Überblick über makroökonomische Berichte:

Für Mittwoch sind nur wenige makroökonomische Berichte geplant, und keiner davon ist wichtig. Erinnert euch jedoch daran, dass es letzte Woche in den USA einige wichtige Berichte gab, wir aber trotzdem keine starken, trendbestimmenden Bewegungen gesehen haben. Auch der Inflationsbericht dieser Woche löste fast keine Marktreaktion aus. In den ersten beiden Wochen des neuen Jahres gab es ebenfalls viele fundamentale Ereignisse, doch der Euro handelt seit sieben Monaten stabil, und das Pfund bewegt sich in den letzten Wochen seitwärts. Die Volatilität beider Währungspaare ist extrem niedrig.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Für Mittwoch sind eine Reihe wesentlicher Ereignisse geplant. Vertreter der Europäischen Zentralbank, der Bank of England und der Federal Reserve werden Reden halten. Der Einfluss ihrer Aussagen auf die Marktstimmung könnte jedoch minimal oder gar nicht vorhanden sein. Der Markt reagiert derzeit nicht einmal auf makroökonomische Berichte, die normalerweise die Haltung der Zentralbankvertreter in Großbritannien, der Eurozone und den USA prägen. Es gibt kaum Reaktionen auf fundamentale Ereignisse. Wäre es anders, hätten die Handlungen von Donald Trump bereits zu einem totalen Zusammenbruch des US-Dollars geführt, der sich seit mehreren Monaten anbahnt. Erinnern wir uns, dass der Dollar immer noch als Fluchtwährung für Investoren gilt — aber kann eine Währung als sicher bezeichnet werden, wenn der Präsident des Landes offen Pläne für eine Annexion Grönlands oder eine Unterstützung eines Regimewechsels im Iran ankündigt?
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare völlig willkürlich gehandelt werden. Der Euro kann heute im Bereich von 1,1655–1,1666 gehandelt werden, das Pfund Sterling im Bereich von 1,3437–1,3446. Selbst bei starken Handelssignalen würden wir jedoch keine signifikanten Bewegungen erwarten. Die Volatilität bleibt gering.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Signalstärke wird anhand der benötigten Zeit zur Signalausbildung beurteilt (Abprall oder Durchbruch). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn zwei oder mehr Trades auf falschen Signalen in der Nähe eines Levels eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Paar eine Masse von Falsesignalen erzeugen oder überhaupt keine. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines flachen Marktes besser, den Handel einzustellen.
- Trades werden in der Zeitspanne zwischen dem Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung geöffnet; danach müssen alle Trades manuell geschlossen werden.
- Auf dem Stunden-Chart sollten MACD-basierte Signale idealerweise nur gehandelt werden, wenn es eine gute Volatilität und einen durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigten Trend gibt.
- Wenn zwei Levels zu nahe beieinander liegen (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung Stop Loss auf Einstand setzen.
Was die Charts anzeigen:
Unterstützungs- und Widerstandspreislevels — Levels, die beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen als Ziele dienen. Take Profit kann in der Nähe platziert werden.
Rote Linien — Kanäle oder Trendlinien, die die aktuelle Tendenz widerspiegeln und zeigen, in welche Richtung jetzt vorzugsweise gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14,22,3) — Histogramm und Signallinie — ein Hilfsindikator, der auch als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden oder Positionen sollten geschlossen werden, um eine scharfe Preisumkehr gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Devisenhandel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klare Strategie und ein effektives Money-Management sind die Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
