
Der Beginn einer US-Militäroperation gegen den Iran, untermauert durch entsprechende Äußerungen von Präsident Donald Trump, war der zentrale geopolitische Schock des Wochenendes. Nach offiziellen Quellen und operativen Lageberichten hat Washington Maßnahmen eingeleitet, die auf einen Regimewechsel in Teheran abzielen. Parallel dazu berichteten mehrere Medien von „präventiven Schlägen“ Israels gegen iranische Ziele. Als Reaktion darauf wurden US-Militäreinrichtungen in mehreren Ländern der Region – von den VAE und Bahrain bis Kuwait und Katar – angegriffen. Iranische Stellen veröffentlichten zudem Navigationsanweisungen für Schiffe, die die Straße von Hormus passieren.
Die Operation begann nur zwei Tage nach einer weiteren Gesprächsrunde zwischen iranischen und US-Delegationen in der Schweiz. Berichten zufolge war die Enttäuschung über den Ausgang dieser Treffen einer der Auslöser für die plötzliche Eskalation. Die halboffizielle Agentur Mehr meldete eine Explosion auf der Insel Kharg – dem Standort eines wichtigen Exportterminals – und schürte damit umgehend Befürchtungen über mögliche Störungen der Ölversorgung. Gleichzeitig warnten The Economist und andere Analysehäuser, dass für die Regierung Trump das Risiko bestehe, dass sich die Operation zu einer langwierigen, schlecht definierten Kampagne auswachsen könnte – ähnlich wie frühere Engagements der USA im Nahen Osten.
Die Märkte reagierten schnell, aber selektiv
Öl- und Goldpreise legten zu. Angesichts der Drohung einer Blockade der Straße von Hormus und zunehmender militärischer Aktivitäten sichern Investoren Risiken typischerweise über Rohstoff- und Edelmetallwerte ab. Auch Kryptowährungen zeigten Volatilität, da sie sowohl auf geopolitische Risiken als auch auf die allgemeinen Liquiditätsströme empfindlich reagieren. Die Aktienindizes zeigten zumindest zunächst eine gewisse Widerstandskraft. Portfolios werden umgeschichtet, aber ein massenhafter Ausverkauf globaler Risikoanlagen ist bislang ausgeblieben – zumindest vorerst.
Für Unternehmen und Händler bleibt das Szenario kaum kalkulierbar. Militärische Operationen haben stets langfristige Nebenwirkungen:
- direkte Angriffe auf Infrastruktur und Logistik
- zunehmende politische Instabilität
- höhere Versicherungs- und Logistikkosten
- steigende Risikoprämien
In der Summe beeinflussen diese Faktoren Unternehmensplanungen und Investitionsentscheidungen. Am verwundbarsten bleiben jene Sektoren, die auf stabile Energieversorgung und internationale Logistikketten angewiesen sind:
- Oil & Gas
- Schifffahrt
- Metalle
Die Politik bleibt der zentrale Faktor für die Einschätzung weiterer Entwicklungen. Aussagen zur Zeitdauer der Operation – „etwa vier Wochen“ – verstärken die Unsicherheit zusätzlich. Kurzfristiger Schutz über Rohstoffe und defensive Anlagen erscheint folgerichtig, doch strategische Entscheidungen zur Positionierung in Aktien und Anleihen sollten zwei Szenarien berücksichtigen: eine rasche diplomatische Deeskalation oder eine in die Länge gezogene Kampagne mit dauerhaften Folgen für Welthandel und Energieversorgung. Unter hoher Unsicherheit gelten Liquidität, Flexibilität und die Bereitschaft zu schneller Portfolioanpassung an operative und diplomatische Entwicklungen als wichtigste Leitprinzipien.
Wird Öl den März mit einem Gap eröffnen?
Viele Experten bringen das Timing der Schläge mit der Annahme in Verbindung, dass der Ölpreis an einem normalen Handelstag kurzfristig über 100 US-Dollar je Barrel hätte schießen können. Möglich ist, dass der Montag, 2. März, mit einem deutlichen Kurssprung (Gap) eröffnet. Reuters berichtet von beispiellosen Reaktionen der Schifffahrtsbranche auf die Eskalation im Persischen Golf. Daten von MarineTraffic zeigen, dass Hunderte Schiffe im Bereich der Straße von Hormus vor Anker gegangen sind – nicht nur Öl- und LNG-Tanker, sondern auch Dutzende Containerschiffe. Rund 150 Tanker liegen auf der offenen Seeseite vor der Einfahrt zur Straße, weitere Schiffe blockieren die Passage auf der Innenseite.
Ähnliche Massenankerkungen wurden in den Ausschließlichen Wirtschaftszonen der Küstenstaaten der Region – Kuwait, VAE und andere – verzeichnet. Unter diesen Umständen haben Reeder und große Handelshäuser Durchfahrten durch die Straße vorübergehend ausgesetzt, bis sich die Lage klärt und die Risiken zurückgehen. Die Intensität der Angriffe hat bereits zu realen Zwischenfällen geführt: Berichten zufolge wurde der Öltanker Skylight von einem Raketenangriff getroffen und begann zu sinken. Al Jazeera meldete zudem ein Feuer an Bord eines weiteren Schiffs – der MKD Voyager. Diese Ereignisse verstärkten die Sorge um die Sicherheit dieser Schlüsselschifffahrtsroute, über die rund ein Fünftel der weltweiten seegestützten Öltransporte läuft.
