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FX.co ★ Im Kampf der Bullen steht dem Gold eine Beobachterrolle zu

Im Kampf der Bullen steht dem Gold eine Beobachterrolle zu

Das Interesse der Finanzmärkte für den Reflationshandel lässt allmählich nach und weicht der Vorsicht. Die Fed hat ihre Stellung ziemlich deutlich gemacht: sie hat nicht vor, den geldpolitischen Stimulus einzustellen. und ist der Ansicht, dass das Wachstum der Inflationsrate nicht stark und nur kurzfristig sein wird. Folglich stellt sich die Frage: schon lange stiegen die Aktienindizes aus lauter Optimismus höher, als es unter den gegebenen Marktbedingungen begründet war. Vielleicht ist jetzt die Zeit für eine Pause? In dieser Situation sucht das gelbe Metall seine Chance. Dabei war es in der Woche bis 19. März durchaus erfolgreich und schloss im Plus.

Kursentwicklung des Goldes: Wochenchart

Im Kampf der Bullen steht dem Gold eine Beobachterrolle zu

Das Edelmetall blieb stabil, als der Dollar und die Rendite der Staatsanleihen gleichzeitig anstiegen. Nun streben sie auseinander, also kann sich die Konsolidierung des Goldes mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen. Der Dollar-Index erhöht sich weiter, die Renditen am Rentenmarkt rollen hingegen nach unten wegen der Befürchtungen vor der dritten Corona-Welle, der Verlängerung des Lockdowns in Deutschland und Frankreich sowie den Spannungen zwischen Washington und Peking. Seit dem Abschluss des Handelsabkommens im Januar 2020 hat China nach Einschätzungen von Bloomberg die US-amerikanischen Waren im Wert von 123 Mrd. Dollar erworben, was nur 32,6 % des geplanten Umsatzes beträgt. So was gefällt der Regierung der Vereinigten Staaten natürlich nicht, deshalb war der Ton der Gespräche in Alaska kühl.

Einer der Gründe, warum die Rendite zu sinken begann, ist die Senkung der Inflationserwartungen, die der Ausverkauf am Ölmarkt verursacht hat. Bisher waren die Inflationsprognosen für nächste 5 Jahre höher als die für darauffolgende 5 Jahre. Das stimmt mit den Ansichten der Federal Reserve völlig überein, die behauptet, der Sprung der Verbraucherpreise werde nicht lange dauern. Die Inflation wurde in der Welt über letzte 40 Jahre unterdrückt und gleichzeitige fiskale Maßnahmen können sie nicht anheizen, glauben Jerome Powell und Janet Yellen.

Inflationserwartungen in den USA

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Im Kampf der Bullen steht dem Gold eine Beobachterrolle zu

Unserer Ansicht nach bleibt das Gold stabil, weil die Investoren immer noch an das beträchtliche Wachstum der Verbraucherpreise glauben, unter anderem als Effekt des sehr niedrigen Stands 2020. Trotzdem lässt sich von der Erholung des Aufwärtstrends nicht sprechen. Die beste Strategie ist in dieser Situation der Verkauf von XAU/USD beim Anstieg. Dies ist umso ratsamer, als die wichtigsten Gegenspieler des gelben Metalls, Dollar und die Rendite der US-Staatspapiere, ihre Positionen zuversichtlich behalten.

Die Regierung der Vereinigten Staaten erwägt die Möglichkeit neuer Geldspritzen in die Infrastruktur in Höhe von 3 Bio. Dollar, die sie durch Steuererhöhung und zusätzliche Verschuldung aufbringen will. Um ausländische Investitionen auf den Anleihenmarkt anzuziehen, sind dem Finanzministerium hohe Zinse und/oder ein schwacher Dollar notwendig. Nach unseren Schätzungen ist die aktuelle Rendite der Staatspapiere genügend, um die ausländischen Anleger anzulocken.

Technisch gesehen zeugt die Unfähigkeit, die Marke von 1.755 Dollar pro Unze zu überwinden, von der Schwäche des gelben Edelmetalls. Es wird empfohlen, die beim Abprall ab dem genannten Niveau eröffneten Short-Positionen weiter zu halten. Falls sich die Notierungen unter 1.710 Dollar sinken, könnten die Verkaufspositionen auch aufgestockt werden. Das Ziel liegt in der Nähe der Marke von 1.645 Dollar, was dem Niveau von 161,8 % der ABCD-Formation entspricht.

Gold: Tageschart

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*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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