
Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Sorge vor langfristigen Angebotsunterbrechungen aus dem Nahen Osten verstärkt, insbesondere nach der faktischen Blockade der Straße von Hormus. Zusätzlicher Druck auf das Angebot ging von den Iranian Revolutionary Guard Corps (IRGC) aus, die damit drohten, jedes Schiff zu zerstören, das versucht, diese strategisch wichtige Wasserstraße zu durchqueren. Diese Situation bleibt ein zentraler Faktor, der die Ölpreise stützt.
Parallel zu diesen Ereignissen erklärte US-Präsident Donald Trump, dass die US Navy bereit sei, Handelsschiffe in der Region zu schützen, um Engpässe bei der Energieversorgung zu verhindern. Dennoch ist niemand bereit, das Risiko einzugehen, die Straße zu überqueren.
Auch der US-Dollar unterstützt die Ölpreise, da er sich unter dem am Dienstag erreichten höchsten Stand seit November 2025 konsolidiert. Dies wirkt sich positiv auf in Dollar denominierte Rohstoffe, einschließlich Öl, aus. Die Aussichten auf eine deutliche Abschwächung des Dollars bleiben jedoch begrenzt, da die Anleger ihre Erwartungen für aggressivere Lockerungsmaßnahmen der Federal Reserve nach unten korrigieren.
Marktteilnehmer haben ihre Erwartungen von drei Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026 zurückgeschraubt, da sie davon ausgehen, dass steigende Ölpreise erneut Inflationsdruck auslösen könnten. Dennoch bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen günstig und deuten weiterhin auf eine hohe Wahrscheinlichkeit weiter steigender Ölpreise hin.
Aus technischer Sicht befinden sich die Oszillatoren im Tageschart im überkauften Bereich, was entweder eine Korrektur oder eine Konsolidierung bestätigt. Da die Oszillatoren nach der Korrektur jedoch positiv sind, verläuft der Weg des geringsten Widerstands nach oben.