Dies umfasst die Exporte aus Saudi-Arabien, den VAE, Irak, Kuwait und Iran sowie einen erheblichen Anteil von Katars verflüssigtem Erdgas. Entsprechend schlagen sich länger anhaltende Unterbrechungen bei Förderung oder Transit von Schiffen umgehend in der Einschätzung der global verfügbaren Energieversorgung nieder. Internationale maritime Dienste und Analysten warnen vor den Folgen. Das von den USA betriebene Joint Maritime Information Center vermerkt:
- verstärkte Marinepräsenz
- zu erwartende Staus in Ankerzonen
- häufigere Störungen im VHF-Funkverkehr
- sprunghafte Volatilität an den Versicherungsmärkten
Praktisch bedeutet dies einen deutlichen Anstieg der Prämien für Kriegs- und Piraterierisiken, Lieferverzögerungen und höhere Logistikkosten – Faktoren, die rasch inflationäre Effekte für Verbraucher und Industrie erzeugen. Die Beratungsfirma Rystad Energy hält in ihrem Bericht ein Szenario für möglich, in dem Brent bereits am 2. März um 20 US-Dollar je Barrel steigt, wenn die Blockade anhält und rund 15 Millionen Barrel Tagesvolumen durch Hormus ausfallen. Diese Schätzung hängt allerdings stark von der Dauer der Sperrung und der Wirksamkeit von Umleitungen ab.
OPEC+ führt bereits interne Gespräche, die auch eine stärkere Ausweitung der Förderung zur Abfederung möglicher Ausfälle umfassen könnten. Das Bündnis muss zwischen Preisstützung und Angebotsstabilisierung abwägen. In der Praxis bedeutet das, politische Bereitschaft zur Marktunterstützung gegen die technische Fähigkeit der Förderländer abzuwägen, die Produktion kurzfristig hochzufahren. Zwar übersteigt das weltweite Angebot die Nachfrage grundsätzlich weiterhin, doch eine Reihe lokaler Störungen (von Angriffen auf einzelne Anlagen bis hin zu Sanktionen und logistischen Beschränkungen) hat den verfügbaren Überschuss aufgezehrt.
Hinzu kommt, dass ein erheblicher Teil dieses „Überschuss“-Öls unter Sanktionen steht oder in strategischen Reserven – insbesondere in China – lagert, was die operative Marktliquidität in einer Krise begrenzt. Für Marktteilnehmer und Importeure sind die Konsequenzen klar:
- größere Volatilität der Energiepreise
- höhere Frachtversicherungskosten
- Umleitung von Schifffahrtsrouten mit längeren Transitzeiten und höheren Kosten
Hält die Blockade der Straße an, werden Importeure gezwungen sein, Verträge neu zu verhandeln und Alternativen zu suchen, was den Inflationsdruck in energieabhängigen Volkswirtschaften weiter erhöht.
Führen Diplomatie oder militärische Deeskalation zur Wiederherstellung des Transits, könnte der Markt einen Teil der verlorenen Volumina zurückgewinnen und die Preise könnten nachgeben – doch solche Korrekturen gehen üblicherweise mit erhöhter Volatilität und einer längeren Neubewertung von Risiken einher. Die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten haben Analysten und Portfoliomanager gezwungen, die ökonomischen Folgen der Eskalation neu zu bewerten. In einem Kommentar von Bloomberg führen mehrere Experten den Anstieg des geopolitischen Risikos in erster Linie auf den Ölkanal zurück. Sollten höhere Ölpreise anhalten, könnte dies einen kurzfristigen Sprung bei den Inflationserwartungen auslösen und dadurch den Druck auf die Aktienmärkte erhöhen.
Kevin Gordon von Charles Schwab weist darauf hin, dass ein anhaltender Anstieg der Energiepreise einen „Inflationsschock“ erzeugen würde, der die Marktstimmung deutlich eintrüben und die Risikobereitschaft senken könnte. Francis Tan von Indosuez Wealth Management erwartet eine unmittelbare Reaktion in Asien, die anschließend auf Europa und die USA übergreifen dürfte: „Wenn Brent die Marke von 100 US-Dollar je Barrel überschreitet, wird eine Risk-off-Eröffnung zu Abwärts-Gaps führen und eine Überprüfung der Erwartungen für Fed-Zinssenkungen im Jahr 2026 erzwingen.“ Besonders schmerzhaft wäre dies für das Wachstum im Technologiesektor. Rajiv De Mello schätzt, dass eine langanhaltende Eskalation vor allem die Schwellenländer treffen würde, in denen Öl einen bedeutenden Anteil an der Importrechnung ausmacht und direkt auf Inflation und Leistungsbilanz wirkt.
Wo findet man jetzt einen „Safe Haven“?
Vor diesem Hintergrund ist die Nachfrage nach sicheren Häfen deutlich wieder aufgeflammt. US Treasuries haben ihre Rolle als defensiver Vermögenswert erneut aufgenommen. Der Markt für Staatsanleihen im Volumen von 30 Billionen US-Dollar hat seine Funktion als sicherer Hafen abermals unter Beweis gestellt: Im Februar erwirtschafteten Staatsanleihen für Investoren bemerkenswerte Renditen (rund 1,5 % im Monatsverlauf – das beste Ergebnis seit dem vergangenen Februar), und Papiere mit langen Laufzeiten liegen seit Beginn des Beobachtungszeitraums etwa 4 % im Plus. Laut EPFR flossen in den ersten beiden Monaten des Jahres netto rund 16,3 Milliarden US-Dollar in Staatsanleihen, was die wiederauflebende Nachfrage nach sicheren Instrumenten in unsicheren Zeiten bestätigt.
Portfoliomanager führen dies auf eine Kombination von Faktoren zurück:
- geopolitische Risiken
- Sorgen über die Entwicklung im Unternehmens- und Kreditsegment
- durch Debatten über die Auswirkungen von AI auf das Wirtschaftswachstum getriebene Volatilität
„Treasuries werden ein attraktiver Zufluchtsort bleiben“, fasst James Etay von Marlborough zusammen. Regionale Besonderheiten spielen ebenfalls eine Rolle: Besonders auffällig sind die Käufe japanischer Staatsanleihen. Ausländische Investoren haben ihre Bestände im Februar erhöht – eine der größten monatlichen Kaufwellen laut lokalen Registern. Dies ist Teil eines breiteren Bildes, in dem große Staatsanleihemärkte als Umverteilungspunkte für globales Risiko dienen. Trotz dieser Zuflüsse bleiben Experten vorsichtig.
