Im Stundenchart hat sich das Währungspaar GBP/USD am Mittwoch oberhalb der Marke von 1,3526–1,3539 gefestigt. Dies eröffnet die Möglichkeit eines weiteren Anstiegs in Richtung des Widerstandsbereichs bei 1,3595–1,3620. Eine Stabilisierung der Kurse unterhalb der Zone von 1,3526–1,3539 würde hingegen den US-Dollar begünstigen und eine Fortsetzung des Rückgangs in Richtung der Unterstützungszone bei 1,3437–1,3470 wahrscheinlich machen.

Die Wellensituation bleibt „bärisch“. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle konnte das vorherige Hoch nicht durchbrechen, während die letzte Abwärtswelle das vorherige Tief unterschritten hat. Um den Trend wieder auf „bullisch“ zu drehen, ist entweder eine Konsolidierung oberhalb des letzten Hochs bei 1,3730 oder zwei aufeinanderfolgende bullische Wellen erforderlich. Der Nachrichtenhintergrund für das Pfund war in den letzten Monaten schwach, doch auch der Nachrichtenfluss aus den USA hat die Trader nur selten wirklich zufriedenstellen können. In letzter Zeit steckt das Pfund in einer „schwarzen Serie“, wird jedoch regelmäßig von Donald Trump unterstützt, was die Bullen betrifft.
Am Mittwoch hatte der Nachrichtenhintergrund keinen Einfluss auf die Stimmung der Trader, da er schlichtweg ausblieb. Auch heute wird die Situation nicht besser sein, da der Markt lediglich auf die Veröffentlichung der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe wartet. Allerdings soll heute in Genf die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und Iran stattfinden, sodass die Trader bis zum Tagesende Nachrichten erhalten könnten, die sie dazu zwingen, die Strategie der letzten Wochen zu überdenken. Der Großteil des Marktes geht derzeit davon aus, dass Trump Teheran nicht dazu zwingen kann, seine Nuklearentwicklung einzustellen. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit einer Einigung zwischen den beiden Ländern äußerst gering. Sollte keine Vereinbarung zustande kommen, ist Trump bereit, zahlreiche Angriffe auf Iran anzuordnen und schließt eine umfassende Militäroperation zum Sturz der aktuellen Regierung nicht aus. In Erwartung dieser Ereignisse hat der Markt den Dollar als sicheren Hafen genutzt, doch nun nähert sich der Moment der Entscheidung. Diejenigen, die sich vor einer Militäraktion Trumps gefürchtet haben, haben ihre Vermögenswerte bereits in den Dollar umgeschichtet.
Im 4-Stunden-Chart fiel das Paar bis in den Unterstützungsbereich von 1,3369–1,3435, prallte von dort ab und drehte zugunsten des Pfunds. Ein Aufwärtstrend hat begonnen, bleibt jedoch weiterhin innerhalb des fallenden Trendkanals. Daher ist mit einem stärkeren Anstieg des Paares erst zu rechnen, wenn sich der Kurs oberhalb dieses Korridors stabilisiert. In diesem Fall werden die Bullen erneut das Fibonacci-Niveau von 127,2 % bei 1,3795 ins Visier nehmen. Aktuell sind auf keinem der Indikatoren neue Divergenzen zu erkennen.
Commitments of Traders (COT) Report:

Die Stimmung der Händlerkategorie „Non-commercial“ ist in der letzten Berichtswoche etwas weniger bullisch geworden. Die Zahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen verringerte sich um 6.358, während die Zahl der Short-Positionen um 10.236 zunahm. Die Lücke zwischen Long- und Short-Positionen liegt nun effektiv bei 82.000 gegenüber 124.000. In den vergangenen Monaten hatten die Bären häufiger die Oberhand, doch bei Euro-Kontrakten stellt sich die Situation genau umgekehrt dar. Ich glaube nach wie vor unter keinen Umständen an einen ausgeprägten Abwärtstrend beim Pfund.
Aus meiner Sicht wirkt das Pfund weiterhin weniger „gefährlich“ als der Dollar. Und genau darin liegt sein Hauptvorteil. Kurzfristig könnte die US-Währung am Markt phasenweise auf Nachfrage stoßen, auf längere Sicht jedoch nicht. Die Politik von Donald Trump hat zu einem deutlichen Rückgang am Arbeitsmarkt geführt, und die Federal Reserve ist gezwungen, die Geldpolitik zu lockern, um die Schaffung von Arbeitsplätzen anzukurbeln. Auch die militärische Aggression der USA und der Handelskrieg tragen nicht gerade zur Zuversicht der Dollar-Bullen bei.
Wirtschaftskalender für die USA und das Vereinigte Königreich:
USA – Veränderung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (13:30 UTC).
Am 26. Februar steht im Wirtschaftskalender nur ein einziger, eher unbedeutender Termin. Der Einfluss des Nachrichtenumfelds auf die Marktstimmung wird am Donnerstag äußerst gering oder gar nicht spürbar sein.
GBP/USD Prognose und Handelstipps:
Verkäufe des Währungspaares waren nach einem Rückprall vom Bereich 1,3526–1,3539 im Stundenchart mit Ziel 1,3437–1,3470 möglich. Das Ziel wurde erreicht. Käufe waren nach einem Rückprall vom Bereich 1,3437–1,3470 im Stundenchart mit Ziel 1,3526–1,3539 möglich. Auch dieses Ziel wurde erreicht. Das neue Ziel liegt bei 1,3595–1,3620.
Die Fibonacci-Retracement-Gitter sind im Stundenchart ausgehend von 1,3470–1,3010 und im 4-Stunden-Chart ausgehend von 1,3431–1,2104 konstruiert.
