Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit der europäischen Währung
Der Test des Preisniveaus von 1,1914 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als sich der MACD-Indikator gerade erst von der Nulllinie nach oben zu bewegen begann, was einen korrekten Einstiegspunkt für Käufe des Euro bestätigte. Allerdings gelang es dem Paar nicht, eine starke Aufwärtsbewegung zu entwickeln.
Es ist nicht überraschend, dass der Euro seinen Aufwärtstrend nicht fortsetzen konnte, da es schlichtweg an dem notwendigen Treibstoff in Form starker fundamentaler Daten aus der Eurozone fehlte. Später am Tag wird der Markt die Veröffentlichung wichtiger US‑Makrodaten genau verfolgen. Zu den erwarteten Berichten gehören die Daten zu den Veränderungen im Einzelhandel, die die Konsumententätigkeit widerspiegeln, sowie der wöchentliche ADP‑Beschäftigungsbericht. Sollten die Zahlen robust ausfallen, dürfte sich der Druck auf EUR/USD deutlich verstärken.
Darüber hinaus könnten Äußerungen von Vertretern der Federal Reserve die Marktstimmung beeinflussen. Für heute sind Reden von Beth M. Hammack und Lori K. Logan angekündigt. Ihre Kommentare zur aktuellen Wirtschaftslage, zu Inflationstrends und zu geldpolitischen Plänen könnten als Signale für mögliche künftige Schritte der Fed dienen. Jegliche Hinweise auf eine weitere Straffung oder Lockerung der Geldpolitik werden aufmerksam analysiert und in den Marktpreisen berücksichtigt werden.
Die bevorstehende Kombination von Ereignissen verspricht eine hohe Handelsaktivität, die in der ersten Tageshälfte schmerzlich vermisst wurde. Besonderes Augenmerk gilt der Marktreaktion auf Abweichungen zwischen den tatsächlichen Daten und den vorherigen Erwartungen.
Was die Intraday‑Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1920 erreicht hat (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel im Bereich des Niveaus von 1,1947. Bei 1,1947 plane ich, den Markt zu verlassen und zudem den Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt aus. Ein deutlicher Anstieg des Euro ist nur nach schwachen Konjunkturdaten zu erwarten. Wichtig! Vor dem Kauf vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, falls das Kursniveau von 1,1903 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr führen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1920 und 1,1947 ist zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1903 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel wird das Niveau von 1,1876 sein, wo ich plane, den Markt zu verlassen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird bei starken Konjunkturdaten zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf vergewissern Sie sich, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, den Euro zu verkaufen, falls das Kursniveau von 1,1920 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1903 und 1,1876 ist zu erwarten.
Was ist im Chart zu sehen:
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Breite grüne Linie – der prognostizierte Kurs, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell realisiert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Breite rote Linie – der prognostizierte Kurs, an dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell realisiert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig. Unerfahrene Forex-Trader müssen bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Trader eine grundsätzlich verlustreiche Strategie.
