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FX.co ★ Gold sucht einen Doppelboden

Gold sucht einen Doppelboden

In Zeiten eines rasanten Wachstums der Weltwirtschaft scheint niemand das Gold als einen Flughafen zu gebrauchen. Der Internationale Währungsfonds hat nämlich seine Prognosen hinsichtlich des Bruttoweltprodukts für dieses Jahr auf 6 % erhöht. Dies ist der Höchststand seit 40 Jahren. Doch haben die Notierungen von XAU/USD das Zweiwochenhoch erreicht. Wenn die wichtige Marke von 1.750 Dollar pro Feinunze überwunden wird, hat die Rally des Edelmetalls alle Chancen, sich noch mehr zu beschleunigen. Dafür gibt es gute Gründe.

Solange die Notenbanken an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten, ist der weitere Anstieg des Goldes durchaus möglich. Auf den Märkten setzt sich die Meinung durch, dass die Fed die Überhitzung der US-Wirtschaft zulassen wird, was nicht zu einem kurzfristigen, sondern einem andauernden Inflationssprung führen dürfte. Und das Gold ist, wie wir alle wissen, seit eh und je ein bewährtes Mittel, um sich vor der Inflation zu schützen. Obwohl der Terminmarkt mit der Erhöhung des Leitzinses gegen Ende 2022 und mit dessen Wachstum auf 1,25 % Anfang 2024 rechnet, haben Jerome Powell und seine Kollegen keinen Anlass für solche Prognosen gegeben. Die Vorsitzende der Federal Reserve Bank of Cleveland Loretta Mester hat vielmehr erklärt, dass die Notenbank geduldig bleiben will, obwohl die Beschäftigungsstatistik im März sehr gut ausgefallen ist.

Die Erwartungen der rasanten Erholung und der anschließenden Überhitzung der US-Wirtschaft sowie die passive Stellung der Fed lassen die gleiche Tendenz sowohl am Gold- als auch am Aktienmarkt entstehen. Ihre wechselseitige positive Korrelation wird immer stärker. So haben neue historische Hochs vom S&P 500-Index im April die Gold-Bullen inspiriert, aktiv zu handeln.

Korrelation zwischen Gold und S&P 500

Gold sucht einen Doppelboden

Die Situation im April unterscheidet sich grundlegend von der im März. Damals ließ die steigende Rendite der US-Staatsanleihen die Käufer der Aktien von Techno-Konzernen mit dem Erwerb zurückhalten und leistete eine starke Unterstützung für den Dollar. Im vergangenen Monat kam es am Markt der US-Staatspapiere zu den größten Ausverkäufen seit mehreren Jahrzehnten. Der Dollar-Index stieg indessen ebenfalls immer höher an. All das ließ die ETFs-Investoren zurückziehen und die Spekulanten ihre Netto-Kaufpositionen in Gold kürzen. Kein Wunder, dass die Bestände der spezialisierten Fonds am stärksten seit Mai 2020 schrumpften und die Netto-Long-Position der Spekulanten das Dreiwochentief erreichten.

Im April sieht die Situation völlig anders aus. Der Rückgang der Rendite der US-Anleihen als Antwort auf die starke Beschäftigungsstatistik und den hohen Einkaufsmanagerindex zeigt, dass der Markt seinen Fehler eingesehen hat. Für eine lange Zeit handelte er voreilig, nun ist es Zeit, sich zu beruhigen. Die Konsolidierung der Staatspapierzinsen führte zur Wiederbelebung der Techno-Aktien, und der S&P 500 hat die neuen historischen Höchststände erobert. Diese Erscheinungen waren für die XAU/USD-Bullen günstig.

Wie geht es weiter? Je fester der Markt an die verhaltene Stellung der Fed auf längere Sicht glaubt, desto höher kann Gold ansteigen. In dieser Hinsicht dürfte das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank, das heute veröffentlicht werden soll, als ein weiterer Antriebsfaktor für die Gold-Rally auftreten. Andererseits ist der Euro, der wichtigste Gegenspieler des Dollar, immer noch sehr anfällig. Deshalb wird es empfohlen, mit der Eröffnung der Kaufpositionen abzuwarten, bis das gelbe Edelmetall den Widerstand von 1.750 Dollar pro Feinunze überwindet.

Charttechnisch gesehen signalisieren die Formationen Wolfe-Welle und Doppelboden im Tageschart die Absicht der Bullen, zum Angriff überzugehen. Der Durchbruch der Widerstände von 1.750 und 1.755 ermöglicht es, die Long-Positionen mit den Zielen von 1.835 und 1.870 Dollar pro Unze zu eröffnen.

Gold, Tageschart

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*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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