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EUR/USD. Analyse und Prognose

EUR/USD. Analyse und Prognose

Heute, am Montag, setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Handel mit einer positiven Tendenz fort, was auf eine allgemeine Schwäche des US-Dollars zurückzuführen ist.

Am Freitag entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, dass Trump seine Befugnisse überschritten hatte, als er im Rahmen des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) weitreichende reziproke Zölle verhängte. Trotz dieses juristischen Rückschlags stellte US-Präsident Donald Trump klar, dass seine Handelsagenda unverändert bleibt, und kündigte umgehend ein neues Zollregime von 15% an. Die schnelle Umsetzung dieser Zölle hat jedoch die Sorgen der Märkte über mögliche negative Auswirkungen wiederauflebender Handelskonflikte verstärkt.

Zusätzlichen Druck auf den Dollar übte eine schwache Veröffentlichung des US-BIP aus, die die Wirkung der stärkeren Inflationsdaten ausglich und den Dollarindex von einem Vier-Wochen-Hoch zurückfallen ließ. Dies unterstützte den EUR/USD bereits den zweiten Tag in Folge.

EUR/USD. Analyse und Prognose

Die vorläufige Schätzung des US-BIP für das vierte Quartal zeigte zum Jahresende 2025 eine deutliche Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität, was teilweise auf einen lang anhaltenden Regierungsstillstand zurückzuführen ist. Auf annualisierter Basis verlangsamte sich das BIP-Wachstum von 4,4 % im dritten Quartal auf 1,4 % im Zeitraum Oktober bis Dezember und blieb damit deutlich hinter den Prognosen zurück. Gleichzeitig stieg der US-Kernindex der Konsumausgaben (core Personal Consumption Expenditures, PCE) im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,4 %, wobei die Jahresrate 3,0 % erreichte – den höchsten Stand seit November 2023. Dies untermauert die Erwartung, dass die Federal Reserve ihren Leitzins auf der anstehenden Sitzung im März unverändert lassen wird.

Dennoch preisen Händler weiterhin mit höherer Wahrscheinlichkeit ein, dass die US-Notenbank im Juni die Finanzierungskosten senken und die Zinsen im Jahr 2026 zweimal um jeweils 25 Basispunkte reduzieren wird. Ein solches mittelfristiges Szenario impliziert eine weitere Abschwächung des US-Dollars und verschafft EUR/USD zusätzliche Unterstützung. Gleichzeitig könnten die anhaltende Unsicherheit in Bezug auf die Amtszeit der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sowie steigende Risiken einer umfassenden Handelskonfrontation das Aufwärtspotenzial der Gemeinschaftswährung begrenzen.

Auch politische Faktoren in Europa sorgen für zunehmende Nervosität: Die Vorsitzende des Ausschusses für internationalen Handel des Europäischen Parlaments erklärte, dass die EU beabsichtigt, den Ratifizierungsprozess eines Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten auszusetzen, bis mehr Klarheit über die Handelspolitik der Trump-Regierung herrscht und detailliertere rechtliche Erläuterungen vorliegen. Das betreffende Abkommen sieht einen Zollsatz von 15 % auf einen beträchtlichen Teil der europäischen Exporte in die USA vor, während die meisten Abgaben auf amerikanische Waren abgeschafft würden – eine Konstellation, die bereits als asymmetrisch kritisiert worden ist.

Aus technischer Sicht müssen die Bullen zur Übernahme der Kontrolle über den Markt den 20-Tage-SMA überwinden, der knapp oberhalb des Niveaus von 1,1850 verläuft. Derzeit ist es wichtig, die runde Marke von 1,1800 zu verteidigen. Ein Unterschreiten könnte den Rückgang in Richtung 1,1740 oder auf das Februartief beschleunigen, wobei sich eine potenzielle Unterstützung in der Nähe des 50-Tage-SMA findet. Die Oszillatoren im Tageschart liefern gemischte Signale, was darauf hindeutet, dass das Währungspaar noch keine klare Richtung eingeschlagen hat.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Performance der wichtigsten Währungen für den heutigen Tag. Der US-Dollar verzeichnet die stärksten Gewinne gegenüber dem australischen Dollar.

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*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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