Steigende Ölpreise haben das Profil des globalen Angebotsüberschusses zwar abgeflacht, doch insgesamt übersteigt das Angebot die Nachfrage weiterhin. Die künftige Entwicklung der Kraftstoffpreise wird maßgeblich davon abhängen, wie lange Transitwege blockiert bleiben und wie effektiv OPEC+ die Produktion zur Kompensation von Ausfällen erhöhen kann. Zudem würde eine durch die Eskalation ausgelöste, nachhaltig erhöhte Inflationserwartung die Aufgaben der Zentralbanken verkomplizieren und erwartete geldpolitische Lockerungen verzögern oder in ihrem Tempo verändern können.
Beschleunigte technologische Umbrüche und zunehmende geopolitische Spannungen haben die Marktunsicherheit erhöht, was sich in wieder aufflammenden Volatilitätsspitzen widerspiegelt. Die aktive Einführung von KI-Tools wirft Fragen zur Gewinnstruktur und zur Preissetzungsmacht ganzer Sektoren auf – ein Faktor, der sich wiederholt in starken Bewegungen des S&P 500 niedergeschlagen hat; Rückgänge von mehr als 1,6 % innerhalb einer einzelnen Sitzung sind zuletzt zur Normalität geworden. Zusätzlicher Druck kommt aus der Lage im Nahen Osten und der wachsenden Sorge um das rund 1,8 Billionen US-Dollar schwere Segment der Private Credit-Märkte – all dies zwingt Anleger dazu, ihre Portfoliorisiken neu zu bewerten.
Unter diesen Bedingungen rücken Treasuries wieder als defensiver Vermögenswert in den Mittelpunkt. Obwohl die Renditen bereits auf die Nachrichtenlage reagiert haben, bewegen sich die Papiere weiterhin innerhalb der seit September etablierten Spanne:
- 2-jährige Papiere handeln im Korridor von 3,4–3,6 %
- 10-jährige Papiere liegen nahe der Untergrenze um 4 %
In den kommenden Tagen wird vor allem der Konjunkturkalender zum entscheidenden Auslöser. Arbeitsmarktdaten können die Erwartungen an die Fed-Politik neu justieren und die Marktstimmung rasch drehen. Händler sehen derzeit kaum Chancen für eine Zinssenkung im März; dennoch preist der Markt bis Jahresende weiterhin mindestens zwei Senkungen ein. Der Ausblick wird besonders relevant, sobald Kevin Warsh das Amt des Fed-Chair offiziell übernimmt. Die Handelspolitik der USA befindet sich in einer deutlichen Neuausrichtung: Nach der Entscheidung des Supreme Court, die den Einsatz des IEEPA für massenhafte Strafzölle einschränkte, ist die Regierung zügig auf Section 122 des Trade Act von 1974 umgeschwenkt, hat einen befristeten globalen Satz von 10 % eingeführt und sich die Möglichkeit offengehalten, diesen auf 15 % anzuheben.
Auf den ersten Blick wirkt dies wie die Beibehaltung des „Druck-Instrumentariums“, bei näherem Hinsehen mildert das neue Modell den potenziellen Schlag für den Welthandel jedoch deutlich ab. Die praktische Wirkung ist zweigeteilt:
- Einerseits behält die Regierung ein kurzfristig einsetzbares Druckmittel – das 150-Tage-Regime von Section 122 erlaubt eine schnelle Umsetzung von Maßnahmen und setzt zugleich Anreize für Verhandlungen mit Handelspartnern.
- Andererseits verringert ein breites Spektrum an Ausnahmen die Wahrscheinlichkeit großflächiger Störungen der Lieferketten und begrenzt den unmittelbaren inflationären Effekt auf die Verbraucher- und Erzeugerpreise in den USA.
Unterm Strich erscheint die neue Tarifarchitektur als eine gezieltere und verfahrensmäßig stärker eingehegte Alternative zur früheren, deutlich willkürlicheren Praxis. Von einer automatischen und unmittelbaren Lockerung der Geldpolitik kann zwar keine Rede sein, doch der Wechsel im Zollregime reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass handelspolitische Maßnahmen zum Treiber einer neuen Inflationswelle werden.
2. März
2. März, 01:00 / Australien / S&P Global Manufacturing PMI, Februar / vorh.: 51,6 / akt.: 52,3 / prog.: 51,5 / AUD/USD – fällt
Der australische PMI lag im Januar bei 52,3 und signalisierte damit eine anhaltende Expansion des Sektors. Im Februar geriet der Index durch ein langsameres Wachstum bei den Neuaufträgen und einen leichten Rückgang der Produktion unter Druck; die Exporte leisteten nur begrenzte Unterstützung und konnten die schwache Binnennachfrage nicht ausgleichen. Die Inputkosteninflation beschleunigte sich, Unternehmen erhöhten ihre Verkaufspreise, und das Beschäftigungswachstum fiel auf ein Viermonatstief, was die Margen einengte. Liegt der Februarwert nahe der Prognose von 51,5, würde dies auf nachlassende Dynamik in der Industrie hindeuten und den australischen Dollar belasten.
2. März, 03:30 / Japan / S&P Global Manufacturing Business Activity Index / vorh.: 50,0 / akt.: 51,5 / prog.: 52,8 / USD/JPY – fällt
Der japanische PMI lag im Januar bei 51,5 und zeigte eine Erholung von Produktion und Aufträgen. Die Februarprognose unterstellt eine weitere Verbesserung auf 52,8, gestützt durch eine robuste Inlandsnachfrage und eine Belebung der Exportlieferungen, darunter Halbleiteraufträge. Unternehmen berichten allerdings von steigenden Inputkosten, die den Margendruck erhöhen, insgesamt bleibt die Stimmung jedoch positiv. Bestätigt sich die Prognose, könnte der Yen aufwerten.
