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FX.co ★ Bitcoin wandelt am Rande des Abgrunds

Bitcoin wandelt am Rande des Abgrunds

Bitcoin erholt sich nach dem Sturm im Januar und Februar. Vom Hoch im Oktober aus ist BTC/USD um mehr als 40 % eingebrochen und hat damit die Marktkapitalisierung des Kryptomarktes halbiert. Marktteilnehmer sind nun angespannt und achten auf jedes Anzeichen einer Trendstabilisierung. Ein Bruch der Unterstützung bei 60.000 könnte sich für digitale Vermögenswerte als katastrophal erweisen.

Diese Marke ist nicht nur eine runde psychologische Schwelle – dort konzentrieren sich große Verkaufsaufträge in BTC-gebundenen Derivaten, und ein erheblicher Anteil der durch Bitcoin besicherten Kredite hängt an diesem Niveau. Diese Kredite sind so strukturiert, dass Kreditgeber bei Kursrückgängen automatisch die hinterlegte Sicherheit einziehen, was Kursverluste zusätzlich verstärkt. Aus technischer Sicht fällt der Bereich um 60.000 zudem mit dem 200‑Tage‑Durchschnitt zusammen. Ein Durchbruch würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends hindeuten, verbunden mit weiteren Kursrückgängen in Richtung 50.000 und darunter.

Bitcoin wandelt am Rande des Abgrunds

Es gibt jedoch auch einige gute Nachrichten. Glassnode berichtet, dass Wallet-Inhaber mit 1.000 BTC und mehr – die sogenannten Krypto-Wale – begonnen haben, wieder aktiv Coins zu kaufen. Anfang Februar akkumulierten sie 53.000 Coins im Wert von rund 5 Milliarden US-Dollar. Ihre früheren Aktionen waren ein wesentlicher Treiber des BTC/USD-Rückgangs: Seit Mitte Dezember hatten sie 170.000 Coins im Wert von 11 Milliarden US-Dollar verkauft.

Ein Wechsel der Wale von Short- auf Long-Positionen könnte eher auf eine Verteilung spekulativer Positionen innerhalb des Abwärtstrends hinweisen als auf eine reine Akkumulation. Handelt es sich um eine Distribution und nicht um eine Akkumulation, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Konsolidierung mit einem Ausbruch aus dem bärischen Trend endet, als dass sie sich fortsetzt. Der entscheidende Vorbehalt ist, dass Bitcoin nicht unter 60.000 fallen darf – unterhalb dieses Niveaus können selbst große Marktteilnehmer den Kurs nicht mehr stützen.

Je weiter der Preis fällt, desto mehr Bären treten am Markt auf. In dieser Hinsicht erlaubt der vierte aufeinanderfolgende negative Fünf-Tage-Schlusskurs von BTC/USD vielen Investoren, düstere Schlüsse für die Zukunft des Tokens zu ziehen.

Bitcoin reagiert am stärksten auf die US-Technologieaktienindizes. Die anhaltende Rotation an den US-Aktienmärkten und die schwache Wochenentwicklung des Nasdaq Composite üben erheblichen Abwärtsdruck auf Bitcoin aus.

Umgekehrt hat die Unfähigkeit der Edelmetalle, sich zu erholen, die BTC-Bären gestärkt. Über einen längeren Zeitraum floss Kapital aus Krypto in Gold, Silber und vergleichbare Anlagen; nach den Ausverkäufen im Januar begannen Investoren, auch aus diesen Metallen Gelder abzuziehen. Die Konsolidierung von Bitcoin könnte bedeuten, dass digitale Assets wieder zu den Zielgrößen in den Allokationen der Anleger zählen.

Technisch zeigt der tägliche BTC/USD-Chart keine Anzeichen dafür, dass der Range-Handel beendet ist. In einer solchen Situation ist es am sinnvollsten, abzuwarten. Es bietet sich an, Pending Orders zu platzieren: eine Verkaufsorder bei 65.000 und eine Kauforder bei 72.000. Die Ausführung einer dieser Orders kann als Auslöser dienen, um Positionen zu eröffnen.

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*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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