Überblick über makroökonomische Berichte:

Für Freitag sind nur wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant. Die einzigen erwähnenswerten sind die zweite Schätzung der Inflation in Deutschland für Dezember und die US-Industrieproduktion. Offensichtlich hat die zweite Schätzung der Inflation kaum Chancen, die Marktstimmung zu beeinflussen, da der Markt in den letzten zwei Wochen bereits eine Vielzahl weitaus wichtigerer Ereignisse, Berichte und Nachrichten ignoriert hat. Die US-Industrieproduktion könnte einen bescheidenen Einfluss auf den Dollar haben, falls die tatsächliche Zahl von der Prognose abweicht.
Analyse fundamentaler Ereignisse:

Mehrere fundamentale Ereignisse sind für Freitag geplant, dennoch sehen wir keinen Grund, den Fokus darauf zu legen. Derzeit reagiert der Markt nicht einmal auf wichtige makroökonomische Berichte, die normalerweise die Standpunkte der Zentralbanken im Vereinigten Königreich, der Eurozone und den USA prägen. Es gibt praktisch keine Reaktion auf fundamentale Ereignisse. Andernfalls hätten Donald Trumps Handlungen bereits zu einem totalen Kollaps des US-Dollars geführt, der sich seit mehreren Monaten abzeichnet.
Erinnern wir uns daran, dass der Dollar immer noch als sicherer Hafen für Investoren betrachtet werden kann, aber kann eine Währung als sicher angesehen werden, wenn der Präsident ihres Landes offen über die Annexion Grönlands spricht oder die Notwendigkeit einer Intervention bei einem Putsch im Iran erwähnt? Trump scheint auf einen Luftangriff gegen den Iran verzichtet zu haben, nachdem er eine Nachricht aus Teheran erhielt, dass die Tötung protestierender Zivilisten gestoppt wurde. Aber die "Wolken" über Grönland sammeln sich weiterhin. Der Oberste Gerichtshof der USA könnte bald ein Urteil über die Zölle fällen. Gegen Jerome Powell wurde eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet... Unserer Meinung nach gibt es bereits genügend Nachrichten, die den Markt zu einer aktiveren und logischeren Bewegung veranlassen könnten.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am letzten Handelstag der Woche könnten sich beide Währungspaare weiterhin völlig zufällig und mit minimaler Volatilität bewegen. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1584–1,1591 gehandelt werden, und das britische Pfund aus den Bereichen 1,3437–1,3446 und 1,3319–1,3331.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Signalstärke wird nach der benötigten Zeit zur Bildung des Signals (Abprallen oder Ausbruch) beurteilt. Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.
- Wenn zwei oder mehr Geschäfte aufgrund falscher Signale in der Nähe eines Levels eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem Seitwärtstrend kann jedes Paar eine Masse falscher Signale erzeugen oder gar keine. In jedem Fall ist es besser, bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends mit dem Handel aufzuhören.
- Geschäfte werden in der Zeitspanne zwischen dem Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach müssen alle Geschäfte manuell geschlossen werden.
- Auf dem stündlichen Zeitrahmen sollten MACD-basierte Signale idealerweise nur gehandelt werden, wenn es gute Volatilität und einen vom Trendkanal bestätigten Trend gibt.
- Wenn zwei Levels zu nah beieinander liegen (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even gesetzt werden.
Was auf den Diagrammen gezeigt wird:
Unterstützungs- und Widerstandspreisniveaus — Niveaus, die als Ziele bei der Eröffnung von Käufen oder Verkäufen dienen. Take Profit kann in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien — Kanäle oder Trendlinien, die die aktuelle Tendenz widerspiegeln und zeigen, in welche Richtung derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14,22,3) — Histogramm und Signallinie — ein Hilfsindikator, der auch als Signalquelle verwendet werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder Positionen geschlossen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Forex-Anfänger sollten daran denken, dass nicht jeder Handel profitabel sein kann. Eine klare Strategie und ein effektives Geldmanagement sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg im Handel.
