Analyse des Montagshandels:
1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD legte am Montag ebenfalls zu, da das Interesse des Marktes am US-Dollar erneut nachließ. Das Pfund Sterling befand sich zuletzt in einem Abwärtstrend. Gestern durchbrach der Kurs jedoch die fallende Trendlinie, womit sich der Trend nach oben drehte. Damit sahen wir eine recht starke Korrektur innerhalb des Aufwärtstrends, der auf jedem höheren Zeitrahmen erkennbar ist. Möglicherweise treten wir nun in eine neue Phase dieses Trends ein. Zur Erinnerung: In der vergangenen Woche sollten vier Berichte zum US-Arbeitsmarkt veröffentlicht werden. Tatsächlich erschienen nur zwei – die am wenigsten wichtigen. Dennoch zeigten selbst diese Veröffentlichungen eine weitere Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt. In dieser Woche werden die fehlenden Daten zu den NonFarm Payrolls und zur Arbeitslosenquote nachgereicht, die erheblichen Druck auf den Dollar ausüben könnten. Sollte sich der Arbeitsmarkt auf dem Niveau der vergangenen Monate behaupten, wird die Federal Reserve erneut vor der Entscheidung über eine Zinssenkung stehen. Der Dollar dürfte auch ohne neue geldpolitische Lockerungen der Fed an Wert verlieren. Mit zusätzlichen Lockerungsmaßnahmen würde er lediglich schneller und kräftiger fallen.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Auf dem 5-Minuten-Chart waren die Signale, die sich am Montag gebildet haben, nicht die besten. Während der amerikanischen Sitzung prallte der Kurs zunächst vom Bereich 1,3643–1,3652 nach oben ab, brach anschließend jedoch hindurch. Das erste Signal erwies sich als klar falsch, während das zweite es unerfahrenen Tradern ermöglichte, einige Dutzend Pips mitzunehmen. Long-Positionen konnten in den heutigen Tag mitgenommen werden, da die Trendlinie durchbrochen wurde und die Aufwärtsbewegung voraussichtlich anhalten wird.
Wie man am Dienstag handelt:
Im Stundenchart hat das GBP/USD-Paar den Abwärtstrend verlassen. Es gibt keine übergeordneten Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des US-Dollars, daher erwarten wir für 2026 die Fortsetzung des globalen Aufwärtstrends aus 2025, der das Paar mindestens in Richtung 1,4000 treiben könnte. In den letzten Wochen war die Situation für die britische Währung ungünstig, doch inzwischen hat das Pfund gute Chancen, zum Bereich um 38 zurückzukehren.
Am Dienstag können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls sich das Paar unterhalb des Bereichs 1,3643–1,3652 festigt, mit einem Ziel bei 1,3529–1,3543. Ein Ausbruch und eine Fixierung oberhalb des Bereichs 1,3643–1,3652 erlaubt es, in Long-Positionen zu bleiben, mit einem Ziel bei 1,3741–1,3751.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Kursmarken für den Handel relevant: 1,3319–1,3331, 1,3365, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3741–1,3751, 1,3814–1,3832, 1,3891–1,3912 und 1,3975. Am Dienstag sind im Vereinigten Königreich keine interessanten Ereignisse oder Veröffentlichungen geplant; in den USA könnten Trader lediglich auf die Einzelhandelsumsätze achten.
Die wichtigsten Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es zur Bildung benötigt (Abpraller oder Bruch des Levels). Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Level zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale generieren oder überhaupt keine Signale liefern. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung einzustellen.
- Trades werden in dem Zeitraum eröffnet, der mit Beginn der europäischen Sitzung startet und bis zur Mitte der amerikanischen Sitzung andauert; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Levels sehr dicht beieinander liegen (in einer Spanne von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Kursbewegung von 20 Pips in die richtige Richtung ist es ratsam, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen.
Erklärung zu den Charts:
- Unterstützungs- und Widerstandslevels sind Kursziele für das Öffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
- Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
