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FX.co ★ GBP/USD. 5. März. Der Markt bleibt bis Freitag unter dem Einfluss der Geopolitik

GBP/USD. 5. März. Der Markt bleibt bis Freitag unter dem Einfluss der Geopolitik

Im Stundenchart verzeichnete das Währungspaar GBP/USD am Mittwoch einen leichten Anstieg und konsolidierte sich oberhalb der Widerstandszone von 1,3341–1,3352. Am Donnerstagmorgen drehte es jedoch zugunsten des US-Dollars und konsolidierte sich wieder unterhalb dieser Zone. Damit könnte die Abwärtsbewegung der Notierungen heute in Richtung der Unterstützungszone von 1,3199–1,3214 anhalten. Ein neuer Schlusskurs oberhalb von 1,3341–1,3352 würde hingegen einen moderaten Anstieg in Richtung 1,3437–1,3465 begünstigen.

GBP/USD. 5. März. Der Markt bleibt bis Freitag unter dem Einfluss der Geopolitik

Die Wellensituation bleibt bärisch. Die letzte abgeschlossene Aufwärtswelle konnte das vorherige Hoch nicht durchbrechen, während die neue Abwärtswelle das vorherige Tief unterschritten hat. Um den Trend auf bullisch zu drehen, müsste sich das Paar oberhalb des letzten Hochs bei 1,3573 festigen oder zwei aufeinanderfolgende bullische Wellen ausbilden, was auf kurze Sicht jedoch unwahrscheinlich ist. Der Informationshintergrund für das Pfund war in den letzten Monaten schwach, und die Geopolitik verschafft den Bären am Markt einen klaren Vorteil.

Der Nachrichtenhintergrund am Mittwoch hatte nur einen begrenzten Einfluss auf die Stimmung der Trader. Die Bullen konnten ihre Position nicht spürbar verbessern. Heute wird der Nachrichtenfluss praktisch ausbleiben, sodass sich die Aufmerksamkeit des Marktes erneut auf Iran richten könnte. Von dort kommt eine große Menge an Meldungen, die alle mit militärischen Aktionen zusammenhängen. Gestern führten Israel und die Vereinigten Staaten einen weiteren gemeinsamen Raketenangriff auf Teheran durch, und als Reaktion begann Teheran nicht nur Ölraffinerien, LNG-Anlagen und Militärbasen in der Region, sondern auch Rechenzentren anzugreifen. Die Gasproduktion in Katar ist vollständig zum Erliegen gekommen. Gas- und Ölpreise steigen weiter. Die Unsicherheit hinsichtlich der Dauer des Konflikts ermutigt die Trader nicht, sich mit risikoreichen Anlagen und Währungen zu engagieren. Daher erscheint jeder Anstieg des Pfunds derzeit begrenzt.

Am Freitag könnten Trader ihren Fokus kurzzeitig auf den US-Arbeitsmarkt und die Arbeitslosenzahlen verlagern. Unter den aktuellen Bedingungen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass diese Berichte die Markstimmung von bärisch auf bullisch drehen, selbst wenn sie enttäuschend ausfallen. Sollten sie hingegen positive Ergebnisse zeigen, erhielten die Bären einen weiteren Anlass für Angriffe.

GBP/USD. 5. März. Der Markt bleibt bis Freitag unter dem Einfluss der Geopolitik

Im 4-Stunden-Chart prallte das Paar von der oberen Begrenzung des Abwärtstrendkanals ab, drehte zugunsten der US-Währung und schloss unterhalb der Unterstützung im Bereich von 1,3369–1,3435. Damit könnte die Abwärtsbewegung nun in Richtung 1,3118–1,3140 weitergehen. Ein Schlusskurs oberhalb des Abwärtskanals würde die Erwartung eines Endes des bärischen Trends ermöglichen. Auf keinem der Indikatoren sind derzeit sich entwickelnde Divergenzen zu beobachten.

Commitments of Traders (COT)-Report:

GBP/USD. 5. März. Der Markt bleibt bis Freitag unter dem Einfluss der Geopolitik

Die Stimmung der Händler in der Kategorie der Nicht-Kommerziellen wurde in der letzten Berichtswoche noch bärischer, was unter den aktuellen Umständen nicht mehr wie ein Zufall wirkt. Die Zahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen verringerte sich um 14.802, während die Zahl der Short-Positionen um 134 sank. Die Differenz zwischen Longs und Shorts liegt nun bei rund 67.000 gegenüber 124.000.

In den letzten Monaten hatten die Bären häufiger die Oberhand, doch bei den Kontrakten auf die Euro-Währung zeigt sich das Gegenteil. Ich rechne weiterhin nicht mit einem langfristigen Abwärtstrend für das Pfund, aber jetzt hängt alles nicht mehr von Konjunkturdaten oder der Handelspolitik von Trump ab, sondern von Dauer und Ausmaß des Krieges im Nahen Osten.

Im vergangenen Jahr wirkte das Pfund im Vergleich zum Dollar wie eine sicherere Währung – stabiler und mit klarerer wirtschaftlicher Perspektive. In den letzten Monaten setzte jedoch eine Korrektur ein, während der Aufwärtstrend bestehen blieb, und dann begann sich der Konflikt im Nahen Osten nahezu täglich weiter zuzuspitzen. Die Verhandlungen über ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran sind gescheitert, sodass sich der Dollar nun aufgrund der Geopolitik aufwertet. Wie lange der Dollar weiter steigen wird, hängt von der Entwicklung im Nahen Osten ab.

Wirtschaftskalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

  • USA – Initial Jobless Claims (13:30 UTC).

Am 5. März ist im Wirtschaftskalender nur ein untergeordneter Termin vermerkt. Vor diesem Hintergrund dürfte der Nachrichtenfluss am Donnerstag nur geringen Einfluss auf die Marktstimmung haben, auch wenn die Bullen das bisher nicht zu ihren Gunsten nutzen.

GBP/USD-Prognose und Handelstipps:

Ein Verkauf des Währungspaares ist heute möglich, wenn im Stundenchart eine Abprallbewegung vom Bereich 1,3341–1,3352 zu erkennen ist, mit Ziel 1,3199–1,3214.

Käufe können in Betracht gezogen werden, wenn das Paar im Stundenchart über dem Bereich 1,3341–1,3352 schließt, mit Ziel 1,3437–1,3465.

Die Fibonacci-Niveaus werden im Stundenchart von 1,3341–1,3866 und im 4-Stunden-Chart von 1,3431–1,2104 ausgehend berechnet.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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