
Das Währungspaar USD/JPY setzt seine Korrektur von seinem Januarhoch fort, da der US-Dollar Schwäche zeigt. Donald Trump hat damit gedroht, ab dem 1. Februar 10 % Zölle auf europäische Waren aus acht Ländern zu erheben, wobei diese Maßnahme mit der Verweigerung eines Deals über Grönland verknüpft wird. Dies hat eine neue Welle an risikoscheuem Handel und eine Flucht aus Risikoanlagen ausgelöst.
Am Sonntag haben Vertreter der Europäischen Union eine grundsätzliche Einigung erzielt, die Bemühungen zu intensivieren, um Trump von der Verhängung von Zöllen auf Allianzpartner abzuhalten, und gleichzeitig vorbereitende Gegenmaßnahmen zu ergreifen, falls die Drohungen umgesetzt werden. Hinzu kommt, dass die geopolitische Unsicherheit aufgrund des anhaltenden Konflikts in der Ukraine und die anhaltenden Bedenken über einen möglichen US-Schlag gegen den Iran die Attraktivität des Yen als sicherer Hafen zu Beginn der Handelswoche erhöhen.
Die US-Währung steht unter starkem Verkaufsdruck, da die zunehmenden Ängste vor Handelskriegen das Vertrauen in den US-Dollar untergraben und so die Auswirkungen der reduzierten Erwartungen auf zwei zusätzliche Zinssenkungen der Federal Reserve vor dem Ende dieses Jahres ausgleichen. Spekulationen über eine mögliche Ankündigung von Premierministerin Sanae über vorgezogene Wahlen, um ihre politische Position zu stärken und ein expansives Fiskalprogramm zu erweitern, belasten die nationale Währung. Gleichzeitig könnten Warnungen von Finanzministerin Satsuki Katayama über die Bereitschaft, Währungsinterventionen durchzuführen, um eine weitere Abschwächung des Yen zu verhindern, ihn unterstützen.
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama betonte am Freitag, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen – einschließlich direkter Währungsinterventionen und koordinierter Maßnahmen mit Washington – um der jüngsten Abwertung der nationalen Währung entgegenzuwirken. Laut Reuters, unter Berufung auf informierte Quellen, erwägen einige Beamte der Bank of Japan eine Verschärfung der Geldpolitik, möglicherweise bereits im April, was zusätzliche Unterstützung für den Yen bietet.
Für bessere Handelsmöglichkeiten sollte der Veröffentlichung der Daten des US-Personal Consumption Expenditures (PCE)-Preisindex am Donnerstag sowie der wichtigen geldpolitischen Entscheidung der Bank of Japan am Freitag Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Aus technischer Sicht hat das Paar unterhalb der 157,40-Marke Widerstand gezeigt, während es versucht, die runde 158,00-Marke zu überschreiten. Ein Scheitern, die 157,40 zu halten, würde einen Rückgang in Richtung der runden 157,00-Marke beschleunigen. Wenn sich die Preise über 158,00 konsolidieren, wird die Dynamik wahrscheinlich in Richtung des Januarhochs zunehmen. Die Oszillatoren im Tageschart bleiben positiv und unterstützen eine weitere Aufwärtsbewegung des Paares.
