Analyse makroökonomischer Berichte:

Für den Mittwoch sind zwar nur wenige makroökonomische Berichte angesetzt, doch fast alle davon sind von erheblicher Bedeutung. In Europa, Deutschland und Großbritannien ist der Wirtschaftskalender am Mittwoch leer, doch in den USA werden heute die Daten zu den Non-Farm Payrolls, der Arbeitslosenquote und den Löhnen veröffentlicht. Die ersten beiden Berichte bestimmen zu großen Teilen das Schicksal des Dollars, da diese Daten die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve maßgeblich beeinflussen. Am Freitag wird dann ein dritter wichtiger Inflationsbericht veröffentlicht, der ebenfalls direkten Einfluss auf die Geldpolitik der Fed hat.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den fundamentalen Ereignissen am Mittwoch sind lediglich einige Reden von Vertretern der Fed und der Europäischen Zentralbank zu verzeichnen. Wie bereits erwähnt, werden jedoch bis zur Veröffentlichung neuer Daten zu Inflation, Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit kaum Änderungen in den Einschätzungen der Fed- und EZB-Vertreter zur Geldpolitik erwartet. Die Fed konzentriert sich derzeit darauf, den Leitzins beizubehalten, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen der letzten drei Zinssenkungen sich vollständig entfalten. Hinweise auf neue geldpolitische Lockerungen könnten daher erst nach schwächeren Daten zum Arbeitsmarkt/zur Arbeitslosigkeit oder bei nachlassender Inflation auftauchen. Was die EZB betrifft, hat Christine Lagarde letzte Woche klar zu verstehen gegeben, dass die Inflation deutlich unter das 2%-Ziel fallen muss, bevor die EZB eine Wiederaufnahme geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen in Betracht zieht.Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare sehr ruhig gehandelt werden, da es heute nur wenige wichtige Ereignisse gibt. Der Euro kann aus dem Bereich von 1,1899–1,1908 gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich von 1,3643–1,3652 gehandelt werden kann. In der zweiten Tageshälfte könnte jedoch aufgrund der US-Daten zu Non-Farm Payrolls und zur Arbeitslosenquote ein Sturm über den Markt hereinbrechen. Die Reaktion des Marktes ist dabei unvorhersehbar.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch des Levels) benötigt wird. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Level zwei oder mehr Trades aufgrund falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtsmarktes einzustellen.
- Trades werden in dem Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Auf dem Stunden-Chart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.
- Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung ist es ratsam, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandslevels sind Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
- Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
- Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder es sollte empfohlen werden, den Markt zu verlassen, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein solides Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
