GBP/USD 5M Analyse

Das Währungspaar GBP/USD handelte am Freitag ebenfalls mit erheblichen Gewinnen, wobei das Pfund im Laufe des Tages um 150 Pips zulegte. Ein solch starker Anstieg muss doch durch etwas oder jemanden ausgelöst worden sein, oder? Ja und nein. Es gab am Freitag einige makroökonomische Berichte sowohl im Vereinigten Königreich als auch in den USA. Allerdings war keiner von ihnen direkt mit dem Anstieg des Paares um anderthalb Cent verbunden. Die britischen Einkaufsmanagerindizes fielen positiv auf, da sie das britische Pfund während der europäischen Sitzung tatsächlich unterstützten. Beide Indizes übertrafen die Prognosen, was das Pfund um 30-40 Pips steigen ließ. Die Hauptbewegung begann jedoch fast erst am Abend, und der amerikanische makroökonomische Hintergrund hatte darauf keinen Einfluss.
Warum schwächte sich der Dollar also am Freitag so stark ab? Weil er die gesamte Woche über gefallen war. Der Rückgang des Dollars im Wochenverlauf war auf die Politik von Donald Trump zurückzuführen: Zunächst verhängte er neue Zölle auf europäische Länder (insbesondere das Vereinigte Königreich), dann hob er sie wieder auf, löste Panik über die Insel Grönland aus und verwarf schließlich seine imperialistischen Ambitionen. All diese Ereignisse reduzierten die Bereitschaft der Händler und Investoren weiter, mit einer Währung zu handeln, deren Präsident seine Meinung fünfmal die Woche ändert und mit der gewaltsamen Aneignung souveräner Territorien der EU droht.
Am Freitag bildeten sich im 5-Minuten-Zeitrahmen mehrere Handelssignale. Das erste Signal wurde am Morgen generiert und war der einzige Handel, den Händler eröffnen konnten. Der Kurs prallte zweimal von der Senkou Span B-Linie ab, woraufhin eine längere Aufwärtsbewegung begann. Bis zum Ende des Tages erreichte das Paar 1.3615, wo Gewinne realisiert werden konnten.
COT-Bericht

Die COT-Berichte zum britischen Pfund zeigen, dass das Sentiment unter den kommerziellen Händlern in den letzten Jahren schwankte. Die roten und blauen Linien, die die Netto-Positionen der kommerziellen und nicht-kommerziellen Händler darstellen, kreuzen sich häufig und sind meist in der Nähe der Nullmarke. Derzeit nähern sich die Linien einander, wobei nicht-kommerzielle Händler mit... Shorts dominieren. In jüngster Zeit haben Spekulanten begonnen, Long-Positionen zu erhöhen, was auf eine wahrscheinliche Stimmungsänderung hinweist, die das GBP/USD-Paar voraussichtlich nicht signifikant beeinflussen wird.
Der Dollar setzt seinen Rückgang aufgrund der Politik von Donald Trump fort, wie im wöchentlichen Zeitrahmen (siehe Abbildung oben) gezeigt. Der Handelskrieg wird in irgendeiner Form lange bestehen bleiben, und die Fed wird in jedem Fall die Zinsen in den nächsten 12 Monaten senken. Die Nachfrage nach dem Dollar wird auf die eine oder andere Weise zurückgehen. Laut dem neuesten COT-Bericht (vom 20. Januar) für das britische Pfund hat die Gruppe der "Nicht-kommerziellen" 2.300 Kaufverträge eröffnet und 900 Verkaufsverträge geschlossen. Somit stieg die Netto-Position der nicht-kommerziellen Händler im Laufe der Woche um 3.200 Kontrakte.
Im Jahr 2025 stieg das Pfund deutlich, aber es sollte verstanden werden, dass es einen Grund gibt: die Politik von Donald Trump. Sobald dieser Grund neutralisiert ist, könnte der Dollar anfangen zu steigen, aber wann das geschehen wird, ist ungewiss.
GBP/USD 1H Analyse

Auf dem Stundenchart setzt das GBP/USD-Währungspaar seinen Aufwärtstrend fort. Daher gehen wir davon aus, dass das britische Pfund die Hochs des letzten Jahres anstrebt. Der fundamentale und makroökonomische Hintergrund unterstützt dieses Szenario vollständig, da sich der Markt seit sechs Monaten korrigiert und Kraft für einen neuen Aufwärtsschub sammelt.
Für den 26. Januar heben wir die folgenden wichtigen Levels hervor: 1,3042-1,3050, 1,3096-1,3115, 1,3201-1,3212, 1,3307, 1,3369-1,3377, 1,3437, 1,3533-1,3548, 1,3615, 1,3681, 1,3763. Die Linien Senkou Span B (1,3417) und Kijun-sen (1,3521) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, das Stop-Loss-Level auf Break-even zu setzen, wenn sich der Preis um 20 Pips in die richtige Richtung bewegt. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Verlauf des Tages verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Montag sind im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse oder Berichte geplant, während die USA einen relativ wichtigen Bericht über die Auftragseingänge langlebiger Güter veröffentlichen werden, der sich in den Charts zeigen kann.
Handelsempfehlungen:
Heute können Händler Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,3548 in Betracht ziehen, wenn sich der Preis unter 1,3615 konsolidiert. Long-Positionen bleiben mit Zielen bei 1,3681 und 1,3763 relevant, da das Level von 1,3615 am Freitag durchbrochen wurde.
Erklärungen zu den Abbildungen:
- Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (widerstand/unterstützung) — dicke rote Linien, in deren Nähe die Bewegung möglicherweise endet. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
- Kijun-sen- und Senkou Span B-Linien — Linien des Ichimoku-Indikators, die vom 4-Stunden-Chart auf den Stundenchart übertragen wurden. Sie sind starke Linien.
- Extremniveaus — dünne rote Linien, von denen sich der Preis zuvor abgesetzt hat. Sie sind Quellen für Handelssignale.
- Gelbe Linien — Trendlinien, Trendkanäle und andere technische Muster.
- Indikator 1 auf den COT-Diagrammen — die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.
