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FX.co ★ Das Pfund dürfte zunehmen

Das Pfund dürfte zunehmen

Enttäuschungen auf den Finanzmärkten machten schlechte Scherze häufig und mit vielen Vermögenswerten. Anfang April war auch die britische Währung davon betroffen. Zuvor haben die Spekulanten eine schnell vorankommende Corona-Impfkampagne im Vereinigten Königreich dafür benutzt, die Notierungen des Pfunds auf die Höchststände unter den G10-Währungen zu treiben. Nachdem aber sich alarmierende Nachrichten zu mehren begannen, dass es in den britischen Impfzentren an Serum mangelt, fingen die Hedgefonds an, ihre Positionen massiv zu schließen.

Natürlich ist Großbritannien noch immer in der Weltspitze nach der Zahl der verabreichten Impfungen. Eine Dose des Präparats haben 59,3 % der Bevölkerung bekommen, die zweite Dose wurde 11,2 % der Bürger gespritzt. Zum Vergleich: in den Vereinigten Staaten liegen diese Ziffern jeweils bei 55,4 % und 21,5 %, in der Europäischen Union sind 21 % der Bürger einmal und lediglich 6 % zweimal geimpft. In der EU geht die Immunisierung recht zögernd voran, aber im zweiten Quartal soll der Staatenbund 360 Mio. Dosen erhalten, während im ersten Quartal nur 107 Mio. geliefert wurden. Die Märkte werden wie bekannt durch Erwartungen geschürt, also treiben die Hoffnungen auf die Beschleunigung der Impfkampagne die Notierungen von EUR/USD und EUR/GBP aufwärts.

Unstimmigkeiten zwischen London und Brüssel in Sachen Impfstoffe stärken die Positionen von Brexit-Anhängern. Laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts JL Partners, die im Auftrag von Bloomberg durchgeführt wurde, erklärten 67 % der Befragten, die EU zeige sich gegenüber Großbritannien feindselig. Nur 13 % sagten, dass sie in der EU einen Freund und Verbündeten sehen. Dabei münden ungeregelte Probleme in Protesten. Die Bürger in Nordirland glauben etwa, sie werden von London schlechter als die anderen Teile des Königreiches behandelt. Außerdem sind auch britische Exporteure vom Brexit betroffen. Immer mehr von ihnen melden schlimmere finanzielle Ergebnisse als im vergangenen Jahr. Allerdings bezeichnet die Regierung von Boris Johnson den Post-Brexit-Anpassungsprozess als 'Zähnebekommen'.

Obwohl die Pfund-Bullen von dem auf der Impfungseuphorie basierten Handel enttäuscht sind und das Paar in der Woche bis 9. April aktiv verkauft haben, dürfte sich die Lage Mitte des Monats sichtbar ändern. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches wird allmählich wieder eröffnet, aufgrund dessen erhöht der Internationale Währungsfonds seine Prognosen zum Wachstum des britischen Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr.

IWF-Prognosen für das BIP der größten Volkswirtschaften


Das Pfund dürfte zunehmen

GBP/USD-Bullen sollten auf eine starke makroökonomische Statistik aus den USA hoffen, die wohl eine führende Rolle bei der Erholung der Weltwirtschaft in den nächsten Jahren übernehmen, sowie auf gute Kennzahlen der US-Unternehmen. Denn die Rally des S&P 500, die von der großen Risikobereitschaft der Investoren zeugt, übt einen starken Druck auf Fluchtwährungen und somit auf den Dollar aus. Zur Erinnerung: seit Beginn 2021 ist der marktbreite US-amerikanische Aktienindex um 10 % gestiegen und hat 20 Mal neue historische Hochs erreicht.

Technisch gesehen ist die Wolfe-Welle im Tageschart des Paares GBP/USD nach wie vor aktuell. Aber um sie umsetzen zu können, ist der Anstieg über das Niveau von 1.3910 notwendig. Außerdem bildet sich zurzeit der steigende Keil aus, wobei vier von fünf Punkten bereits zu erkennen sind. Der Anstieg über das Hoch des zweiten Bars (liegt bei 1.3780) wird in der Regel von aggressiven Tradern als Einstiegspunkt in die Long-Positionen genutzt. Vielleicht ist diese Strategie einen Versuch wert.

GBP/USD, Tageschart

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Das Pfund dürfte zunehmen

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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