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Pfund hat auch was aufzutrumpfen

Aufgrund der starken makroökonomischen Statistik in Großbritannien begann das Pfund, verlorene Positionen dem Dollar gegenüber aufzuholen, der im März sehr angezogen ist. Natürlich tragen die steigende Rendite der US-Staatsanleihen, das von der Federal Reserve für 2021 prognostizierte Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 6,5 %, riesige Fiskalpakete und schnell vorangehende Impfungen zur Stärkung der amerikanischen Währung gegenüber ihren wichtigsten Rivalen bei, aber das Pfund hat auch Vieles aufzutrumpfen.

Die meisten wichtigen statistischen Kennzahlen, darunter Leistung der Industrie, Geschäftsklima, Beschäftigung und Staatsfinanzen, übertrafen die Prognosen während des Lockdowns, der seit 4. Januar dauerte. Dies spricht dafür, dass sich Unternehmen und Haushalte an die Einschränkungen gut angepasst haben. Da die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches angesichts der umfassenden Impfkampagne zur Aufhebung des harten Lockdowns schon bereit ist, kann man mit deren intensiven Wachstum im Jahresverlauf rechnen. Außerdem wird der Druck auf die britische Regierung und auf die Bank of England durch solche positive wirtschaftliche Überraschungen geringer. Dies bedeutet, dass die Ausweitung der Unterstützungsprogramme nicht notwendig ist, eine gute Nachricht für die Pfund-Bullen.

Wirtschaftliche Überraschungen - Großbritannien

 Pfund hat auch was aufzutrumpfen

Laut dem geldpolitischen Bericht der britischen Notenbank für Februar sollte das Bruttoinlandsprodukt des Königreiches im ersten Quartal 2021 um 4,2 % schrumpfen, aber Ende März haben Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der BoE Silvana Tenreyro und Michael Saunders erklärt, die wirtschaftliche Lage sei besser als vorher prognostiziert. Nach Schätzungen von Barclays, Oxford Economics und ING werde das BIP in den ersten drei Monaten des Jahres um 2 % oder 2,5 % sinken, während Pantheon Macroeconomics, HSBC und EY Item Club den Rückgang um weniger als 1,9 % erwarten.

Im ersten Quartal war der Unterschied im Wirtschaftswachstum günstig für die Bären, denen es gelang, die Notierungen von Dreijahreshochs nach unten zu treiben. Im zweiten Quartal dürfte sich das Bild grundlegend ändern. Die Impfungen in Großbritannien, wo 50,4 % der Bevölkerung schon immunisiert wurden, gehen schneller als in den USA (nur 43 %) voran. Die Fiskalmaßnahmen sind nach der Größe der Volkswirtschaft gemessen ebenfalls vergleichbar, zudem hält sich die Bank of England an dieselben Grundsätze wie die Fed. Ebenso wie die Regulierungsbehörde in den USA, macht sich die Bank of England keine Sorgen über die steigende Rendite der Staatspapiere.

Unserer Ansicht nach wird das Pfund im April und Mai die verlorenen Positionen weiter zurückgewinnen. Vor den Ausverkäufen im März hielt es sich an der Spitze unter den G10-Währungen. Dank der Eröffnung und dem intensiven Wachstum der britischen Wirtschaft, das insbesondere durch die starke aufgestaute Nachfrage angetrieben werden soll, wird die Währung die Möglichkeit für den Anstieg bekommen. Zudem werden die Brexit-Probleme allmählich gelöst. So hat etwa die Nachricht über das vereinbarte Memorandum zur Regulierung der Finanzdienstleistungen zwischen London und Brüssel den Enthusiasmus der Pfund-bullen erweckt.

Technisch betrachtet, bildet sich im Tageschart des Paares GBP/USD eine Wolfe-Welle aus. Wenn das Instrument über die Hochs des zweiten Bars in der Nähe der Marke von 1.3915 zurückkehrt, wird das ein guter Einstiegspunkt in die Long-Positionen sein. Gleichzeitig wird die Formation Fakeout Shakeout zur Geltung kommen. Falls es den Bären nicht gelingt, das Paar unter der Untergrenze der Konsolidierungsbandbreite von 1.3800/1.4000 zu erhalten, und die Notierungen anschließend in die Mitte der genannten Bandbreite, also in den Bereich von 1.3900/1.3915 zurückkehren, sind die Käufe empfehlenswert.

GBP.USD, Tageschart

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*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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