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FX.co ★ Die Nachfrage nach Gold bleibt stark

Die Nachfrage nach Gold bleibt stark

Gestern sind die Goldpreise gestiegen, da Händler weiterhin die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die Auswirkungen der US-Zölle auf den Welthandel einschätzten.

Die Nachfrage nach Gold bleibt stark

Der Ölpreis und der Metallpreis näherten sich der Marke von 5.200 US‑Dollar je Unze und legten in den letzten sechs Handelssitzungen um fast 6 % zu, da der Ausbau der amerikanischen Militärpräsenz im Nahen Osten die globalen Märkte in Alarmbereitschaft versetzt. Spannungen in dieser Energie‑Lieferregion führen traditionell zu steigenden Preisen für Öl und damit verbundene Metalle und spiegeln die Sorge vor möglichen Lieferunterbrechungen wider.

Kürzlich verhängte Washington Sanktionen gegen mehr als 30 Organisationen, die den Verkauf von iranischem Öl und Waffen unterstützen, und erhöhte damit den Druck auf Teheran im Vorfeld der anstehenden neuen Runde der Atomverhandlungen am Donnerstag in Genf. Diese restriktiven Maßnahmen, die darauf abzielen, die Exporterlöse des Iran zu verringern, schaffen einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor auf den Energiemärkten. Während die Welt die Entwicklungen der diplomatischen Bemühungen verfolgt, reagieren die Märkte auf die potenziellen Risiken, die sich aus einer Zuspitzung der geopolitischen Lage ergeben.

Der Anstieg der Metallpreise ist eine unmittelbare Folge der verstärkten US‑Militärpräsenz in der Region in Kombination mit dem Sanktionsdruck auf den Iran. Anleger ziehen es vor, ihre Portfolios abzusichern, indem sie Mittel in Anlagen umschichten, die typischerweise von steigenden Rohstoffpreisen in Phasen geopolitischer Instabilität profitieren. Zusammengenommen treiben diese Faktoren die Preise in die Höhe und sorgen für eine nervöse Stimmung an den Weltbörsen.

Im Rahmen der Verhandlungen könnte der Iran sich bereit erklären, sein Urananreicherungsniveau von 60 % auf 3,67 % zu senken. Darüber hinaus wird eine vorübergehende Aussetzung sämtlicher Urananreicherungsaktivitäten für einen Zeitraum von sieben Jahren diskutiert. Die neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ist für heute angesetzt.

Unterdessen hat die Regierung des US‑Präsidenten Donald Trump weitere Schritte unternommen, um ihre Zollpolitik beizubehalten, was die Beziehungen zu Handelspartnern zusätzlich belastet. Der US‑Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte, Trump werde eine Direktive unterzeichnen, mit der seine weltweiten Zölle auf 15 % angehoben werden. Zur Erinnerung: Der 10 %‑Zollsatz ist am Dienstag in Kraft getreten, nachdem das Oberste Gericht am vergangenen Freitag Trumps sogenannte reziproke Zölle aufgehoben hatte.

Die Nachfrage nach Gold bleibt stark

Die jüngsten Entwicklungen am Goldmarkt spiegeln eine Neubewertung der Unsicherheit im Zusammenhang mit den neuen Zöllen und den geopolitischen Risiken wider.

Für Käufer ist es entscheidend, den nächsten Widerstand bei 5.223 USD zu überwinden. Dadurch würde sich das Kursziel bei 5.317 USD eröffnen, wobei ein Ausbruch darüber hinaus recht schwierig werden dürfte. Das am weitesten entfernte Ziel liegt bei rund 5.416 USD. Sollte der Goldpreis fallen, werden die Bären versuchen, die Kontrolle unterhalb von 5.137 USD zu übernehmen. Gelingt ihnen das, würde ein Ausbruch aus dieser Spanne die Long-Positionen erheblich unter Druck setzen und Gold bis auf 5.051 USD drücken, mit dem Potenzial, sogar 4.975 USD zu erreichen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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