2. März, 04:30 / Australien / ANZ–Indeed Job Ads, Februar / vorh.: -0,8 % / akt.: 4,4 % / prog.: -2,3 % / AUD/USD – fällt
Die Zahl der Stellenanzeigen auf der ANZ–Indeed-Plattform ist im Dezember nach einem revidierten Rückgang im November um 4,4 % gestiegen und deutet auf einen vorübergehenden Anstieg der Arbeitskräftenachfrage im Einzelhandel und im Dienstleistungssektor hin. Der Bericht zeigt, dass die Arbeitsmarktenge weiterhin über dem Vorkrisenniveau liegt. Für Februar wird ein Rückgang erwartet. Fällt die Zahl der Stellenanzeigen wie prognostiziert auf -2,3 %, würde dies die Beschäftigungsaussichten eintrüben und den australischen Dollar belasten.
2. März, 08:30 / Australien / Rohstoffpreisindex, Februar / vorh.: -3,2 % / akt.: 2,6 % / prog.: 1,2 % / AUD/USD – fällt
Im Januar erholte sich der Rohstoffpreisindex auf 2,6 %, gestützt durch Zuwächse bei:
- Gold
- Lithium
- landwirtschaftlichen Erzeugnissen
- Eisenerz und Kohle blieben schwach. Der monatliche Anstieg war deutlich und verweist auf kurzfristige Volatilität an den Rohstoffmärkten. Die Prognose für Februar geht von einer Verlangsamung des Anstiegs aus, was ebenfalls auf dem australischen Dollar lasten dürfte.
2. März, 09:00 / Russland / S&P Global Manufacturing PMI / vorh.: 48,1 / akt.: 49,4 / prog.: 49,6 / USD/RUB – fällt
Der russische PMI stieg im Januar von 48,1 im Dezember auf 49,4 und spiegelte damit die geringste Kontraktion seit Monaten sowie eine teilweise Stabilisierung der Produktion wider.
- Die Neuaufträge gingen nur moderat zurück.
- Die Exportverkäufe blieben schwach.
- Die Beschäftigung nahm weiter ab.
- Unternehmen berichteten nach der Mehrwertsteuererhöhung von höheren Inputkosten.
Unter diesen Bedingungen würde ein Februarwert nahe 49,6 auf eine weitere Stabilisierung der Geschäftstätigkeit hindeuten und den Rubel stützen.
Im Januar zeigte der Nationwide-Index ein jährliches Hauspreiswachstum von 1,0 % nach 0,6 % im Dezember und spiegelte damit eine anziehende Nachfrage wider, während die Hypothekenzinsen sanken und die Erschwinglichkeit zunahm. Regionale Unterschiede bestehen fort:
- Die Preise in London steigen schneller
- Northern Ireland schwächt sich ab
Die Februarprognose weist auf eine moderatere Beschleunigung auf 0,7 % hin, was das Pfund stützen dürfte.
2. März, 10:00 / Deutschland / Einzelhandelsumsätze, Januar / vorh.: 1,3 % / akt.: 1,5 % / prog.: 1,9 % / EUR/USD – steigt
Die deutschen Einzelhandelsumsätze sind im Dezember um 1,5 % gestiegen, lagen damit über dem langfristigen Durchschnitt und signalisierten eine gewisse Erholung der Konsumnachfrage. Die Daten deuten auf rege Einkaufsaktivität während der Rabattaktionen und in bestimmten Segmenten hin. Für Januar wird eine weitere Beschleunigung erwartet; eine Bestätigung würde den Euro stützen.
2. März, 11:55 / Deutschland / HCOB Manufacturing PMI, Februar / vorh.: 47,0 / akt.: 49,1 / prog.: 50,7 / EUR/USD – steigt
Vorläufige HCOB-Daten zeigen, dass der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar auf 50,7 gestiegen ist und damit nach einer längeren Schwächephase wieder in die Expansionszone vorgedrungen ist. Produktion und Neuaufträge legten kräftig zu, obwohl die Beschäftigung weiter zurückging. Unternehmen berichteten von höheren Inputkosten und leicht steigenden Verkaufspreisen. Erreicht der Februarwert wie prognostiziert die Expansionszone (50,7), wäre dies positiv für den Euro.
2. März, 12:00 / Euroraum / HCOB Manufacturing PMI, Februar / vorh.: 48,8 / akt.: 49,5 / prog.: 50,8 / EUR/USD – steigt
Der HCOB-PMI für den Euroraum lag im Januar bei 49,5 und signalisierte damit bereits eine Erholung von Produktion und Auftragseingang, gestützt durch Exportzuwächse und eine festere Inlandsnachfrage. Unternehmen berichten weiterhin von steigenden Inputkosten und einer verhaltenen Beschäftigungsentwicklung. Die Februarprognose sieht einen Übergang in die Expansionszone bei 50,8 vor, was den Euro zusätzlich unterstützen würde.
2. März, 12:30 / UK / S&P Global Manufacturing PMI, Februar / vorh.: 50,6 / akt.: 51,8 / prog.: 52,0 / GBP/USD – steigt
Der britische PMI lag im Januar bei 51,8:
- die Produktion beschleunigte sich
- die Auslandsnachfrage nahm spürbar zu (insbesondere aus den USA und der EU). Gleichzeitig bauen die Unternehmen weiterhin Lagerbestände und Beschäftigung ab, während steigende Input- und Verkaufspreise auf die Margen drücken.
Für Februar wird eine weitere Beschleunigung erwartet, was das Pfund stützen dürfte.
2. März, 17:30 / Kanada / S&P Global Manufacturing PMI, Februar / vorh.: 48,4 / akt.: 48,6 / prog.: 50,4 / USD/CAD – fällt
Der kanadische PMI lag im Januar bei 48,6 und signalisierte damit das Ende einer langen Kontraktionsphase sowie erste Anzeichen einer Stabilisierung der Produktion. Die Neuaufträge gingen weniger stark zurück als zuvor, und einige Unternehmen begannen angesichts einer erwarteten Nachfrageerholung wieder vorsichtig Personal einzustellen, obwohl die Inputkosteninflation zunahm. Die Februarprognose würde den Index in die Expansionszone (50,4) schieben. Bestätigt sich dies, wäre das für den kanadischen Dollar unterstützend.
