
Bereits den zweiten Tag in Folge bewegt sich XAU/USD in einer Handelsspanne von 5150,00–5200,00. Versuche, sich oberhalb von 5200,00 zu etablieren, haben bislang noch keinen nachhaltigen Auftrieb erhalten, was die Zurückhaltung der Anleger im Vorfeld wichtiger geopolitischer und makroökonomischer Ereignisse widerspiegelt. Die seitwärts gerichtete Kursentwicklung deutet auf ein Gleichgewicht zwischen der Nachfrage nach sicheren Anlagen aufgrund geopolitischer Risiken und der Unterstützung des US-Dollar vor dem Hintergrund angepasster Fed-Zinserwartungen hin.

Trotz der aktuellen Konsolidierung bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Nach einer Korrektur vom Allzeithoch im Bereich von 5598,00 bildete der Kurs im Bereich von 4400,00 eine Basis aus und erholte sich anschließend, wobei eine Struktur höherer Tiefs entstand.
Im Hauptszenario, das weiterhin auf fundamentalen Einschätzungen beruht, rechnen wir mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Ein Ausbruch über das Donnerstagshoch bei 5204,00 könnte als erstes Signal für neue Käufe dienen, gefolgt von einem Durchbruch über das Wochenhoch bei 5250,00.
Bleiben unerwartete und nicht eingepreiste Ereignisse aus, bietet ein Rücksetzer an die Unterstützungsniveaus von 5100,00 (200-EMA im 1‑Stunden‑Chart), 5000,00 und 4918,00 (200-EMA im 4‑Stunden‑Chart) zusätzliche Chancen, Long-Positionen zu günstigeren Kursen einzugehen.
Die technischen Indikatoren (in diesem Fall RSI, OsMA und Stochastic) deuten zwar auf kurzfristigen Zeitebenen auf Short-Positionen hin, bleiben jedoch auf Tages‑, Wochen‑ und Monatsbasis auf der Seite der Käufer und signalisieren damit weiteres Aufwärtspotenzial.

Gleichzeitig ist für die Wiederaufnahme eines vollständigen bullischen Impulses ein überzeugender Ausbruch über 5240,00–5250,00 erforderlich.
Bullisches Szenario (Eskalation geopolitischer Risiken, schwache Inflationsdaten in den USA, schwächerer Dollar): Ein Ausbruch über 5200,00 mit nächstgelegenen Kurszielen bei 5250,00 und darüber hinaus – bis 5500,00.
Bärisches Szenario (diplomatischer Durchbruch zwischen den USA und Iran, starke Inflationsdaten in den USA, steigende Renditen und festerer Dollar): Ein Ausbruch unter die kurzfristige Unterstützungszone bei 5122,00 (144-EMA im 1-Stunden-Chart) – 5100,00 (200-EMA im 1-Stunden-Chart) und ein Rückgang auf 4804,00 (50-EMA im Tageschart) – 4680,00, von wo aus erneut Käufe geplant werden können.
Strategisch bleibt Gold durch die anhaltende geopolitische Instabilität, Handelsrisiken und die Erwartungen zukünftiger Fed-Lockerungen (auch wenn sich die Zeitpläne verschieben) unterstützt.
Die kurzfristige Entwicklung wird jedoch von Schlüsselfaktoren abhängen: US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten, den Renditen 10-jähriger USTs, den Ergebnissen der Verhandlungen zwischen den USA und Iran sowie der Rhetorik der Fed.
Unterstützungsniveaus:
5150,00, 5120,00, 5100,00, 5000,00, 4918,00, 4900,00, 4804,00, 4700,00, 4680,00, 4600,00
Widerstandsniveaus:
5200,00, 5205,00, 5220,00, 5250,00, 5300,00, 5400,00, 5500,00, 5600,00, 5700,00
Handelsszenarien:
- Hauptszenario: Buy Stop bei 5210,00, 5220,00. Stop-Loss bei 5150,00, 5120,00. Ziele: 5250,00, 5300,00, 5400,00, 5500,00, 5600,00, 5700,00
- Alternatives Szenario: Sell Stop bei 5150,00, 5120,00. Stop-Loss bei 5210,00, 5220,00. Ziele: 5100,00, 5000,00, 4918,00, 4900,00, 4804,00, 4700,00, 4680,00, 4600,00
Hier entsprechen die „Ziele“ den Unterstützungs-/Widerstandsniveaus. Das bedeutet auch nicht, dass sie zwangsläufig erreicht werden, aber sie können als Orientierung bei der Planung und Platzierung Ihrer Trades dienen.
