
Gold blieb unter der Marke von 5.200 US-Dollar und testete diese Schwelle immer wieder auf ihre Stabilität. Anleger sind weiterhin besorgt über den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft vor dem Hintergrund einer ohnehin bereits erhöhten Unsicherheit.
Zusätzlich verschärft wird diese Anspannung durch die Erklärung des US-Präsidenten Donald Trump, dass die US-Militäraktion im Iran vier bis fünf Wochen dauern könnte und neue Angriffe so lange durchgeführt würden, wie es notwendig sei. Dies verstärkt die Nervosität an den Märkten, was sich in einer Verschlechterung der Stimmung an den Börsen widerspiegelt, und stützt die Nachfrage nach Gold als sicherem Anlagehafen.
Gleichzeitig hat die Schließung der Straße von Hormus – einer der wichtigsten globalen Energierouten – zuletzt einen starken Anstieg der Ölpreise ausgelöst, die damit auf den höchsten Stand seit Juni 2025 geklettert sind.
Als Reaktion darauf hat Iran kritische Infrastrukturen ins Visier genommen, die für die globale Energieversorgung von entscheidender Bedeutung sind, und erklärt, dass es keinen einzigen Tropfen Öl die Region verlassen lassen werde. Dies schürt die Angst vor einem neuen Energieschock, der den Inflationsdruck erhöhen und die Federal Reserve zwingen könnte, ihre Pläne für weitere Zinssenkungen zu verlangsamen oder zu überdenken.
Dieses Szenario stützt den US-Dollar in der Nähe seiner Jahreshöchststände und begrenzt das Aufwärtspotenzial bei dem keine Rendite abwerfenden Gold. Angesichts des aktuellen fundamentalen Umfelds erscheint es sinnvoller, auf einen klaren Ausbruch und eine anschließende Stabilisierung der Kurse oberhalb der Marke von 5.200 US-Dollar zu warten, bevor Positionen eröffnet werden, die auf einen weiteren Kursanstieg abzielen.
Aus technischer Sicht testen die Kurse derzeit aktiv den Widerstand bei 5.200 US-Dollar, während sie über allen gleitenden Durchschnitten notieren, die ihrerseits nach oben gerichtet sind. Die Oszillatoren im Tageschart befinden sich im positiven Bereich und bestätigen damit die Dominanz der Bullen am Markt. Auf Basis dieser Indikatoren und des fundamentalen Umfelds kann man davon ausgehen, dass der Weg des geringsten Widerstands für Gold nach oben führt.