2. März, 17:45 / USA / S&P Global Manufacturing PMI, Februar / vorh.: 51,8 / akt.: 52,4 / prog.: 51,2 / USDX (US-Dollar-Index, 6 Währungen) – fällt
Der US-PMI lag im Januar bei 52,4, doch das Verbesserungstempo verlangsamte sich:
- Neuaufträge und Einstellungstempo nahmen ab
- die Lieferzeiten der Zulieferer verlängerten sich.
Diese Signale deuten auf zunehmenden Lieferkettenstress bei gleichzeitig schwächerer Nachfrage hin. Für Februar wird ein Rückgang auf 51,2 erwartet. Liegt das Ergebnis nahe dieser Prognose, würde dies auf eine sinkende Industriekonjunktur hindeuten und den Dollar tendenziell belasten.
2. März, 18:00 / USA / ISM Manufacturing Employment Index, Februar / vorh.: 44,8 / akt.: 48,1 / prog.: 48,0 / USDX – fällt
Der ISM-Beschäftigungsindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Januar von 44,8 im Dezember auf 48,1, liegt aber weiterhin unter 50 und signalisiert damit anhaltende Arbeitsplatzverluste im Sektor. In den vergangenen Jahren ist die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe tendenziell rückläufig gewesen, nur wenige Branchen stellen Personal ein. Unternehmen entlassen weiter Mitarbeiter und lassen offene Stellen unbesetzt, da sie bei Neueinstellungen vorsichtig bleiben. Bestätigt der Februarwert die Prognose von 48,0, wäre dies ein weiteres negatives Signal für den Dollar.
3. März
3. März, 02:50 / Japan / Private nichtwohnwirtschaftliche Investitionen, Q4 / vorh.: 7,6 % / akt.: 2,9 % / prog.: 3,0 % / USD/JPY – fällt
Im 3. Quartal 2025 stiegen die Unternehmensinvestitionen nach einem zuvor stärkeren Anstieg um 2,9 %. Die Investitionen im verarbeitenden Gewerbe verlangsamten sich, während die Investitionen im Nicht-Verarbeitenden Gewerbe anzogen. Schwächere Ausgaben für Ausrüstung und IKT erklären das langsamere Gesamtwachstum, obwohl die Ausgaben für Immobilien und Dienstleistungen zulegten. Die Prognose für das 4. Quartal geht von einer Erholung auf 3,0 % aus. Falls sich dies bestätigt, würde das den Yen stützen.
3. März, 03:01 / UK / Einzelhandelspreise, Februar / Vormonat: 0,7 % / aktuell: 1,5 % / Prognose: 1,2 % / GBP/USD – fällt
Die Einzelhandelsinflation in UK beschleunigte sich im Januar auf 1,5 % im Jahresvergleich und übertraf damit die Erwartungen. Dies spiegelt höhere Kosten der Verkäufer und steigende Lebensmittelpreise wider. Die Preise für frische Erzeugnisse und für Güter, die besonders empfindlich auf Logistik- und Energiekosten reagieren, legten am stärksten zu. Für Februar wird ein Rückgang auf 1,2 % prognostiziert. Ein Signal nachlassenden Preisdrucks im Einzelhandel würde das Pfund belasten.
3. März, 03:30 / Australien / Baugenehmigungen, Januar / Vormonat: 20,2 % / aktuell: 0,4 % / Prognose: 2,8 % / AUD/USD – steigt
Die Baugenehmigungen legten im Dezember nach einem starken Sprung im November nur noch um 0,4 % zu und deuten damit auf eine Abschwächung der Bautätigkeit hin. Verbesserungen in einigen Wohnsegmenten und ein Rückgang bei den Wohnungsbaubeginnen treffen auf Nachfrageunsicherheit. Für Januar wird mit einer Rückkehr zu einem stärkeren Wachstum bei den Genehmigungen gerechnet. Eine Bestätigung würde auf eine Belebung der Bautätigkeit hindeuten und den AUD unterstützen.
3. März, 13:00 / Euroraum / Verbraucherpreisinflation, Februar / Vormonat: 2,0 % / aktuell: 1,7 % / Prognose: 1,7 % / EUR/USD – volatil
Die Inflation im Euroraum ging im Januar von 2,0 % im Dezember auf 1,7 % zurück – den niedrigsten Wert seit September 2024 – vor allem aufgrund einer schwächeren Preisentwicklung bei Energie und Industriegütern. Die Inflation bei Nahrungsmitteln und einigen Industriegütern blieb spürbar, während die Kerninflation auf 2,2 % sank und damit den gesamten Preisdruck verringerte. Die Februarprognose von 1,7 % signalisiert eine weitere Abkühlung, was die Unsicherheit über die Politik der EZB verringern und die Volatilität des Euro erhöhen könnte.
3. März, 16:55 / USA / RealClearMarkets/TIPP Economic Optimism Index (vorlaufend), März / Vormonat: 47,2 / aktuell: 48,8 / Prognose: 50,1 / USDX (6-Währungs-USD-Index) – steigt
Der RCM/TIPP-Index stieg im Februar auf 48,8. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate und die Einschätzungen der persönlichen Finanzlage haben sich verbessert, und das Vertrauen in die Wirtschaftspolitik nahm zu. Der Optimismus wurde vor allem von besseren Einschätzungen zur persönlichen Finanzlage und positiveren Erwartungen an die Konsumausgaben getragen. Erreicht der Index im März die Prognose, würde dies die Risikobereitschaft stärken und den Dollar über verbesserte Makroerwartungen stützen.
