
Obwohl die Momentum-Indikatoren auf eine starke Überkauf-Situation bei beiden Assets hinweisen, betonen Analysten eine solide fundamentale Basis, die dieser Rallye zugrunde liegt. Das Wachstum allein der Spekulation zuzuschreiben, wäre jedoch ein Fehler—das makroökonomische Umfeld bleibt günstig für Edelmetalle.
Die Nachfrage der Zentralbanken bleibt stabil und stärkt die Rolle von Gold als Instrument zur Diversifizierung der Reserven angesichts eines Vertrauensverlusts in die fiskalische Disziplin: steigende staatliche Verschuldung und Unsicherheit über die Tragfähigkeit von Schulden untergraben die Positionen von Fiat-Währungen.
Das geopolitische Umfeld bleibt angespannt, obwohl es sich entspannt, nachdem Präsident Trump auf die militärische Annexion Grönlands von Dänemark verzichtet hat—der Druck auf die EU, sich von arktischen Ansprüchen zu lösen, bleibt bestehen. Dies zwingt europäische Investmentgesellschaften und Pensionsfonds, ihre Investitionen neu zu bewerten: Zum Beispiel hat die dänische AkademikerPension angekündigt, bis Ende des Monats Anleihen im Wert von 100 Millionen Dollar zu verkaufen, aufgrund des Risikos einer steigenden US-Staatsverschuldung.
Die potenzielle Transformation der globalen Ordnung ermutigt Investoren dazu, Portfolioanfälligkeiten mit Assets außerhalb der Fiat-Welt abzusichern—Edelmetalle passen perfekt zu dieser Logik. Die aktuellen Preise sind durch die Zentralbank-Akkumulation und geopolitische Risiken gerechtfertigt und ähneln eher einem Handel vor dem Hintergrund einer Währungsabwertung als einer spekulativen Blase; die größten Regulierer werden wahrscheinlich unabhängig von den Preisen weiterkäufe tätigen.
Und trotz der Fokussierung auf das bei 5.000 Dollar festgesetzte Goldpreise bleibt das Wachstumspotenzial des Edelmetalls hoch—der Status als sicherer Hafen und die Schwäche des Dollars überwiegen Faktoren wie stabile Zinsen.
Das Hauptereignis der nächsten Woche—das Treffen der Federal Reserve—wird voraussichtlich keine Überraschungen bringen: US-Inflationsdaten deuten auf ein anhaltendes Preiswachstum bei stabiler Aktivität und einem festen Arbeitsmarkt hin, was eine Lockerung der Politik erschwert.
Das CME FedWatch Tool bestätigt das Fehlen von Erwartungen einer Zinssenkung bis Juni, und die Veröffentlichung von Produktions- und Konsumklimaindex zu Beginn der Woche wird zur Marktvolatilität beitragen.
Daher wird Gold auch aus technischer Sicht, trotz der überkauften Indikatoren auf dem Tageschart, von den Bullen unterstützt.
