Handelsüberblick und Handelstipps für die europäische Währung
Der Test des Preisniveaus von 1,1710 fand zu einem Zeitpunkt statt, als der MACD-Indikator sich bereits deutlich unterhalb der Nulllinie bewegt hatte, was das Abwärtspotenzial des Paares einschränkte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht verkauft.
Die heutige Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, fand bei den Marktteilnehmern wenig Interesse. Lagardes Kommentare gaben keinen klaren Hinweis auf den zeitlichen Rahmen oder das Ausmaß künftiger geldpolitischer Anpassungen, und Anleger schienen sich mehr auf neue Daten aus den Vereinigten Staaten zu konzentrieren.
Es werden Daten zu den ausstehenden Hausverkäufen und den Bauausgaben in den USA erwartet, die helfen werden, Trends von Angebot und Nachfrage zu bewerten. Eine Zunahme dieser Kennzahlen könnte auf Wirtschaftswachstum hindeuten, während ein Rückgang eine Abschwächung signalisieren könnte.
Allerdings dürfte das Hauptaugenmerk auf der Rede des US-Präsidenten Donald Trump in Davos liegen, in der er seine Haltung zur Situation um Grönland darlegen wird. Trumps Rede wird sicherlich kurzfristig den Handel beeinflussen. Eine Eskalation des Konflikts und Drohungen neuer Zölle gegen die EU würden zu einem weiteren Ausverkauf des Dollars und einer Stärkung des Euros führen.
In Bezug auf die Strategie für den Tagesverlauf werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Preis das Niveau von 1,1719 erreicht (grüne Linie auf dem Chart), mit einem Wachstumsziel bei 1,1763. Bei 1,1763 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro auch in die entgegengesetzte Richtung zu verkaufen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten ab dem Einstiegspunkt. Weiteres starkes Wachstum des Euros ist ebenfalls möglich. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aufzusteigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute auch, den Euro zu kaufen, falls der Preis zweimal hintereinander das Niveau von 1,1696 testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Umkehr nach oben führen. Ein Anstieg in Richtung der entgegengesetzten Niveaus von 1,1719 und 1,1763 ist zu erwarten.
Verkaufsignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Preis das Niveau von 1,1696 erreicht (rote Linie auf dem Chart). Das Ziel wird 1,1660 sein, wo ich den Markt verlassen und sofort in die entgegengesetzte Richtung kaufen möchte (mit dem Ziel einer Bewegung von 20–25 Punkten in die entgegengesetzte Richtung von diesem Niveau). Druck auf das Paar würde zurückkehren, wenn Trump das Grönland-Thema und Handelszölle aufgibt. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort abzusinken.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute auch, den Euro zu verkaufen, falls der Preis zweimal hintereinander das Niveau von 1,1719 testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Umkehr nach unten führen. Ein Rückgang in Richtung der entgegengesetzten Niveaus von 1,1696 und 1,1660 ist zu erwarten.

Was auf dem Chart zu sehen ist
- Dünne grüne Linie – Einstiegspreis, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – geschätztes Kursniveau, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell mitgenommen werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegspreis, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – geschätztes Kursniveau, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell mitgenommen werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, auf überkaufte und überverkaufte Zonen zu achten.
Wichtig: Anfänger im Forexhandel sollten beim Treffen von Einstiegsentscheidungen äußerst vorsichtig sein. Vor wichtigen fundamentalen Berichten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um abrupte Kursschwankungen zu vermeiden. Falls Sie sich dazu entschließen, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Kapital sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Geldmanagement einsetzen und in großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran, erfolgreicher Handel erfordert einen klaren Handelsplan, wie der oben präsentierte. Spontane Handelsentscheidungen, die auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler eine von Natur aus verlustreiche Strategie.