4. März
4. März, 00:30 / USA / Rohöllagerbestände (API) / Vormonat: -0,609 Mio. Barrel / aktuell: 11,4 Mio. Barrel / Prognose: – / Brent – volatil
In der Woche bis zum 20. Februar stiegen die kommerziellen Rohölbestände in den USA unerwartet um 11,4 Millionen Barrel und lagen damit deutlich über dem jüngsten kleinen Abbau und den Markterwartungen. Der Bericht deutet auf einen vorübergehenden Aufbau der Versorgung oder einen Rückgang der Raffineriedurchsätze hin. Der starke Lageraufbau wurde von steigenden Benzin- und Destillatlagerbeständen begleitet, was die Unsicherheit über das kurzfriste Verhältnis von Angebot und Nachfrage erhöht.
4. März, 01:00 / Australien / Ai Group Manufacturing Activity Index, Februar / Vormonat: -18,3 / aktuell: -19,4 / Prognose: -19,0 / AUD/USD – steigt
Der Ai Group-Index blieb im kontraktiven Bereich und spiegelt eine schwache Nachfrage, steigende Kosten und Einstellungsprobleme in mehreren Branchen wider. Einige Segmente zeigten eine teilweise Verbesserung. Hersteller verweisen auf Zölle, höhere Inputpreise und Engpässe am Arbeitsmarkt, die Investitionen und Produktion belasten. Die Februarprognose geht von einer Fortsetzung der negativen Dynamik nahe -19 aus; eine bestätigte leichte Verbesserung würde den AUD unterstützen.
4. März, 01:00 / Australien / S&P Global Services PMI, Februar / Vormonat: 51,1 / aktuell: 56,3 / Prognose: 52,2 / AUD/USD – fällt
Der vorläufige Services PMI für Januar zeigte mit rund 56,3 eine sehr hohe Aktivität. Für Februar wird mit einem Rückgang auf 52,2 gerechnet, möglicherweise wegen schwächerer Zuwächse bei Neuaufträgen und nachlassender Kundennachfrage. Die Beschäftigung blieb robust und legte sogar zu, während der Auftragsbestand stabil blieb. Zulieferer berichteten über steigende Inputkosten, und Unternehmen verschärften ihre Preissetzung. Wenn der Februarwert der Prognose entspricht, könnte der AUD kurzfristig unter Druck geraten.
4. März, 03:30 / Australien / BIP-Wachstum, Q4 / Vormonat: 0,7 % / aktuell: 0,4 % / Prognose: 0,6 % / AUD/USD – steigt
Das vierteljährliche BIP stieg im vorangegangenen Quartal um 0,4 %. Haupttreiber waren Bauinvestitionen und staatliche Ausgaben, während der private Konsum nachließ. Die Prognose für das nächste Quartal geht von weiteren Zuwächsen bei Investitionen und Exporten aus. Eine bestätigte Rate von 0,6 % würde die makroökonomischen Aussichten des Landes und den AUD stützen.
4. März, 03:30 / Japan / S&P Global Services PMI, Februar / Vormonat: 51,6 / aktuell: 53,7 / Prognose: 53,8 / USD/JPY – steigt
Der Dienstleistungssektor zeigte im Januar mit einem PMI von rund 53,7 eine stabile Expansion, getragen von stärkeren Neuaufträgen und solider Inlandsnachfrage. Die Beschäftigung blieb positiv, wenn auch mit geringerer Dynamik, und Zulieferer meldeten steigende Verkaufspreise. Die Februarprognose von 53,8 signalisiert eine weitere Festigung, die den Yen stützen könnte.
4. März, 04:30 / China / Offizieller Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe (Manufacturing PMI), Februar / Vormonat: 50,1 / aktuell: 49,3 / Prognose: 49,1 / Brent – fällt, USD/CNY – steigt
Der offizielle PMI fiel in der jüngsten Erhebung auf 49,3 und signalisiert schwache Produktionsdynamik sowie Rückgänge bei Neuaufträgen und Beschäftigung. Die Rohstoffpreise steigen weiter, und die Verkaufspreise sind wieder in den Wachstumsbereich zurückgekehrt. Für Februar wird mit anhaltender Kontraktion bei 49,1 gerechnet. Eine Bestätigung würde Druck auf Brent ausüben und den Dollar gegenüber dem Yuan stützen.
4. März, 04:30 / China / Offizieller Einkaufsmanagerindex Nicht-Verarbeitendes Gewerbe (Non‑Manufacturing PMI), Februar / Vormonat: 50,2 / aktuell: 49,4 / Prognose: 49,8 / Brent – steigt, USD/CNY – fällt
Chinas offizieller Non‑Manufacturing PMI sank im Januar von 50,2 auf 49,4 und spiegelt eine Abschwächung der Dienstleistungsaktivität nach den Feiertagen sowie eine schwache Konsumnachfrage wider. Neuaufträge und Exporte gingen zurück, die Beschäftigung blieb niedrig, und die Geschäftsstimmung wurde vorsichtiger. Der Druck durch Inputkosten stabilisierte sich, und die Rückgänge bei den Verkaufspreisen verlangsamten sich. Die Februarprognose sieht eine leichte Verbesserung auf 49,8 vor. Eine Bestätigung könnte Brent stützen und den Yuan gegenüber dem Dollar stärken.
4. März, 04:45 / China / Markit Manufacturing PMI, Februar / Vormonat: 50,1 / aktuell: 50,3 / Prognose: 50,0 / Brent – fällt, USD/CNY – steigt
Der Markit Manufacturing PMI zeigte im Januar mit 50,3 eine leichte Expansion, begünstigt durch steigende Neuaufträge und den ersten Beschäftigungsanstieg seit drei Monaten. Die Unternehmen weiteten ihre Einkäufe und Produktion aus, obwohl höhere Metallpreise die Inputkosten erhöhten. Der langfristige Optimismus ließ angesichts von Kosten- und externen Risiken nach. Die Februarprognose liegt bei neutralen 50,0. Eine Bewegung in Richtung der Kontraktionsschwelle würde den Druck auf Brent verstärken und den Dollar gegenüber dem Yuan unterstützen.
