
Meiner Ansicht nach ist sich Trump selbst der hohen Wahrscheinlichkeit bewusst, die bevorstehenden Wahlen zu verlieren. Ein Regimewechsel im Iran, der aufgrund seiner Nuklearpolitik seit fast 50 Jahren unter globalen Sanktionen steht, könnte die Position der Republikaner vor den Wahlen deutlich stärken. Sollte es Trump gelingen, das aktuelle Regime im Iran zu stürzen und „einen seiner drei geeigneten Kandidaten“ an die Spitze des Landes zu setzen, wäre das tatsächlich ein großer Sieg für die westliche Welt. Allerdings wird es wesentlich schwieriger sein, diesen Sieg zu erringen, als den venezolanischen Präsidenten zu entmachten.
Viele Militärexperten sind sich einig, dass US-amerikanische und alliierte Raketenangriffe auf den Iran mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu einem Machtwechsel im Land führen werden. Folglich wird sich der politische Kurs des Iran nicht ändern, ganz gleich, wie viele Führungsfiguren von den Verbündeten der USA ausgeschaltet werden. Der Tod des Oberbefehlshabers Ali Khamenei hat dies bestätigt. Der Iran lebt seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, unter Kriegsbedingungen. Raketenangriffe werden das Land weder einschüchtern noch überraschen. Die meisten kritischen Einrichtungen befinden sich seit Langem unterirdisch, was sie selbst mit supermächtigen Raketen nur schwer erreichbar macht. Die Operation zur Zerstörung von drei iranischen Atomanlagen im vergangenen Sommer hat dies bestätigt. Diese Anlagen wurden nicht zerstört. Wären sie zerstört worden, hätte der Iran sein gesamtes nukleares Arsenal oder zumindest einen wesentlichen Teil davon verloren, womit die aktuelle militärische Intervention sinnlos wäre. Im schlimmsten Fall könnte Trump eine weitere Operation nach dem Vorbild des vergangenen Sommers durchführen, um die verbliebenen Nuklearanlagen zu beseitigen.
Doch es ist offensichtlich, dass sich diese Angriffe nicht nur gegen nukleare oder militärische Einrichtungen richten. In Washington ist man zu der Erkenntnis gelangt, dass diese Anlagen nicht vollständig zerstört werden können und dass es selbst äußerst schwierig ist, sich nach einem erneuten Angriff ein klares Bild vom Ausmaß der Zerstörungen zu machen. Daher kann man nicht davon ausgehen, dass der Iran sein nukleares Potenzial verloren hat. Trump, der erst im vergangenen Jahr acht Kriege beendet hat, wurde zu Unrecht um den Nobelpreis für Frieden gebracht und hat beschlossen, das neue Jahr mit dem Gegenteil zu beginnen – mit dem Schüren von Kriegen.
Militärexperten merken an, dass ohne eine groß angelegte Bodenoffensive ein Regimewechsel im Iran unmöglich ist. Trump müsste also einen umfassenden Krieg führen, in dessen Verlauf die Verluste des US-Militärs erheblich sein könnten (da dieser Krieg nicht auf US-Territorium ausgetragen würde), um einen Putsch im Iran herbeizuführen. Nach den Vergeltungsschlägen des Iran auf US-Stützpunkte sind bereits rund 1.000 amerikanische Soldaten gefallen. Wie soll den amerikanischen Wählern die Notwendigkeit eines umfassenden Krieges erklärt werden?
Angesichts all dessen stellt sich das wahrscheinlichste Szenario wie folgt dar: Die Parteien werden weiterhin Raketenangriffe austauschen, bis Trump einen vollständigen Sieg über das iranische Regime verkündet, ähnlich wie im vergangenen Jahr, als er die Zerstörung der iranischen Nuklearanlagen bekannt gab. Trump wird aller Voraussicht nach keine Bodenoffensive starten, und die Raketenangriffe werden zu weitreichender Zerstörung und zum Tod Tausender Zivilisten führen, jedoch nicht zu einem Regime- oder Machtwechsel. Die Situation scheint bereits festgefahren zu sein.
Wellenanalyse von EUR/USD:
Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrend ausbildet. Die Politik von Trump und die Geldpolitik der Fed bleiben wesentliche Faktoren für den langfristigen Rückgang der US‑Währung. Die Ziele für das aktuelle Trendsegment können sich bis in den Bereich der 25er‑Marke erstrecken. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin im Rahmen der globalen Welle 5 befindet, weshalb ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit einem Anstieg der Notierungen rechne. Die korrektive Struktur a‑b‑c‑d‑e könnte jederzeit abgeschlossen sein, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Meiner Ansicht nach ist es nun sinnvoll, nach Bereichen und Niveaus für neue Käufe mit Zielen um 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was 161,8 % bzw. 200,0 % nach Fibonacci entspricht. Allerdings sollten wir jetzt den Krieg im Iran in unsere Überlegungen einbeziehen.
Wellenanalyse von GBP/USD:
Das Wellenbild des Instruments GBP/USD ist recht eindeutig. Die fünfwellige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 kann eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Ich gehe davon aus, dass die Ausbildung eines korrektiven Wellensatzes in Kürze enden könnte, woraufhin sich der Aufwärtstrend fortsetzen dürfte. Daher kann ich jetzt dazu raten, nach Einstiegsmöglichkeiten für neue Käufe mit Zielen oberhalb der 39er‑Marke zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen.
Wichtige Grundsätze meiner Analyse:
- Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Veränderungen.
- Wenn keine Klarheit über das Marktgeschehen besteht, ist es besser, nicht einzusteigen.
- Es gibt niemals 100%ige Sicherheit über die Bewegungsrichtung, und sie kann es auch nie geben. Denken Sie immer daran, schützende Stop‑Loss‑Orders zu verwenden.
- Die Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.

