige Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Range/Flat) kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Levels können dann an Aussagekraft verlieren.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Levels sehr dicht beieinander liegen (innerhalb von 5–20 Pips), sind sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone zu betrachten.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:

Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Ausgangspunkte für Handelssignale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Hilfsindikator, der ebenfalls Signale liefern kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollten Trader zum Zeitpunkt solcher Veröffentlichungen mit höchster Vorsicht agieren oder den Markt verlassen, um plötzliche, dem vorangegangenen Kursverlauf entgegengesetzte Bewegungen zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie zu entwickeln und konsequentes Risikomanagement zu praktizieren, ist entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.