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FX.co ★ Analyse von EUR/USD am 2. März 2026

Analyse von EUR/USD am 2. März 2026

Analyse von EUR/USD am 2. März 2026

Das Wellenmuster im 4-Stunden-Chart für EUR/USD hat eine weniger vorteilhafte Form angenommen, wirft jedoch weiterhin keine grundsätzlichen Fragen auf. Vom Abbruch des seit Januar vergangenen Jahres laufenden Aufwärtstrendsegments kann noch keine Rede sein; lediglich die interne Wellenstruktur wird regelmäßig angepasst. Meiner Ansicht nach hat das Währungspaar die Ausbildung der globalen Welle 4 (unterer Chart) abgeschlossen. Trifft diese Annahme zu, befindet sich Welle 5 derzeit in der Entfaltung, und sie könnte sich deutlich ausdehnen, mit Zielbereichen bis in den Bereich von 1,2500.

Die innere Struktur der vermuteten Welle 5 ist nicht vollständig klar (oberer Chart). Die Aufwärtsbewegung lässt sich aufgrund der ausgeprägten Korrekturwellen nicht als Impuls zählen. Daher wird sie momentan als a-b-c-d-e-Struktur interpretiert. Sollte sich Welle 5 jedoch zu einer ausgestreckten Welle entwickeln, dürfte auch ihre interne Struktur komplex werden. In diesem Fall wäre mit weiteren Anpassungen im Wellenzählbild zu rechnen. In jedem Fall gehe ich davon aus, dass das Währungspaar EUR/USD seine Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen wird, da die korrektive a-b-c-d-e-Struktur bereits weitgehend abgeschlossen erscheint.

Am Montag fiel EUR/USD um 115 Basispunkte und könnte bis zum Tagesende weitere Verluste verzeichnen. Ich denke, keiner meiner Leser fragt sich ernsthaft, warum die Nachfrage nach dem US-Dollar heute zugenommen hat; der Vollständigkeit halber sei jedoch der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten erwähnt, über den Donald Trump in den vergangenen Wochen intensiv gesprochen hatte. In den Genfer Verhandlungen wurde kein Fortschritt erzielt, weshalb der US-Präsident nicht zögerte und den entsprechenden Befehl erteilte. Wir werden diesen Konflikt und seine Folgen – in erster Linie für die Vereinigten Staaten und den amerikanischen Präsidenten – später ausführlicher besprechen. Zunächst werfen wir einen kurzen Blick darauf, wie sich der erste Handelstag auf die Finanzmärkte ausgewirkt hat.

Als Reaktion auf einen massiven Raketenangriff am Samstag, bei dem viele hochrangige Vertreter, darunter Ayatollah Ali Khamenei, getötet wurden, begann Iran mit Raketenangriffen auf alle US-Verbündeten und amerikanischen Stützpunkte in der Region. Berichten zufolge wurde sogar ein US-Stützpunkt auf Zypern angegriffen. Teheran erklärte offiziell, dass es nicht beabsichtige, die Ultimaten von Donald Trump zu erfüllen, und kündigte Vergeltung Schlag auf Schlag an. Entsprechend sind Hoffnungen auf eine schnelle Beilegung des Konflikts unrealistisch. Am Montag kam es weltweit zu einem starken Anstieg der Öl- und Gaspreise, nachdem Iran die Passage durch die Straße von Hormus blockiert hatte, durch die etwa ein Viertel der weltweiten Ölversorgung transportiert wird. Darüber hinaus griff Teheran Öl- und Gasunternehmen in der Region an, was zu Produktions- und Transportstörungen führte. Vor dem Hintergrund der dramatischen Eskalation im Nahen Osten fungierte der US-Dollar erneut als sicherer Hafen, und die Wellenstruktur hat sich infolgedessen zu einer fünfwelligen Korrekturformation weiterentwickelt.

Analyse von EUR/USD am 2. März 2026

Allgemeine Schlussfolgerungen

Auf Grundlage der EUR/USD-Analyse komme ich zu dem Schluss, dass das Paar weiterhin ein Aufwärtstrendsegment ausbildet. Die Politik von Donald Trump und die Geldpolitik der Federal Reserve bleiben bedeutende langfristige Faktoren, die auf dem US-Dollar lasten. Die Zielbereiche für das aktuelle Trendsegment können sich bis in den Bereich von 1,2500 erstrecken. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Paar weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 befindet und erwarte daher in der ersten Hälfte des Jahres 2026 höhere Kurse. Die korrektive a-b-c-d-e-Struktur kann jederzeit enden, da sie bereits weit fortgeschritten wirkt. Meiner Ansicht nach ist es sinnvoll, nach Bereichen und Niveaus für neue Long-Positionen mit Zielzonen um 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was den Fibonacci-Niveaus von 161,8 % bzw. 200,0 % entspricht. Allerdings muss nun der Krieg im Iran in die Analyse einbezogen werden.

In einem kleineren Zeitrahmen ist das gesamte Aufwärtstrendsegment erkennbar. Die Wellenstruktur ist nicht völlig standardisiert, da sich die Korrekturwellen in ihrer Größe unterscheiden. So ist beispielsweise die größere Welle 2 kleiner als die interne Welle 2 innerhalb der Welle 3. Derartige Konstellationen kommen vor. Entscheidend ist, auf den Charts klare Strukturen zu erkennen, anstatt starr darauf zu bestehen, jede einzelne Welle zu beschriften. Aktuell wirft die Aufwärtsstruktur keine Zweifel auf.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und oft Änderungen unterworfen.
  2. Besteht keine ausreichende Sicherheit über die Marktlage, ist es besser, dem Markt fernzubleiben.
  3. Absolute Gewissheit über die Marktrichtung ist unmöglich. Schützen Sie Positionen daher immer mit Stop-Loss-Orders.
  4. Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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