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FX.co ★ Amerikanischer Dollar. Wöchentliche Vorschau

Amerikanischer Dollar. Wöchentliche Vorschau

Amerikanischer Dollar. Wöchentliche Vorschau

Amerika wird erneut die wichtigste Nachrichtenquelle am Devisenmarkt sein. Dabei geht es weniger um die Menge an Nachrichten, Ereignissen und Wirtschaftsberichten, sondern vielmehr um deren Bedeutung für den Dollar und den gesamten Währungsmarkt. Viele der Standardberichte, an die wir uns gewöhnt haben, wird es diesmal nicht geben. Streicht man alle zweitrangigen Daten, bleibt nur noch der PPI-Index am Freitag übrig – und auch der ist kaum von großer Relevanz. Allerdings könnte Donald Trump in der kommenden Woche eine Reihe neuer Entscheidungen treffen, die den Markt erneut kräftig durchrütteln.

Ich würde sogar sagen, dass der Nachrichtenhintergrund für die kommende Woche weniger wichtig ist als jener für dieses Wochenende. Zur Erinnerung: Am Freitag entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass die meisten von Donald Trump eingeführten Handelszölle rechtswidrig waren, doch der Präsident verhängte umgehend neue Zölle in Höhe von 10 % auf alle Länder. Am Samstag beschloss Trump, diese Zölle auf 15 % anzuheben. Heute ist Sonntag, und es würde mich nicht überraschen, wenn sie bis Montag auf 20 % steigen. Der Markt hat diese Informationen offensichtlich noch nicht eingepreist, da schlicht die Zeit dafür fehlte. Meine Logik ist einfach: Die US‑Währung hat im vergangenen Jahr wegen Trumps Politik, insbesondere seiner Handelsentscheidungen, nachgegeben. Da nun keine „endgültige Gerechtigkeit“ hergestellt wurde, die Zölle nicht aufgehoben werden und es keine Aussicht auf eine Rückerstattung der Zahlungen an ihre rechtmäßigen Eigentümer gibt, könnte der Markt den US‑Dollar nun wieder mit gutem Gewissen abstoßen.

Auf Basis all dessen liegt das Schicksal der Instrumente EUR/USD und GBP/USD in den Händen Trumps, der nicht bereit ist, bei den Zöllen zurückzurudern und einen schwachen Dollar als Lösung für das Handelsbilanzdefizit ansieht. Meiner Ansicht nach hat der Markt bereits am Freitag genügend Gründe erhalten, die Nachfrage nach der US‑Währung erneut zu verringern. Zur Erinnerung: Der BIP‑Bericht lag um 1,6 % unter den Markterwartungen.

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Wellenbild für EUR/USD:

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrendabschnitt ausbildet. Trumps Politik und die Geldpolitik der Fed bleiben entscheidende Faktoren für die langfristige Schwäche der US‑Währung. Die Ziele für den aktuellen Trendabschnitt können sich bis in den Bereich der 1,25 erstrecken. Aus meiner Sicht befindet sich das Instrument derzeit immer noch innerhalb der globalen Welle 5, weshalb ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit weiter steigenden Notierungen rechne. Die korrektive Struktur a‑b‑c kann jederzeit enden, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Meiner Meinung nach ist es jetzt sinnvoll, nach Zonen und Niveaus für neue Käufe mit Kurszielen im Bereich von 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was 161,8 % bzw. 200,0 % auf der Fibonacci‑Skala entspricht.

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Wellenbild für GBP/USD:

Das Wellenbild für das Instrument GBP/USD wirkt recht klar. Die fünfteilige Aufwärtsstruktur hat ihre Bildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 könnte eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Meiner Einschätzung nach bildet sich derzeit ein Korrekturwellenset aus, das bald enden könnte, woraufhin der Aufwärtstrend sich fortsetzt. Daher würde ich empfehlen, nach Möglichkeiten für neue Käufe mit Zielen oberhalb des Bereichs um 1,39 zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen.

Grundprinzipien meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und führen häufig zu Anpassungen.
  2. Besteht keine Klarheit darüber, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es kann niemals 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie daher nicht schützende Stop‑Loss‑Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombinieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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