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FX.co ★ XAU/USD: In einer Konsolidierungsphase nach starkem Anstieg

XAU/USD: In einer Konsolidierungsphase nach starkem Anstieg

XAU/USD: In einer Konsolidierungsphase nach starkem Anstieg

*) siehe auch: InstaForex Trading Indicators für XAU/USD

Gold zeigt jedoch ebenfalls weder Zuversicht noch die Bereitschaft der Käufer, die Preise über die Widerstandszone von 5000,00 – 5050,00 hinauszutreiben. Dennoch bleibt der Goldmarkt vor dem Hintergrund eines sich abschwächenden US-Dollars, der Erwartungen von Zinssenkungen durch die Federal Reserve sowie einer anhaltend hohen Nachfrage seitens der Zentralbanken im Fokus der Anleger. Das Währungspaar XAU/USD konsolidiert sich auf hohem Niveau und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen unterstützenden fundamentalen Faktoren und einer gestiegenen Nachfrage nach Risikoanlagen.

Aktuelle Situation bei Gold und kurzfristige Aussichten

Wie bereits erwähnt, gibt es derzeit keinen ausgeprägten Aufwärtsschwung – der Markt befindet sich in einer Konsolidierungsphase. Einerseits stützen der schwächere Dollar und die Erwartung einer lockereren US-Geldpolitik die Nachfrage nach dem Edelmetall. Andererseits begrenzt die positive Stimmung an den Aktienmärkten das Wachstum von Gold als „sicherem Hafen“. Zusätzliche Unterstützung für die Preise kommt von der stabilen Nachfrage der Zentralbanken, allen voran China, das seine Goldreserven weiter aufstockt.

Geldpolitik der Federal Reserve und Erwartungen von Zinssenkungen

Das Ultimatum an den neuen Kandidaten für den Vorsitz der Federal Reserve, Kevin Warsh, mit der Androhung rechtlicher Schritte für den Fall einer Weigerung, die Zinsen zu senken, sowie die Äußerungen des Finanzministers über mögliche strafrechtliche Ermittlungen stellen einen beispiellosen politischen Druck dar. Solche Maßnahmen untergraben das Vertrauen der Anleger in die institutionelle Stabilität der USA und in den Dollar als Anlage, die vor politischer Einflussnahme geschützt ist.

Die in der vergangenen Woche veröffentlichten US-Daten zeigten Anzeichen einer Abschwächung am Arbeitsmarkt und stärkten die Markterwartungen in Richtung einer weiteren Lockerung der Federal-Reserve-Politik. Die Aussicht auf eine Lockerung der Geldpolitik bleibt ein zentraler Treiber des Goldmarktes. Niedrigere Zinsen erhöhen in der Regel die Attraktivität nicht verzinster Anlagen wie Gold. Gemäß den aktuellen Markterwartungen preisen Investoren die Wahrscheinlichkeit mehrerer Zinssenkungen im Verlauf des Jahres ein.

Abschwächung des US-Dollars

XAU/USD: In einer Konsolidierungsphase nach starkem Anstieg

Der Rückgang des Dollar-Index schafft günstige Bedingungen für das Wachstum von Gold, da das Metall für Inhaber anderer Währungen günstiger wird. Der Druck auf den USD nimmt vor dem Hintergrund der Unsicherheit in der Wirtschaftspolitik und der Erwartungen an wichtige makroökonomische Daten zu.

Geopolitik und Nachfrage nach sicheren Häfen

Das Interesse an Gold bleibt aufgrund globaler Wirtschaftsrisiken und des Entdollarisierungsprozesses stabil. Allerdings begrenzen der Rückgang geopolitischer Spannungen und der Anstieg der Aktienmärkte die Nachfrage nach sicheren Häfen vorübergehend.

Goldkäufe der Zentralbanken

Die People’s Bank of China erhöht weiterhin aktiv ihre Goldreserven und stützt damit die langfristige Nachfrage. Nach Angaben der chinesischen Zentralbank weiten die Behörden ihre Goldreserven nun bereits seit 15 Monaten in Folge aus und fügten im Januar dieses Jahres 40.000 Feinunzen hinzu. Dieser Faktor bleibt einer der Schlüsseltreiber für die Fortsetzung des Aufwärtstrends.