4. März, 04:45 / China / Markit Services PMI, Februar / Vormonat: 52,0 / aktuell: 52,3 / Prognose: 52,4 / Brent – steigt, USD/CNY – fällt
Der Dienstleistungssektor blieb im Januar mit 52,3 widerstandsfähig und spiegelt eine stärkere Nachfrage sowie höhere Exportverkäufe wider. Die Unternehmen bauten erstmals seit Monaten wieder Personal auf, und die Auftragsbücher blieben gut gefüllt. Befragte berichteten von höheren Beschaffungs- und Treibstoffkosten, doch die robuste Nachfrage stützte das Umsatzwachstum. Ein leichter Anstieg auf 52,4 im Februar würde den Impuls von Konsum und Dienstleistungen verstärken und sowohl Brent als auch den Yuan stützen.
4. März, 08:00 / Japan / Verbraucherindex für das Vertrauen (Consumer Confidence Index), Februar / Vormonat: 37,2 / aktuell: 37,9 / Prognose: 38,2 / USD/JPY – fällt
Das Verbrauchervertrauen in Japan stieg im Januar von 37,2 im Dezember auf 37,9 und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2024. Ausschlaggebend waren verbesserte Einschätzungen von Vermögenslage, Beschäftigungsaussichten und Einkommen. Die gestiegene Bereitschaft zu größeren Anschaffungen und die Verbesserungen der Indexkomponenten deuten auf eine allmähliche Belebung der Binnennachfrage hin, auch wenn das Vertrauen insgesamt weiterhin unter früheren Höchstständen liegt. Ein Februarwert nahe 38,2 würde den Yen unterstützen.
4. März, 09:00 / Russland / S&P Global Services PMI, Februar / Vormonat: 52,3 / aktuell: 53,1 / Prognose: 52,8 / USD/RUB – steigt
Der russische Services PMI stieg im Januar von 52,3 auf 53,1 und signalisiert eine deutliche Beschleunigung der Aktivität. Neuaufträge und Beschäftigung erholten sich, begleitet von höheren Input- und Verkaufspreisen nach Steueränderungen. Sollte der Wert im Februar in Richtung 52,8 nachgeben, könnte dies dem Dollar Auftrieb gegenüber dem Rubel geben.
4. März, 11:55 / Deutschland / HCOB Services PMI, Februar / Vormonat: 52,7 / aktuell: 52,4 / Prognose: 53,4 / EUR/USD – steigt
Der HCOB Services PMI lag im Januar bei 52,4. Die Verbesserung ging mit Umsatz- und Exportwachstum einher, während die Beschäftigung zurückging und der Preisdruck hoch blieb. Ein Februarwert von 53,4 würde die Argumente für einen stärkeren Euro untermauern.
4. März, 12:00 / Euroraum / HCOB Services PMI, Februar / Vormonat: 52,4 / aktuell: 51,6 / Prognose: 51,8 / EUR/USD – steigt
Der HCOB Services PMI für den Euroraum lag im Januar bei 51,6 und deutet nach vorangegangener Schwäche auf eine moderate Expansion des Sektors hin. Die Aktivität stieg im Februar auf ein Zweimonatshoch, doch das Wachstum bei Neuaufträgen verlangsamte sich und die Beschäftigungszuwächse kamen zum Stillstand. Der Druck bei den Inputkosten ließ nach, da die Rohstoffpreisanstiege abebbten und die Preisinflation im Dienstleistungssektor nachließ. Wird der Februarwert von 51,8 bestätigt, würde dies den Euro stützen.
4. März, 12:30 / UK / S&P Global Services PMI, Februar / Vormonat: 51,4 / aktuell: 54,0 / Prognose: 53,9 / GBP/USD – fällt
Der Services PMI für UK blieb im Januar mit rund 54 auf einem hohen Niveau und markierte damit eine zehnmonatige Expansionsphase, getragen von einer stärkeren Inlandsnachfrage. Die Neuaufträge stiegen weiter, doch Unternehmen berichteten von höheren Arbeits- und sonstigen Inputkosten; zur Steigerung der Produktivität wurde Personal abgebaut. Die Februarprognose sieht einen leichten Rückgang auf 53,9 vor, was das Pfund belasten würde.
4. März, 13:00 / Euroraum / Erzeugerpreise, Januar / Vormonat: -1,4 % / aktuell: -2,1 % / Prognose: -2,6 % / EUR/USD – fällt
Die Erzeugerpreise im Euroraum sind im Dezember im Jahresvergleich um 2,1 % gesunken, was anhaltende Rückgänge bei Energiepreisen und einigen Industrieerzeugnissen widerspiegelt. Ohne Energie lag die Inflation näher bei null, wobei die Energiekomponenten die Gesamtentwicklung maßgeblich bestimmten. Die Prognose für Januar deutet auf einen noch stärkeren jährlichen Rückgang von -2,6 % hin. Bestätigt sich dies, dürfte dies den Druck auf den Euro erhöhen.
4. März, 16:15 / USA / Wöchentliche Beschäftigtenzahlen im Privatsektor (ADP) / vorher: 37 Tsd. / aktuell: 22 Tsd. / Prognose: 45 Tsd. / USDX – steigt
Private Arbeitgeber haben im Januar im Durchschnitt rund 22 Tsd. Stellen pro Woche geschaffen und damit deutlich weniger als in letzter Zeit und als erwartet. Die Beschäftigungszuwächse waren ungleich verteilt: Das Gesundheitswesen trug kräftig bei, während Professional & Business Services Stellen abgebaut haben. Die langsame Erholung bei den Einstellungen signalisiert eine ausgeprägte Vorsicht der Unternehmen angesichts schwacher Nachfrage. Sollten die wöchentlichen Zuwächse im nächsten Bericht wieder in Richtung der Prognose von 45 Tsd. anziehen, würde dies die Signale für eine Erholung des Arbeitsmarkts verstärken und den Dollar stützen.
