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FX.co ★ EUR/USD Analyse am 18. Februar 2026

EUR/USD Analyse am 18. Februar 2026

EUR/USD Analyse am 18. Februar 2026

Die Wellenzählung im 4-Stunden-Chart für EUR/USD ist zwar nicht ideal, wirft aber keine größeren Fragen auf. Von einer Aufhebung des seit Januar letzten Jahres laufenden Aufwärtstrends kann weiterhin keine Rede sein; lediglich die innere Wellenstruktur wird gelegentlich angepasst. Meiner Ansicht nach hat das Währungspaar die Ausbildung der übergeordneten Welle 4 (unterer Chart) abgeschlossen. Wenn diese Annahme zutrifft, hat Welle 5 nun begonnen und befindet sich weiter im Aufbau. Welle 5 kann sich deutlich ausdehnen, mit potenziellen Zielen bis in den Bereich der Marke von 1,25.

Die interne Wellenstruktur der erwarteten Welle 5 ist nicht vollständig klar (oberer Chart). Aufgrund der relativ ausgeprägten Korrekturwellen kann die Aufwärtssequenz nicht als Impuls gewertet werden. Aktuell wird sie als a-b-c-d-e interpretiert. Sollte sich Welle 5 jedoch ausdehnen, dürfte auch ihre innere Struktur entsprechend komplex ausfallen. In diesem Fall könnte die Wellenzählung erneut angepasst werden. In jedem Fall rechne ich mit weiteren Anstiegen bei EUR/USD, wenngleich sich der Markt in den kommenden Tagen zunächst auf die Ausbildung einer korrektiven a-b-c-Struktur konzentrieren könnte.

Am Dienstag zeigte EUR/USD erneut dieselbe Amplitude und dasselbe Bewegungsmuster wie an den vorangegangenen fünf Handelstagen. An sechs der letzten sieben Handelstage war der Markt nahezu unbewegt. So lag die heutige Bewegungsspanne bei höchstens 25 Punkten, gestern waren es 20 Punkte. Der einzige Unterschied am Dienstag bestand darin, dass der Kurs fiel, anstatt seitwärts zu laufen. Was hat den Rückgang der Nachfrage nach dem Euro ausgelöst?

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens begann der Markt, mit neuen „taubenhaften“ Maßnahmen der EZB zu rechnen. Der letzte Inflationsbericht für die Eurozone zeigte eine Abschwächung auf 1,7 %. Ich hatte damals bereits darauf hingewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit einer neuen Zinssenkungsrunde deutlich gestiegen ist, was den Euro unter Druck setzen könnte. Bereits am nächsten Tag erklärte Christine Lagarde jedoch, sie sehe in der Abschwächung der Inflation auf 1,7 % kein Problem, da der Fokus auf dem langfristigen Durchschnitt liege und nicht auf einem einzelnen Bericht. Der Markt zeigte sich allerdings skeptisch, und die Nachfrage nach dem Euro ging weiter zurück.

Zweitens blieben die heute Morgen veröffentlichten Konjunkturerwartungen des ZEW-Instituts hinter den Markterwartungen zurück. Es handelt sich dabei nicht um die wichtigsten Daten, entsprechend fiel die Marktreaktion auch nicht besonders stark aus. Damit scheinen die Marktteilnehmer bereit zu sein, eine vollständige korrektive a-b-c-Struktur auszubilden. Sollte diese Annahme stimmen, könnte der Rückgang des Euro sich in Richtung der Marke von 1,17 fortsetzen.

EUR/USD Analyse am 18. Februar 2026

Gesamtfazit

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Währungspaar weiterhin den Aufwärtsteil des Trends ausbildet. Die Politik von Donald Trump und die Geldpolitik der Fed bleiben zentrale Faktoren, die eine langfristige Schwäche des US-Dollar begünstigen. Die Ziele für den aktuellen Trendabschnitt können sich bis in den Bereich von 25 erstrecken. Gegenwärtig gehe ich davon aus, dass das Instrument sich weiterhin in der globalen Welle 5 befindet, sodass ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit weiteren Anstiegen rechne. Kurzfristig kann das Paar jedoch im Rahmen einer Korrektur eine weitere Abwärtswelle ausbilden. Meiner Einschätzung nach ist es nun sinnvoll, sich auf die Identifizierung von Zonen und Niveaus für neue Käufe zu konzentrieren, mit Kurszielen um 1,2195 und 1,2367, was den Fibonacci-Niveaus von 161,8 % bzw. 200,0 % entspricht.

In einer kleineren Betrachtung ist der gesamte Aufwärtsteil des Trends sichtbar. Die Wellenzählung ist nicht standardisiert, da sich die Korrekturwellen in ihrer Größe unterscheiden. So ist beispielsweise die größere Welle 2 kleiner als die innere Welle 2 innerhalb der Welle 3. Solche Konstellationen kommen vor. Ich erinnere daran, dass es besser ist, auf den Charts klare Strukturen zu identifizieren, als starr jeder einzelnen Welle zu folgen. Die aktuelle Aufwärtsstruktur der Wellen ist klar erkennbar.

Zentrale Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und verständlich sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und ändern sich häufig.
  2. Wenn Sie sich hinsichtlich des Marktes nicht sicher sind, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt keine Gewissheit über die Bewegungsrichtung. Verwenden Sie stets schützende Stop-Loss-Orders.
  4. Die Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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