Es gibt jedoch Hindernisse für einen nachhaltigen Anstieg des Goldpreises:

  • Gestiegener Optimismus an den globalen Aktienmärkten. Insgesamt positive Entwicklungen an den Börsen tragen zu Kapitalabflüssen aus traditionellen sicheren Häfen, einschließlich Gold, bei.
  • Zunehmende Unsicherheit im Zusammenhang mit der US-Wirtschaft. Händler warten auf die Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten, darunter der erwartete NFP-Bericht (am Mittwoch) und Inflationsdaten (am Freitag), die die Volatilität am Edelmetallmarkt erhöhen. Diese makroökonomischen Veröffentlichungen könnten den Ausbruch von Gold aus der aktuellen Konsolidierungsphase auslösen.

Darüber hinaus wird der Goldmarkt in naher Zukunft von Kommentaren der Vertreter der Federal Reserve beeinflusst. Im Fokus stehen die Reden von Waller, Miran und Bostic.

Technisches Bild

XAU/USD: In einer Konsolidierungsphase nach starkem Anstieg

Am späten Freitag hat der Kurs erneut einen wichtigen kurzfristigen Widerstand bei 4948,00 (EMA200 im 1-Stunden-Chart von XAU/USD) durchbrochen und versucht nun in der ersten Montagshälfte abermals, seine Aufwärtsdynamik wieder aufzunehmen. Vor Beginn der US-Session wurde XAU/USD knapp oberhalb der „runden“ Marke von 5000,00 gehandelt und hat dabei das Tages‑Intraday‑Hoch sowie das 3‑Tages‑Hoch im Bereich von 5046,00 aktualisiert.

XAU/USD: In einer Konsolidierungsphase nach starkem Anstieg

Insgesamt wird das Währungspaar weiterhin in einer bullischen Marktzone gehandelt: kurzfristig oberhalb von 5000,00–4948,00, mittelfristig oberhalb von 4000,00–3860,00 und langfristig oberhalb der Zone von 3000,00–2800,00.

Gleichzeitig bleiben die technischen Indikatoren (in diesem Fall OsMA, RSI und Stochastik) auf langfristigen Zeitrahmen (wöchentlich und monatlich) zugunsten der Käufer, liefern jedoch auf kurzfristigen Zeitrahmen (1- und 4-Stunden) gemischte Signale. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt im Bereich von 60–65, was zwar als vorteilhaft für Bullen gilt, jedoch nicht stark genug ist, um anhaltende Käufe zu stützen.

XAU/USD: In einer Konsolidierungsphase nach starkem Anstieg

Basisszenario

Setzt sich die Schwäche des US-Dollar fort und nehmen die Erwartungen an Zinssenkungen zu, könnte Gold seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Eine Konsolidierung oberhalb der technischen Marken von 5050,00 und 5100,00 würde ein Signal für verstärkte Käufe liefern.

Alternativszenario

Bei starken US-Konjunkturdaten und steigenden Anleiherenditen könnte der Druck auf Gold zunehmen und zu einer korrigierenden Abwärtsbewegung führen.

Mittelfristige Perspektiven

Auf mittlere Sicht behält Gold sein Wachstumspotenzial, gestützt durch den langfristigen Trend der Entdollarisierung, Käufe durch Zentralbanken, Erwartungen einer Lockerung der Geldpolitik und die globale wirtschaftliche Unsicherheit. Dennoch bleibt der Markt empfindlich gegenüber Nachrichten und makroökonomischen Daten.

Fazit

Gold befindet sich nach einem kräftigen Anstieg in einer Konsolidierungsphase und hält sich auf hohen Niveaus. Der schwächere Dollar, die Erwartungen an Zinssenkungen sowie die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken stützen das Edelmetall. In der näheren Zukunft werden die US-Makrodaten der entscheidende Faktor sein, da sie die Richtung des XAU/USD in den kommenden Wochen vorgeben könnten. Insgesamt bleibt das fundamentale Bild moderat positiv, doch für einen neuen kräftigen Impuls ist ein zusätzlicher Auslöser erforderlich.

Die aktuelle Situation ist von Stabilität geprägt; ein Ausbruch über die breite Widerstandszone von 5050,00–5150,00 würde dem Preis jedoch Raum für die nächste deutliche Aufwärtsbewegung eröffnen. Anlegern wird geraten, angesichts der bevorstehenden wichtigen makroökonomischen Veröffentlichungen (der NFP-Bericht am Mittwoch um 13:30 GMT und die CPI-Inflationsdaten am Freitag, ebenfalls um 13:30 GMT) sowie möglicher weiterer Veränderungen der Marktbedingungen vorsichtig zu agieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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