
Das Währungspaar GBP/USD notierte am Mittwoch schwächer, bei etwas höherer Aktivität als an den Vortagen. Das lässt sich leicht erklären. Am Morgen wurde in Großbritannien der Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,2 % auswies. Ehrlich gesagt hatten wir nicht mit einer derart starken Reaktion auf die britischen Makrodaten gerechnet. Gleichzeitig hatte der Markt auch nicht erwartet, dass die Arbeitslosigkeit in Großbritannien erneut steigen würde. Somit hat ein einziger Bericht der britischen Währung Probleme bereitet, just in dem Moment, als sie begann, sich an eine neue Phase des globalen Aufwärtstrends anzupassen.
Unterdessen sind Informationen über Marktbefürchtungen hinsichtlich der Angemessenheit einer starken geldpolitischen Lockerung durch die Federal Reserve in diesem Jahr aufgetaucht. Verschiedenen Berichten zufolge reduzieren diverse Hedgefonds ihre Short-Positionen im US-Dollar, in der Hoffnung, dass die amerikanische Wirtschaft weiterhin hohe Wachstumsraten aufweist und dass sich der Arbeitsmarkt nun endlich zu erholen beginnt. Experten verweisen außerdem auf die hartnäckige Kerninflation und legen nahe, dass weitere Zinssenkungen möglicherweise nicht sinnvoll wären.
Viele Fachleute betonen, dass sich die Lage jederzeit in jede Richtung drehen kann. Eine Dollar-Stärke vor dem Hintergrund nachlassender „taubenhaft“ geprägter Markterwartungen könnte zu erneuter Kritik am Fed-Kurs durch Donald Trump führen. Ab Mai, mit dem neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, könnte Trump erneut fordern, den Leitzins auf minimale Niveaus zu senken. Sollte die Inflation in den USA – wie in den vergangenen fünf Monaten – weiter zurückgehen, müsste die Fed unseres Erachtens bereits eine Fortsetzung des Zinssenkungsprogramms in Erwägung ziehen, da sonst das Risiko besteht, dass die Inflation unter das Zielniveau fällt.
Der Hauptgrund für den Rückgang der „dovishen“ Erwartungen liegt jedoch am US-Arbeitsmarkt. Viele Marktteilnehmer sahen sich durch den Non-Farm-Payrolls-Bericht für Januar ermutigt, der von einem Rückgang der Arbeitslosenquote begleitet wurde. Unserer Ansicht nach könnten beide Berichte im nächsten Monat nach unten revidiert werden, wie es in den letzten sechs Monaten mit US-Daten wiederholt der Fall war. Zudem dürfen wir die Daten zu den Non-Farm Payrolls für 2025 nicht außer Acht lassen, die Monat für Monat auf sehr geringe Werte nach unten revidiert wurden. Aus unserer Sicht ist der Markt erneut zu optimistisch für den US-Dollar, getragen von der jüngsten Entwicklung.
Im Tageschart könnte das Währungspaar GBP/USD unter die kritische Linie fallen, was die Aussichten für das britische Pfund deutlich eintrüben würde. Nach dem Anstieg von 1,3000 auf 1,3860 ist eine Korrektur zweifellos notwendig, und wir sind der Meinung, dass wir sie derzeit beobachten. Ja, sie zieht sich in die Länge und wirkt komplexer, doch im gleichen Tageschart ist klar zu erkennen, dass diese Korrektur nicht so gravierend ist, wie sie scheint. Nach unserer Einschätzung könnte die britische Währung bis auf 1,3400 fallen, bevor eine neue Aufwärtsbewegung einsetzt.

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaares GBP/USD beträgt über die letzten 5 Handelstage mit Stand 18. Februar 82 Pips und wird als „durchschnittlich“ eingestuft. Am Mittwoch, dem 18. Februar, erwarten wir, dass sich das Paar in einer Handelsspanne zwischen 1,3461 und 1,3625 bewegt. Der obere lineare Regressionskanal ist nach oben gerichtet, was auf eine Erholung des Trends hindeutet. Der CCI-Indikator ist in den überkauften Bereich eingetreten und signalisiert ein mögliches Ende der Korrektur.
Nächste Unterstützungszonen:
S1 – 1,3428
S2 – 1,3306
S3 – 1,3184
Nächste Widerstandszonen:
R1 – 1,3550
R2 – 1,3672
R3 – 1,3794
Handelsempfehlungen:
Das Währungspaar GBP/USD befindet sich weiterhin auf Kurs, seinen Aufwärtstrend im Jahr 2025 fortzusetzen, und die langfristigen Aussichten bleiben unverändert. Die Politik von Trump wird weiterhin Druck auf die US-Wirtschaft ausüben, weshalb wir 2026 nicht mit einem Wachstum der US-Währung rechnen. Selbst ihr Status als „Reservewährung“ spielt für Händler inzwischen kaum noch eine Rolle. Daher bleiben Long-Positionen mit Kurszielen bei 1,3916 und höher in der näheren Zukunft relevant, solange sich der Kurs oberhalb des gleitenden Durchschnitts befindet. Befindet sich der Kurs unterhalb der gleitenden Durchschnittslinie, können auf technischer (korrektiver) Basis kleine Short-Positionen mit Zielen bei 1,3461 und 1,3428 in Betracht gezogen werden. Gelegentlich zeigt die amerikanische Währung (im globalen Kontext) Korrekturen, doch für einen nachhaltigen Aufwärtstrend wären globale positive Impulse erforderlich.
Erläuterungen zu den Abbildungen:
Lineare Regressionskanäle helfen, den aktuellen Trend zu bestimmen. Zeigen beide in dieselbe Richtung, deutet dies auf einen starken laufenden Trend hin;
Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, geglättet) bestimmt den kurzfristigen Trend und damit die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte;
Murray-Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen;
Volatilitätsniveaus (rote Linien) kennzeichnen den wahrscheinlichen Preiskanal, in dem sich das Paar am folgenden Tag auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren voraussichtlich bewegen wird;
Der CCI-Indikator – sein Eintritt in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) deutet darauf hin, dass sich eine Trendumkehr in die Gegenrichtung nähert.
