Der US‑Dollar setzte seinen dynamischen Anstieg gegenüber dem Euro, dem Pfund, dem Yen und anderen Anlagen fort.
Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran hat die globalen Finanzmärkte deutlich beeinflusst und zu einem spürbaren Rückgang der Kurse von Risikoanlagen geführt. Die mit diesem Ereignis verbundene geopolitische Spannung, ausgelöst durch den Krieg der USA mit dem Iran, hat die weltweite Unsicherheit erhöht und Investoren dazu veranlasst, in konservativere Anlagen zu flüchten. Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden internationalen Lage und der Gefahr unterbrochener Energielieferungen bevorzugen Händler weiterhin sichere Häfen, wobei der US‑Dollar an den Devisenmärkten die erste Wahl ist.
Der heutige Wirtschaftskalender ist prall gefüllt und bietet eine wichtige Gelegenheit, den Zustand der europäischen Wirtschaft zu beurteilen. Die erste Tageshälfte steht im Zeichen der Veröffentlichung mehrerer wichtiger makroökonomischer Indikatoren, die die Marktstimmung und die Dynamik der Währungspaare maßgeblich beeinflussen können. Besonders im Fokus steht der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in der Eurozone. Dieser Indikator ist einer der wichtigsten Gradmesser für die Gesundheit der Wirtschaft, da er die Aktivität in einem der größten Sektoren der meisten entwickelten Länder widerspiegelt. Außerdem wird der Composite‑PMI veröffentlicht, der Daten aus dem Industrie‑ und Dienstleistungssektor zusammenfasst. Er vermittelt ein umfassenderes Bild über den Gesamtzustand der europäischen Wirtschaft.
Darüber hinaus werden die Zahlen für den Erzeugerpreisindex veröffentlicht, der als Vorlaufindikator für die künftige Verbraucherpreisinflation gilt, sowie die Daten zur Arbeitslosenquote, die direkt den Zustand des Arbeitsmarktes widerspiegeln. Die Kombination dieser Daten liefert Händlern und Analysten wichtige Signale für die Ausarbeitung ihrer Prognosen und die Vorbereitung ihrer Handelsentscheidungen. Man sollte jedoch verstehen, dass derzeit alles eng mit dem Konflikt im Nahen Osten verknüpft ist, sodass keine starken Marktreaktionen auf die Daten zu erwarten sind.
Beim Pfund werden sich Händler mit Sicherheit auf die Daten zur Aktivität im Dienstleistungssektor konzentrieren. Zusätzlich wird auch hier der Composite‑PMI veröffentlicht. Diese Kennzahlen gehören zu den verlässlichsten Instrumenten zur Beurteilung des Zustands der britischen Wirtschaft, da sie die Stimmung im Unternehmenssektor und die Trends in den verschiedenen Branchen widerspiegeln. Händler werden diese Daten genau verfolgen, um die Robustheit der Erholung von früheren Krisen und die Perspektiven für britische Unternehmen in naher und mittlerer Zukunft einzuschätzen.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Volkswirte, ist es sinnvoller, sich an einer Mean‑Reversion‑Strategie zu orientieren. Weichen die Daten jedoch deutlich von den Prognosen der Ökonomen ab, bietet sich eine Momentum‑Strategie an.
Momentum-Strategie (Breakout):
Für das Währungspaar EUR/USD
Long‑Positionen bei einem Ausbruch über 1,1610 könnten den Euro in Richtung 1,1641 und 1,1672 treiben;
Short‑Positionen bei einem Ausbruch unter 1,1575 könnten den Euro in Richtung 1,1535 und 1,1490 drücken;
Für das Währungspaar GBP/USD
Longs bei einem Ausbruch über 1,3335 könnten das Pfund in Richtung 1,3383 und 1,3421 steigen lassen;
Shorts bei einem Ausbruch unter 1,3295 könnten das Pfund in Richtung 1,3255 und 1,3215 fallen lassen;
Für das Währungspaar USD/JPY
Longs bei einem Ausbruch über 157,70 könnten den Dollar in Richtung 157,95 und 158,28 steigen lassen;
Shorts bei einem Ausbruch unter 157,40 könnten zu einem Rückgang des Dollars in Richtung 157,05 und 156,77 führen;
Mean-Reversion-Strategie (Retracement):

Für das Währungspaar EUR/USD
Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,1619 fehlgeschlagen ist, und mit einer Rückkehr unter dieses Niveau rechnen;
Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,1572 fehlgeschlagen ist, und mit einer Rückkehr zu diesem Niveau rechnen;

Für das Währungspaar GBP/USD
Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,3350 fehlgeschlagen ist, und erwarte eine Rückkehr unter dieses Niveau;
Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,3292 fehlgeschlagen ist, und erwarte eine Rückkehr zu diesem Niveau;

Für das Währungspaar AUD/USD
Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 0,7028 scheitert, und erwarte anschließend eine Rückkehr unter dieses Niveau.
Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 0,6972 scheitert, und erwarte anschließend eine Rückkehr zu diesem Niveau.

Für das Währungspaar USD/CAD
Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,3702 scheitert, und dabei auf eine Rückkehr unter dieses Niveau achten.
Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch unter 1,3663 scheitert, und dabei auf eine Rückkehr zu diesem Niveau achten.
