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FX.co ★ Börse am 5. März: S&P 500 und NASDAQ schnaufen durch und erholen sich

Börse am 5. März: S&P 500 und NASDAQ schnaufen durch und erholen sich

Die Aktienindizes schlossen gestern deutlich im Plus. Der S&P 500 stieg um 0,78 %, der Nasdaq 100 legte 1,29 % zu, und der Dow Jones Industrial Average gewann 0,49 %.

Die globale Risikoerholung setzte sich in Asien fort. Südkorea erholte sich von seinem größten eintägigen Einbruch aller Zeiten, als sich die Märkte zu beruhigen begannen. Der MSCI All-Country World Index stieg um etwa 0,4 %, da asiatische Aktien ihre ersten Gewinne seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs am Wochenende verbuchten. Der südkoreanische Kospi sprang um rund 11 % nach oben und machte damit einen Teil des 12%igen Einbruchs der vorherigen Sitzung wieder wett. Die anfängliche Risikoaversion schlug dank einer Rally an der Wall Street in eine Risikoappetit-Stimmung um, nachdem Konjunkturdaten die Inflationssorgen in den USA gedämpft hatten.

Börse am 5. März: S&P 500 und NASDAQ schnaufen durch und erholen sich

Dennoch wirkt der Anstieg vorläufig: Futures auf US‑ und europäische Aktienindizes geben bereits etwas nach, und der Dollar hat sich erneut befestigt, was seine Rolle als sicherer Hafen unterstreicht.

Während sich die Stimmung an den Aktienmärkten verbessert hat, setzte sich der stetige Anstieg des Ölpreises fort. Die Bewegung spiegelt anhaltende Sorgen um die Stabilität des Angebots angesichts des geopolitischen Schocks wider. Aus Sorge vor möglichen Störungen preisen Anleger eine Risikoprämie in den Ölmarkt ein und treiben damit die Preise nach oben.

Nach US‑amerikanischen und israelischen Luftschlägen am Wochenende sind die Ströme von Rohöl und Treibstoffen aus dem Persischen Golf nahezu zum Erliegen gekommen. Das veranlasst Raffinerien von Japan über Indonesien bis nach Indien, ihre Auslastung zu senken und Exporte auszusetzen. Unterdessen zeigte sich US‑Präsident Donald Trump zuversichtlich in Bezug auf die militärische Kampagne gegen den Iran, auch wenn der Zeitplan für die Operationen weiterhin unklar bleibt.

Parallel dazu legte Gold, der traditionelle sichere Hafen, weiter zu. Der Anstieg der Edelmetalle spiegelt den Ölpreissprung wider und wird von anhaltenden Befürchtungen getrieben, dass sich der Konflikt in die Länge ziehen könnte. Anleger suchen Zuflucht in Barren, um Verluste zu begrenzen und Kapital in einer Phase der Unsicherheit zu bewahren.

Im Gegensatz zu Rohstoffen und sicheren Häfen gaben US‑Staatsanleihen nach. Die Rendite der 10‑jährigen Anleihe stieg um drei Basispunkte auf 4,13 % und signalisiert eine geringere Nachfrage nach diesen Schuldtiteln. Diese Bewegung könnte veränderte Erwartungen an die Fed‑Politik widerspiegeln oder eine Umschichtung von Kapital in riskantere, potenziell renditestärkere Anlagen wie Rohstoffe.

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Die Erholung spiegelt eine Neubewertung der potenziellen wirtschaftlichen Folgen des Krieges wider, da Anleger abwägen, ob der Konflikt das globale Wachstum spürbar bremsen oder stattdessen über höhere Energiekosten eine anhaltend hohe Inflation anfachen wird. Damit die Rallye Bestand hat, werden Anleger wahrscheinlich klarere Antworten zur Dauer des Konflikts und dazu benötigen, in welchem Ausmaß er die Inflation anheizen wird.

Was die technische Analyse des S&P 500 betrifft, besteht die unmittelbare Aufgabe der Käufer darin, den Widerstandsbereich bei 6.854 Punkten zu überwinden. Dies würde dem Index neuen Aufwärtsmomentum verleihen und den Weg in Richtung 6.871 Punkte öffnen. Eine Rückeroberung der Marke von 6.882 Punkten würde das bullische Szenario zusätzlich untermauern. Auf der Unterseite sollten Käufer den Bereich um 6.837 Punkte verteidigen. Ein Bruch unter dieses Niveau würde das Handelsinstrument rasch zurück in Richtung 6.819 Punkte führen und den Weg bis 6.801 Punkte freimachen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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