
Die nächste Woche verspricht, genauso wichtig und interessant zu werden wie die vorherige. Vor nur wenigen Stunden wurde bekannt, dass Donald Trump den Beginn einer Bodenoffensive im Iran angeordnet hat. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nichts über eine Landung von Truppen auf iranischem Territorium bekannt, doch es ist wahrscheinlich, dass es zu einer Bodenoperation kommt, die auf die Zerstörung sämtlicher Uranvorräte abzielt. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine ernsthafte Verschlechterung der Lage im Nahen Osten, da nun eine großangelegte Auseinandersetzung am Boden beginnt und nicht mehr nur in der Luft.
In der vergangenen Woche hat der Iran demonstriert, dass er über eine ausreichende Zahl von Raketen verfügt, um alle US‑Verbündeten in der Region anzugreifen. Zur Erinnerung: Der Iran hat mehr als 80 Millionen Einwohner, und sein Territorium ist überwiegend bergig. Ehrlich gesagt, ist es schwer vorstellbar, wie groß eine Armee sein müsste, die an Irans Küsten landen soll, damit Trumps Operation erfolgreich verläuft. Die Märkte könnten am Montag von einer neuen Schockwelle erfasst werden.
Beginnt die Bodenoffensive heute Nacht oder morgen, werden alle Konjunkturdaten erneut in den Hintergrund treten. Selbst die wichtigsten Berichte zur Inflation oder zu den Auftragseingängen langlebiger Güter in den USA könnten ignoriert werden. Dennoch könnte die nächste Woche zunächst mit einer Schwäche des Dollars beginnen, da die US‑Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit vom Freitag erneut enttäuscht haben. Die Berichte zeigten einen anhaltend „abkühlenden“ Zustand, und die Stimulusmaßnahmen der Fed haben bislang nicht die gewünschte Wirkung entfaltet.
Ausgehend von all dem oben Gesagten haben beide Instrumente weiterhin Aufwärtspotenzial, solange sich die Lage im Nahen Osten nicht deutlich verschärft. Sollte sich der Nachrichtenhintergrund in der kommenden Woche verändern, könnten wir dennoch die Ausbildung einer neuen Aufwärtswellenstruktur sehen, wie es die aktuelle Wellenanalyse nahelegt.
Wellenstruktur für EUR/USD:
Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrendabschnitt ausbildet. Die Politik von Donald Trump und die Geldpolitik der Federal Reserve bleiben wesentliche Faktoren für den langfristigen Rückgang der US‑Währung. Die Ziele für den aktuellen Trendabschnitt könnten sich bis in den Bereich der 25er‑Marke erstrecken. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 befindet, sodass ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit steigenden Kursen rechne. Die korrektive Struktur a‑b‑c‑d‑e könnte jederzeit abgeschlossen sein, da sie bereits eine überzeugende Form angenommen hat. Meiner Ansicht nach ist es nun sinnvoll, Zonen und Niveaus für neue Käufe zu identifizieren, mit Kurszielen um 1,2195 und 1,2367, die den 161,8 %‑ bzw. 200,0 %‑Fibonacci‑Marken entsprechen.
Wellenstruktur für GBP/USD:
Die Wellenstruktur für das Instrument GBP/USD wirkt ziemlich klar. Die globale Welle 5 könnte eine deutlich ausgedehntere Form annehmen, als sie derzeit hat. Ich gehe davon aus, dass die korrektive Wellenstruktur bald abgeschlossen sein wird und sich der Aufwärtstrend im Anschluss fortsetzt. Daher kann ich aktuell empfehlen, nach Möglichkeiten für neue Käufe mit Kurszielen oberhalb der 39er‑Marke zu suchen. Meiner Einschätzung nach hat das britische Pfund unter Donald Trump alle Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen, und der Aufwärtstrend scheint noch nicht beendet zu sein.
Grundprinzipien meiner Analyse:
- Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Anpassungen.
- Wenn keine Klarheit über das Marktgeschehen besteht, ist es besser, nicht einzusteigen.
- Es gibt nie 100 % Sicherheit über die zukünftige Kursrichtung. Denken Sie immer an den Einsatz von schützenden Stop‑Loss‑Orders.
- Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombinieren.


