Analyse der Trades vom Donnerstag:
1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte sich am Donnerstag sehr volatil und wechselte häufig die Richtung. Im Verlauf des Tages wurden in den USA und der Eurozone lediglich zwei mehr oder weniger bedeutende makroökonomische Berichte veröffentlicht, von denen nur der erste die Stimmung am Markt hätte beeinflussen können. Der Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen in der Eurozone fiel erwartungsgemäß schlechter aus als prognostiziert, was in der ersten Tageshälfte einen Rückgang der europäischen Währung ausgelöst haben könnte. Wir sind jedoch weiterhin der Ansicht, dass der makroökonomische Einfluss entweder minimal oder gar nicht vorhanden war. Der Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen ist für sich genommen nicht stark genug, um die Marktreaktion über weite Teile des Tages zu bestimmen. Der US-Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung zeigte einen neutralen Wert, sodass er theoretisch keinen Einfluss auf den Wechselkurs des Dollar haben konnte. Was den Krieg im Iran betrifft, so gab es keine grundlegend neuen Entwicklungen. Die Konfliktparteien setzen ihre Raketenangriffe fort, was angesichts der Ereignisse der vergangenen Woche nichts Neues ist.
5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurden am Donnerstag fünf Handelssignale gebildet. Alle fünf lagen im Bereich 1,1584–1,1591, was auf eine Seitwärtsbewegung und Unsicherheit hinweist. Keines der Signale erreichte das nächstgelegene Ziel, daher konnten Anfänger nur auf die ersten beiden reagieren. Die Kaufsignale während der europäischen Handelssitzung wiederholten sich gegenseitig, sodass auf ihrer Grundlage nur eine einzige Position hätte eröffnet werden sollen. Das einzige Verkaufssignal während der amerikanischen Sitzung erwies sich als falsch.
Wie man am Freitag handelt:
Im Stunden-Chart hat sich der Abwärtstrend wieder fortgesetzt, allerdings nur „dank“ des neuen Kriegs im Nahen Osten. Anfang 2026 setzte sich ein langfristiger Aufwärtstrend fort, weshalb wir mit einem neuen mittelfristigen Wachstum des Euro rechnen. Das fundamentale Gesamtumfeld bleibt für die US-Währung sehr schwierig; der Hauptfokus des Marktes liegt derzeit jedoch eher auf der Geopolitik als auf der Konjunktur.
Am Freitag können Anfänger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1584–1,1591 festigt, mit einem Ziel bei 1,1527–1,1531. Ein Abprall von der Zone 1,1584–1,1591 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1655–1,1666.
Im 5-Minuten-Chart sind folgende Marken relevant: 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908, 1,1970–1,1988, 1,2044–1,2056 und 1,2092–1,2104. Am Freitag steht im Euroraum die endgültige BIP-Schätzung für das vierte Quartal an. In den USA werden wichtigere Daten veröffentlicht, darunter Nonfarm Payrolls, Arbeitslosenquote und Einzelhandelsumsätze.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals hängt von der Zeit ab, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.
- Wenn auf einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen bereits zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale liefern. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends am besten, den Handel einzustellen.
- Handelsgeschäfte werden in dem Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität sowie ein durch Trendlinie oder Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Sobald sich der Preis 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf Sie in den Charts achten sollten:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
