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FX.co ★ Pfund ist durchaus widerstandsfähig

Pfund ist durchaus widerstandsfähig

Die britische Währung hat bewiesen, nicht schwächer als der Dollar zu sein, indem sie die Marke von 1.3850 überwunden hat. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten weist natürlich ein beeindruckendes Wachstum auf, aber die jüngste Statistik aus Großbritannien zeigt, dass dort auch alles in Ordnung ist. Joe Biden verspricht zwar, dass nach 100 Tagen seiner Präsidentschaft 90 % der erwachsenen Bevölkerung des Landes die Möglichkeit bekommen, geimpft zu werden, aber die Immunisierung geht in Großbritannien immer noch schneller als in den USA voran. Die Rendite der amerikanischen Staatsanleihen wächst rasant, aber die Pendants aus dem Vereinigten Königreich bleiben nicht viel zurück.

Nach Studien von Barclays waren am britischen Anleihemarkt die größten Ausverkäufe seit 2000 zu beobachten. Die Rendite der Staatspapiere stieg ebenso schnell wie die der amerikanischen an, deshalb konnten die Bären bedeutende Vorzüge nicht gewinnen. Eine Antriebskraft dieses Vorgangs ist eine schnelle Impfkampagne, die auf die vollständige Eröffnung der Wirtschaft bis 21. Juni hoffen lässt. Außerdem soll eine riesige aufgestaute Nachfrage voraussichtlich zu einem sehr schnellen Wachstum führen.

Dynamik des britischen Anleihemarktes

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Nach Angaben des britischen Nationalen Statistikamts sind gesparte Mittel der Haushalte im vierten Quartal 2020 durchschnittlich von 14,3 % auf 16,1 % gestiegen. Dies geschah wegen der durch die Pandemie begrenzten Möglichkeiten, Gelder auszugeben. Laut Bericht der Bank of England haben sich die Beträge auf Festgeldkonten der Bürger im Februar auf 17,1 Mrd. Pfund erhöht. Das ist mehr als der Durchschnitt von 2019, wenn der Wert bei 4,6 Mrd. lag. Im März 2020, auf dem Höhepunkt der Pandemie, waren es 15 Mrd. Pfund. Wenn die Einschränkungen aufgehoben sind, werden all diese Gelder in die Wirtschaft fließen und sie enorm ankurbeln.

Aber nicht nur die Zukunft, sondern auch die Gegenwart flößt den Investoren den Optimismus ein. Einen guten Zustand bestätigt der Index der Wirtschaftsüberraschungen. Das Vereinigte Königreich hat sich an den Lockdown angepasst, die epidemiologische Lage wird immer besser, Impfungen sind in vollem Gange. Kein Wunder, dass die Quartalsergebnisse des Paares EUR/GBP die schlechtesten seit 2015 sind. Für die EU ist dieses Frühjahr bislang äußerst schwierig. Die Gründe sind Lockdowns, Kampf gegen neue Mutationen des Virus sowie Mangel an Impfstoffen.

Index der Wirtschaftsüberraschungen in Großbritannien

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Der Euro macht dem Pfund keine Konkurrenz. Aber die Vereinigten Staaten sehen vielleicht schon einen Konkurrenten in Großbritannien. Dadurch dürfte die Absicht des Weißen Hauses erklärt werden, die Zölle auf Keramik, kosmetische Mittel, Möbel, Playstations und andere Waren im Wert von 325 Mio. Dollar einzuführen, die aus dem Vereinigten Königreich importiert werden. Dies sei angeblich eine Antwort auf Steuern, die London für die Tätigkeit amerikanischer Techno-Konzerne eingeführt hat.

Technisch gesehen, spricht die Unfähigkeit der Bären, die Notierungen des Paares GBP/USD unter der unteren Grenze der vorherigen Konsolidierungsbandbreite zwischen 1.3800 und 1.4000 zu behalten, für ihre Schwäche. Der Anstieg des Pfunds über die Mitte des Kanals, also über 1.3900, wird zur Bildung der Formation Fakeout Shakeout führen und es ermöglichen, die Long-Positionen mit den Zielen von 1.4050 und 1.4160 zu eröffnen.

GBP/USD, Tageschart

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*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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