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FX.co ★ Sollten wir den Non-Farm-Payroll-Bericht feiern?

Sollten wir den Non-Farm-Payroll-Bericht feiern?

Sollten wir den Non-Farm-Payroll-Bericht feiern?

Am Mittwoch erhielten die Marktteilnehmer Einblick in den Zustand des US-Arbeitsmarkts per Januar. Es stellte sich heraus, dass sich die Lage verbessert und neue Arbeitsplätze in einem Tempo entstehen, das nahezu „normalen“ Zeiten entspricht. Welche Schlussfolgerungen können Händler nun in Bezug auf die künftige Entwicklung der amerikanischen Währung ziehen?

Erstens hat die Fed nach der geldpolitischen Lockerung im Dezember beschlossen, eine Pause einzulegen. Jerome Powell und einige seiner Kollegen haben erklärt, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die Auswirkungen der Zinssenkungen vollständig auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesamtwirtschaft niederschlagen. Folglich hat die Fed eine Pause von mindestens 3–4 Monaten eingeplant – unabhängig von den Zahlen zu Non-Farm Payrolls und Arbeitslosigkeit.

Wir haben erfahren, dass die Arbeitslosigkeit gesunken ist und im Januar deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden als erwartet. Bedeutet das, dass die Fed ihren Lockerungszyklus früher als geplant wieder aufnehmen wird? Mit Sicherheit nicht, denn dafür gibt es keinen Anlass, solange sich die Inflation in den kommenden Monaten nicht weiter verlangsamt.

So banal es auch klingen mag, nach den Arbeitsmarktdaten rückt die Inflation wieder in den Vordergrund. Erinnern wir uns daran, dass die Weigerung der Fed, die Zinsen auf das von Donald Trump geforderte Niveau zu senken, in erster Linie mit der hohen Inflation zusammenhing. Im vergangenen Herbst war das FOMC-Komitee gezwungen, in Richtung Lockerung zu gehen, da der Arbeitsmarkt einen bedrohlichen Trend erkennen ließ. Der Arbeitsmarkt benötigte dringend Aufmerksamkeit, und drei Runden geldpolitischer Lockerung erwiesen sich als völlig ausreichend.

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Daher wird die Inflation in den kommenden Monaten der maßgebliche Bericht für die Fed sein. Am Freitag könnte sich zeigen, dass die Inflationsrate auf 2,5 % im Jahresvergleich gesunken ist. Laut einigen Berichten könnte die Inflation sogar auf 2,4 % zurückgehen. Der aktuelle Fed-Leitzins liegt bei 3,75 %, während die EZB, der es gelungen ist, die hohe Inflation zu bekämpfen und sie auf Zielniveau zurückzuführen, bei rund 2 % liegt. Je näher sich also die US-Inflation der Marke von 2 % annähert, desto mehr gute Gründe hat die Fed, ihren Lockerungszyklus wieder aufzunehmen – nicht auf Drängen von Trump, sondern um zu verhindern, dass die Inflation unter 2 % fällt.

Meiner Ansicht nach hat sich die Wahrscheinlichkeit einer neuen Zinssenkungsrunde heute nicht verringert, da nun alles von der Inflation abhängt.

Wellenmuster für EUR/USD:

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD setzt das Instrument die Entwicklung eines Aufwärtstrendsegments fort. Die Politik von Donald Trump und die geldpolitische Ausrichtung der Fed bleiben wesentliche Faktoren für den langfristigen Rückgang der US-Währung. Die Ziele für das aktuelle Trendsegment könnten bis in den Bereich der 1,25er-Marke reichen. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin im Rahmen der globalen Welle 5 befindet, sodass ich im ersten Halbjahr 2026 mit steigenden Notierungen rechne. Kurzfristig erwarte ich jedoch eine Abwärtswelle (oder eine Serie von Wellen), da die Struktur a-b-c-d-e ebenfalls abgeschlossen wirkt. Leser können nach Bereichen und Niveaus für neue Long-Positionen mit Zielen im Bereich von 1,2195 und 1,2367 Ausschau halten, was 161,8 % bzw. 200,0 % Fibonacci entspricht.

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Wellenmuster für GBP/USD:

Das Wellenmuster für das Instrument GBP/USD wirkt recht klar. Die fünfteilige Aufwärtsstruktur hat ihre Bildung abgeschlossen, jedoch könnte die globale Welle 5 ein deutlich ausgedehnteres Erscheinungsbild annehmen. Ich gehe davon aus, dass wir in naher Zukunft den Aufbau eines korrigierenden Wellenzyklus beobachten könnten, nach dessen Abschluss der Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird. Daher empfehle ich, in den kommenden Wochen nach Möglichkeiten für neue Long-Positionen zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Donald Trump alle Chancen, den Bereich von 1,45–1,50 $ zu erreichen. Trump selbst begrüßt die Schwäche des Dollars. All seine Maßnahmen haben eine doppelte Wirkung: die Abwertung des Dollars und zugleich die Lösung innen-, außen-, handels- und geopolitischer Fragen.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und führen häufig zu Veränderungen.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt keine 100%ige Gewissheit über die Bewegungsrichtung, und die kann es auch nie geben. Vergessen Sie nicht, schützende Stop-Loss-Orders zu verwenden.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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