Das Währungspaar GBP/USD hat in der "bullischen" Ungleichgewichtszone 12 einen Rückprall verzeichnet, was ein neues Kaufsignal darstellt. Trotz des Rückgangs der Kurse des britischen Pfundes in der letzten Woche bleibt der Aufwärtstrend intakt, und die Bullen dominieren weiterhin den Markt. Montag hätte dem bullischen Chartbild schaden können, tat es aber nicht. Jetzt liegen alle Trumpfkarten in den Händen der Käufer des britischen Pfundes, und es bleibt ihnen nur, auf schwache US-Wirtschaftsdaten, insbesondere hinsichtlich des Arbeitsmarkts und der Arbeitslosigkeit, diese Woche zu hoffen. Meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Ausgangs ziemlich hoch. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass derzeit keine bearischen Zeichen oder Signale vorhanden sind. Es gibt keine bärischen Muster, noch gibt es Liquiditätsabbrüche bei bullischen Bewegungen.

Im Moment bleibt "bullish" Ungleichgewicht 12 das einzige tragfähige Muster. Sollte sich dieses als ungültig erweisen, würde dies nicht zu einer sofortigen Rücknahme des Aufwärtstrends führen. Es würde lediglich die nächste Erholung des Pfunds verzögern. Natürlich sind Händler an einem Trend und nicht an einer Pause interessiert, aber in dieser Woche wird vieles von den US-Wirtschaftsdaten abhängen. Ich erinnere daran, dass die Hauptsorgen der Händler der US-Arbeitsmarkt und die Arbeitslosenquote sind. Je schlechter die Berichte über diese Indikatoren ausfallen, desto höher sind die Chancen, dass bullische Händler eine erneute Offensive erleben.
Das derzeitige Chartbild stellt sich wie folgt dar: Der Aufwärtstrend im Pfund könnte als abgeschlossen betrachtet werden, aber der im Euro nicht. Daher könnte die europäische Währung das Pfund solange nach oben ziehen, wie nötig – oder umgekehrt. Die Bullengewinne prallten von bullishen Ungleichgewichten 1, 10, 11 (jeweils zweimal) und nun auch von Ungleichgewicht 12, welches ebenfalls bullish ist, ab. Daher erwarte ich weiterhin einen Aufstieg in Richtung der 2025-Hochs, also etwa auf das Niveau von 1,3765.
Am Mittwoch ist der Nachrichtenhintergrund interessant und wichtig, jedoch haben Händler bislang keine Daten erhalten, die sie zu aktiverem Handel zwingen würden. Am Mittwoch wurden im Vereinigten Königreich keine wichtigen Berichte veröffentlicht, und in den USA wurde nur der ADP-Bericht veröffentlicht, der mit seiner neutralen Lesung enttäuschte. Daher wird die Aufmerksamkeit der Händler heute dem JOLTS-Bericht zu den offenen Stellen und dem ISM-Dienstleistungs-PMI in den Vereinigten Staaten gelten.
In den USA bleibt der allgemeine Nachrichtenhintergrund so, dass langfristig nichts anderes als ein Rückgang des Dollars zu erwarten ist. Die Situation in den USA bleibt recht schwierig. Der Regierungsstillstand dauerte anderthalb Monate, und die Demokraten und Republikaner einigten sich nur auf eine Finanzierung bis Ende Januar. Anderthalb Monate lang gab es keine Statistiken zum US-Arbeitsmarkt, und die neuesten Daten können kaum als positiv für den Dollar angesehen werden. Die letzten drei FOMC-Sitzungen endeten mit dovischen Entscheidungen, und die neuesten Arbeitsmarktdaten ermöglichen eine vierte aufeinanderfolgende Lockerung der Geldpolitik im Januar. Meiner Meinung nach haben die Bullen alles, was sie brauchen, um eine neue Offensive fortzusetzen und zu den Jahreshöchstständen zurückzukehren.
Ein bearisher Trend erfordert einen starken und stabilen positiven Nachrichtenhintergrund für den Dollar, was unter Donald Trump nur schwer zu erwarten ist. Zudem benötigt der US-Präsident selbst keinen starken Dollar, da die Handelsbilanz in diesem Fall im Defizit bleiben würde. Daher glaube ich trotz des recht starken Rückgangs im September und Oktober nicht an einen bearischen Trend für das Pfund. Zu viele Risikofaktoren lasten weiterhin wie ein totes Gewicht auf dem Dollar. Was möchten die Bären verwenden, um das Pfund weiter nach unten zu drücken, wenn sich angeblich ein bearisher Trend bildet? Sollten neue bearische Muster erscheinen, könnte ein potenzieller Rückgang des Pfund Sterling neu bewertet werden.
Nachrichtenkalender für die USA und das Vereinigte Königreich:
- USA – Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (13:30 UTC).
Der Wirtschaftsterminkalender für den 8. Januar enthält nur einen Eintrag, der nicht als wichtig bezeichnet werden kann. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung am Donnerstag wird ausbleiben.
GBP/USD Prognose und Handelsempfehlungen:
Der Ausblick für das Pfund bleibt für Händler günstig. Vier bullische Muster wurden ausgearbeitet, Signale wurden gebildet, und Händler können Kaufpositionen beibehalten. Ich sehe keine Informationsgründe für einen starken Rückgang des Pfunds in naher Zukunft.
Eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends hätte bereits ab Ungleichgewichtszone 1 erwartet werden können. Im Moment hat das Pfund auf Ungleichgewicht 1, 10, 11 und 12 reagiert. Als potenzielles Wachstumsziel betrachte ich das Niveau von 1,3725, aber das Pfund könnte viel höher steigen. Sollten bearische Muster auftreten, könnte die Handelsstrategie überarbeitet werden müssen, aber bislang deutet nichts auf einen möglichen Vormarsch der Bären hin. Daher empfehle ich, in Kaufpositionen zu bleiben.