4. März, 17:30 / Kanada / S&P Global Services PMI, Februar / vorher: 46,5 / aktuell: 45,8 / Prognose: 46,0 / USD/CAD – fällt
Der kanadische Services PMI ist im Januar auf 45,8 gesunken und markiert damit den dritten Monat in Folge mit Kontraktion sowie einen weiteren Rückgang bei den Neuaufträgen. Die Exportnachfrage schwächte sich vor dem Hintergrund von Handelskonflikten ab, während der Preisdruck seitens der Zulieferer die Margen belastete. Die Unternehmen schränkten die Weitergabe höherer Kosten an ihre Kunden ein. Die Februar-Prognose von 46,0 würde auf eine erste Stabilisierung hindeuten; eine Bestätigung wäre unterstützend für den CAD.
4. März, 17:45 / USA / S&P Global Services PMI, Februar / vorher: 52,5 / aktuell: 52,7 / Prognose: 52,3 / USDX – fällt
Der US-Services PMI blieb im Januar mit 52,7 im Expansionsbereich, obwohl Neuaufträge und Einstellungen nachgelassen haben. Schwache Auslandsnachfrage und eine zurückhaltendere Kundennachfrage begrenzen den Personalaufbau. Der Kostenauftrieb bleibt ein wesentliches Thema. Ein leichter Rückgang auf 52,3 im Februar würde den Dollar belasten.
4. März, 18:00 / USA / ISM Services PMI, Februar / vorher: 53,8 / aktuell: 53,8 / Prognose: 54,0 / USDX – steigt
Der ISM Services PMI lag im Januar mit 53,8 nahe seinem vorherigen Wert und signalisiert eine anhaltende Expansion im Dienstleistungssektor, auch wenn Neuaufträge und Beschäftigung nachgelassen haben und der Preisdruck der Zulieferer hoch blieb. Die Prognose für Februar bei 54,0 impliziert eine stärkere Aktivität, was den Dollar stützen würde.
4. März, 18:30 / USA / Rohöllagerbestände (EIA) / vorher: -9,014 Mio. Barrel / aktuell: 15,989 Mio. Barrel / Prognose: 4,787 Mio. Barrel / Brent – steigt
Die gewerblichen US-Rohölbestände sind in der Woche bis zum 20. Februar um 15,99 Millionen Barrel gestiegen und lagen damit deutlich über dem jüngsten leichten Rückgang und den Markterwartungen. Der starke Aufbau deutet auf ein vorübergehendes Überangebot hin und erhöht das Risiko eines Abwärtsdrucks auf die Ölpreise. Mangels eines klaren Konsensausblicks sorgt der Wert an sich für zusätzliche Unsicherheit; Brent könnte in diesem Umfeld mit steigenden Kursen reagieren.
4. März, 22:00 / USA / Fed Beige Book / Fed Funds Rate – 3,75 % / USDX – volatil
Das Beige Book fasst qualitative Berichte aus den 12 Distrikten des Federal Reserve Systems zu den lokalen Wirtschaftsbedingungen zusammen und bietet einen sektorbezogenen Überblick über Aktivität und Arbeitsmärkte. Regionale Verbesserungen stützen in der Regel die Risikoappetit und können die Nachfrage nach dem Dollar dämpfen, während Berichte über zunehmende Inflationsrisiken zu strafferen Geldpolitik-Erwartungen führen und den Dollar unterstützen. Die Veröffentlichung löst häufig kurzfristige Marktvolatilität aus, da Anleger die regionalen Nuancen und Kommentare genau auswerten.
2. März, 12:15 / Euroraum / Rede von Frank Elderson, Mitglied des ECB Executive Board / EUR/USD 2. März, 15:30 / Australien / Rede von Sarah Hunter, Assistant Governor (Economic), Reserve Bank of Australia / AUD/USD 2. März, 15:30 / Vereinigtes Königreich / Rede von Alan Taylor, Mitglied des Bank of England Monetary Policy Committee / GBP/USD 2. März, 17:00 / Euroraum / Rede von Christine Lagarde, Präsidentin der European Central Bank / EUR/USD 2. März, 17:00 / Kanada / Rede von Sharon Kozicki, Deputy Governor, Bank of Canada / USD/CAD 2. März, 17:00 / Euroraum / Rede von Joachim Nagel, ECB Governing Council / EUR/USD 2. März, 18:30 / Vereinigtes Königreich / Rede von David Ramsden, Deputy Governor for Markets and Banking, Bank of England / GBP/USD 2. März, 18:40 / Euroraum / Rede von Martin Kocher, ECB Governing Council, Governor of the OeNB (Austrian National Bank) / EUR/USD 2. März, 19:00 / Euroraum / Rede von Olaf Sleipen, ECB Supervisory Board, Governor of the Dutch Central Bank / EUR/USD 2. März, 20:15 / USA / Rede von Neel Kashkari, President, Federal Reserve Bank of Minneapolis / USDX 3. März, 00:10 / Australien / Rede von Michele Bullock, Governor, Reserve Bank of Australia / AUD/USD 3. März, 07:00 / Japan / Rede von Kazuo Ueda, Governor, Bank of Japan / USD/JPY 3. März, 17:55 / USA / Rede von John Williams, President, Federal Reserve Bank of New York / USDX 3. März, 19:55 / USA / Rede von Neel Kashkari, President, Federal Reserve Bank of Minneapolis / USDX 4. März, 13:45 / Euroraum / Rede von Piero Cipollone, Mitglied des ECB Executive Board / EUR/USD 4. März, 14:00 / Euroraum / Rede von Patrick Montagner, ECB Supervisory Board / EUR/USD 4. März, 16:30 / Euroraum / Rede von Luis de Guindos, ECB Vice-President / EUR/USD 4. März, 20:00 / Euroraum / Rede von Burkhard Balz, Bundesbank / EUR/USD 4. März, 22:00 / USA / Veröffentlichung des Beige Book der Fed / USDX
Für diese Tage sind zudem Reden hochrangiger Zentralbankvertreter angesetzt. Ihre Kommentare lösen in der Regel Volatilität am Devisenmarkt aus, da sie Hinweise auf künftige geldpolitische Entscheidungen geben können.
