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Öl hält stand

Starker US-Dollar, dritte Corona-Welle in Europa, Erhöhung der Fördermengen in den USA, Verbesserung der Beziehungen zwischen dem Iran und China und die im Suezkanal feststeckenden Tanker konnten die Umkehr des Aufwärtstrends am Ölmarkt nicht verursachen, doch haben sie für eine hohe Volatilität gesorgt. Das schwarze Gold steht kurz davor, das vierte Quartal in Folge im Plus abzuschließen. Die Blicke der Investoren sind auf das Treffen der Allianz Opec+ in Wien gerichtet, dessen Ausgang mittelfristige Aussichten von Brent und WTI klären soll.

Vor dem Gipfel des Ölkartells und seiner Verbündeten kann jede Seite, die verschiedene Meinungen hinsichtlich der weiteren Strategie vertritt, von sich sagen, Recht gehabt zu haben. Russland hat auch vorher behauptet, dass der Verzicht der Allianz, zusätzliche Ölmengen auf den Markt zu liefern, zur Erhöhung der Produktion bei den US-amerikanischen Konkurrenten führen werde. Saudi-Arabien glaubte an optimistische Prognosen über die Bewältigung der Pandemie nicht und kündigte an, die Förderungen nur dann anzuheben, wenn sich solche Prognosen in der Tat bewahrheiten.

Amerikanische Produzenten ergreifen wirklich allmählich die Initiativ, und die dritte Corona-Welle in Europa gibt Riad Recht. Saudi-Arabien hat es bevorzugt, nicht voreilig zu handeln, sondern einseitig die Förderung zu senken, was sich als richtig erwies und die Marktsituation stabilisierte.

Ölförderungen in Saudi-Arabien

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Die Stellung Saudi-Arabiens hat etwas gemeinsames mit der Federal Reserve, die sich vergewissern will, dass die Inflation wirklich steigt, statt überstürzte Schritte zu unternehmen. Angesichts der Beharrlichkeit von Riad lässt sich jedenfalls annehmen, dass der Ausgang des Treffens in Wien ähnlich wie der von vorher sein wird. Die Opec+ wird sich kaum für die Erhöhung der Lieferungen entscheiden, weil das die Preise von Brent und WTI einbrechen lassen würde.

Während das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten wegen der umfassenden Konjunkturpakete und schnell vorankommenden Impfkampagne in diesem Jahr um 6,2 % - 6,5 % wachsen kann, was für die Nachfrage nach schwarzem Gold natürlich positiv ist, ist die Lage in Europa viel schlimmer. Bestimmte Probleme gibt es außerdem mit China. 2020 hat das Land seine Wirtschaft mit knapp 500 Mrd. Dollar unterstützt. Das führte zum Wachstum der Nachfrage nach Rohöl. 2021 setzt sich Peking wieder aktiv für die Idee ein, die Volkswirtschaft des Landes von Investitionen auf Konsum umzustellen. Die Nachfrage nach Rohstoffen wie Öl und unedlen Metallen ist etwas gesunken, was auch zur Korrektur beigetragen hat.

Was das Abkommen über die Vertiefung der Kooperation zwischen China und dem Iran betrifft, ist es ein Schlag gegen die USA, die den anderen Ländern den Handel mit Teheran verbieten. Es hat eher einen deklarativen als konkreten Charakter. Um irgendwelche bestimmten Ziffern geht es im Dokument nicht. Xi Jinping hat derartige Abkommen noch mit den fünf nahöstlichen Ländern unterzeichnet. Ein ernsthafteres Problem für schwarzes Gold stellt der überraschend starke US-Dollar dar, doch der Dollar-Index kann nicht unendlich wachsen.

Technisch gesehen, können die Brent-Bullen nur nach dem Durchbruch der mit den gleitenden Durchschnitten übereinstimmenden Unterstützungen sowie der Pivot-Niveaus von 65 und 65,9 Dollar pro Fass mit der Erholung des Aufwärtstrends rechnen. Es wird empfohlen, die bei der Marke von 61,05 Dollar eröffneten Long-Positionen zu halten und sie aufzustocken, wenn die Unterstützungen von 65 und 65,9 Dollar erfolgreich überwunden werden.

Brent, Tageschart

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*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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