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FX.co ★ GBP/USD. 4. März. Das Pfund leidet weiter unter dem Krieg im Iran

GBP/USD. 4. März. Das Pfund leidet weiter unter dem Krieg im Iran

Im Stundenchart setzte das Währungspaar GBP/USD am Dienstag seine Abwärtsbewegung fort und konsolidierte sich unterhalb der Unterstützungszone von 1,3341–1,3352 auf Basis des neuen Fibonacci-Rasters. Damit könnte die Abwärtsbewegung in Richtung der Unterstützungszone von 1,3199–1,3214 anhalten. Eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs von 1,3341–1,3352 würde hingegen für das britische Pfund sprechen und einen Anstieg in Richtung des Widerstandsbereichs von 1,3437–1,3465 ermöglichen.

GBP/USD. 4. März. Das Pfund leidet weiter unter dem Krieg im Iran

Die Wellenstruktur bleibt „bärisch“. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle konnte das vorherige Hoch nicht durchbrechen, während die neue Abwärtswelle das vorherige Tief unterschritten hat. Damit sich der Trend auf „bullish“ dreht, wäre entweder eine Konsolidierung oberhalb des letzten Hochs bei 1,3573 erforderlich oder zwei aufeinanderfolgende bullische Wellen – was in naher Zukunft jedoch unwahrscheinlich ist. Der Nachrichtenhintergrund für das Pfund war in den letzten Monaten schwach, während die Geopolitik den Bären am Markt einen klaren Vorteil verschafft.

Der Nachrichtenfluss am Dienstag war dünn, und die Händler konzentrierten sich weiterhin auf den Krieg im Iran und seine Folgen für die Weltwirtschaft. Der Euro und das Pfund fallen nahezu synchron und zeigen damit ihre Schwäche in Krisenzeiten. Derzeit wirken mehrere Mechanismen gleichzeitig. Der US-Dollar ist angesichts eines ernsten geopolitischen Konflikts als „sicherer Hafen“ gefragt. Die Nachfrage nach dem Euro geht zurück (oder bleibt unverändert), da er nicht als „sicherer Hafen“ gilt. Das britische Pfund könnte gemeinsam mit dem Euro fallen, da ihre Korrelation traditionell hoch ist. Im Februar haben nahezu alle Konjunkturdaten aus dem Vereinigten Königreich die Bank of England einer Lockerung der Geldpolitik bei ihrer nächsten Sitzung nähergebracht, was zum Rückgang des Pfunds beigetragen hat. Anfang März jedoch, vor dem Hintergrund steigender Inflationsrisiken aufgrund der globalen Energiekrise, begann der Markt damit, die Erwartungen einer sofortigen Zinssenkung in Großbritannien zurückzunehmen. Dennoch stützt dieser Faktor das Pfund nicht in nennenswertem Umfang. Es fällt genauso wie der Euro. Meiner Ansicht nach ist derzeit die Charttechnik in Kombination mit dem Krieg im Iran der entscheidende Treiber.

GBP/USD. 4. März. Das Pfund leidet weiter unter dem Krieg im Iran

Im 4-Stunden-Chart prallte das Paar von der oberen Begrenzung des abwärtsgerichteten Trendkanals nach unten ab, drehte zugunsten des US-Dollar und schloss unterhalb der Unterstützungszone bei 1,3369–1,3435. Damit könnte die Abwärtsbewegung nun in Richtung der Marke von 1,3118–1,3140 weitergehen. Ein Schlusskurs oberhalb des Abwärtskanals würde auf das Ende des Abwärtstrends hindeuten. Auf keinem Indikator sind derzeit neue Divergenzen erkennbar.

Commitments of Traders (COT) Report:

GBP/USD. 4. März. Das Pfund leidet weiter unter dem Krieg im Iran

Die Stimmung der Händler in der Kategorie „Non-commercial“ ist in der letzten Berichts­woche noch bärischer geworden, was unter den aktuellen Umständen nicht mehr zufällig wirkt. Die Zahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen verringerte sich um 14.802, während die Short-Positionen um 134 zurückgingen. Die Differenz zwischen Long- und Short-Positionen beläuft sich nun effektiv auf 67.000 gegenüber 124.000. In den letzten Monaten hatten die Bären häufiger die Oberhand, auch wenn die Situation bei Euro-Kontrakten genau entgegengesetzt ist. Ich glaube weiterhin nicht an einen anhaltenden Bärenmarkt für das Pfund, doch hängt nun alles weniger von Konjunkturdaten oder Trumps Handelspolitik ab, sondern vielmehr von Dauer und Ausmaß des Krieges im Nahen Osten.

Im vergangenen Jahr wirkte das Pfund im Vergleich zum Dollar wie eine sicherere Währung – stabiler und mit einem klareren wirtschaftlichen Ausblick. In den letzten Monaten setzte zwar eine Korrektur ein, der Aufwärtstrend blieb jedoch intakt, und dann begann sich der Konflikt im Nahen Osten nahezu täglich zu verschärfen. Die Verhandlungen über ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran sind gescheitert, sodass der Dollar nun aufgrund geopolitischer Faktoren aufwertet. Wie lange der Dollar weiter steigen wird, hängt von der Entwicklung im Nahen Osten ab.

Nachrichtenkalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

  • USA – ADP Employment Change (13:15 UTC).
  • USA – ISM Services PMI (15:00 UTC).

Am 4. März enthält der Wirtschaftskalender zwei Termine, doch der Markt könnte stärker von geopolitischen Ereignissen als von Konjunkturdaten beeinflusst bleiben. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung wird am Mittwoch spürbar sein.

GBP/USD Prognose und Trading-Tipps:

Ein Verkauf des Währungspaares ist nach einem Abprall im Stundenchart vom Bereich 1,3341–1,3352 mit einem Ziel bei 1,3199–1,3214 möglich. Käufe können in Betracht gezogen werden, wenn das Paar im Stundenchart oberhalb des Bereichs 1,3341–1,3352 schließt, mit einem Ziel bei 1,3437–1,3465.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,3341–1,3866 und im 4-Stunden-Chart von 1,3431–1,2104 aus gezogen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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