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FX.co ★ USD/JPY: Analyse und Prognose

USD/JPY: Analyse und Prognose

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Heute hat sich der japanische Yen stark abgeschwächt, trotz fehlender starker globaler Nachfrage nach dem US-Dollar.

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Berichte, dass die japanische Premierministerin Sanae Takaichi möglicherweise frühzeitige Parlamentswahlen in der ersten Hälfte des Februars anberaumen könnte, haben Erwartungen für eine mögliche Ausweitung der fiskalpolitischen Anreize geschürt. Solche Maßnahmen würden wahrscheinlich darauf abzielen, die Position der regierenden Koalition im Parlament zu stärken und die politische Stabilität zu erhalten. Diese Spekulationen erhöhen den Druck auf den Yen, da die Märkte die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher wirtschaftlicher Unterstützungsmaßnahmen bewerten.

Gleichzeitig schaffen steigende geopolitische Spannungen mit China neue Risiken für Japans Industriesektor. Letzte Woche verhängte Peking ein Exportverbot für bestimmte Seltene Erden-Metalle nach Japan, nachdem es zu diplomatischen Spannungen über Taiwan gekommen war. Diese Entscheidung bedroht Lieferketten für wichtige Komponenten, die von japanischen Herstellern verwendet werden, und erhöht die Unsicherheit in Bezug auf die zukünftigen Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern.

Trotz der relativ straffen Haltung der Bank of Japan sind Investoren weiterhin unsicher über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung. In Kombination mit anhaltendem Risikoverhalten begrenzt dies die Nachfrage nach dem japanischen Yen als sicherem Anlageinstrument.

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Ein weiterer Druck kam von Finanzministerin Satsuki Katayama, die am Dienstag erklärte, sie sei besorgt über die einseitige Schwächung des Yen. Sie merkte an, dass sie das Thema bereits mit dem US-Finanzminister Scott Bessent besprochen habe und betonte, dass es Grenzen gebe, wie stark die nationale Währung schwächer werden könne.

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Auf der anderen Seite sind Bedenken über die Unabhängigkeit der US-Notenbank erneut aufgetaucht. Am Montag wurde über die Einleitung einer strafrechtlichen Untersuchung gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell berichtet. Powell bezeichnete die Untersuchung als beispiellos und erklärte, dass sie aufgrund von Präsident Donald Trumps Unzufriedenheit mit der Weigerung der Fed, die Zinssenkungen zu beschleunigen, trotz öffentlichen Drucks eingeleitet wurde.

Diese Situation bremst die Stärke des US-Dollars, obwohl die jüngsten Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht wurden, die Erwartungen einer vorsichtigeren Haltung der Federal Reserve gegenüber weiteren Lockerungsschritten stützen. Derzeit preisen die Märkte zwei mögliche Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026 ein, während die Bank of Japan ihren Kurs der schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik fortsetzt. Letzte Woche bestätigte BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda, dass die Zentralbank bereit ist, die Zinsen weiter anzuheben, sollten sich die Wirtschafts- und Preistrends im Einklang mit ihren Prognosen entwickeln.

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Diese Divergenz der Geldpolitik zwischen den beiden Zentralbanken dürfte das Aufwärtspotenzial des USD/JPY-Paares begrenzen. Investoren könnten daher eine abwartende Haltung einnehmen und zusätzliche Signale zur zukünftigen Richtung der Fed-Leitzinsen abwarten.

In den kommenden Tagen wird die US-Inflationsdaten—insbesondere die heutige Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (CPI)—eine wichtige Rolle im Marktgeschehen spielen. Diese Zahlen könnten die kurzfristige Dynamik des US-Dollars beeinflussen und die Richtung des USD/JPY-Paares bestimmen.

Aus technischer Sicht bleiben die Oszillatoren positiv, was die Aufwärtsneigung des Paares bestätigt. Es ist jedoch zu beachten, dass der Relative Strength Index (RSI) in die überkaufte Zone vorrückt, was auf die Möglichkeit einer bevorstehenden Korrektur oder Konsolidierung hindeutet. Das Paar hat feste Unterstützung auf dem psychologischen Niveau von 158,00 gefunden, während der Widerstand bei 158,86 liegt. Ein Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg zu den Höchstständen von 2024 ebnen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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