Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Donnerstag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte geplant, und keiner davon ist bedeutsam. In den letzten Wochen hat der Markt makroökonomische Daten weitgehend ignoriert, die den Dollar nicht stützen. Und davon gibt es derzeit eine ganze Menge. Erinnern wir uns daran, dass die wichtigen Berichte zu BIP, Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit enttäuschend ausgefallen sind und die Wahrscheinlichkeit weiterer geldpolitischer Lockerungen durch die Fed deutlich erhöht haben. Anfang 2026 wurde klar, dass der Non-Farm-Payrolls-Wert für Januar eine Anomalie war und der Arbeitsmarkt keinerlei Anzeichen einer Erholung zeigt. Heute werden in den USA Daten zum Bau- und Immobiliensektor sowie zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Wir gehen davon aus, dass der Markt auf diese Daten nicht reagieren wird. In der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich sind die Wirtschaftskalender leer.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Das einzige bedeutende Ereignis am Donnerstag ist die Rede von Andrew Bailey als Vorsitzender der Bank of England. Bailey spricht nur sehr selten; daher sollte diesem Ereignis besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Fokus des Marktes liegt jedoch weiterhin eher auf dem Nahen Osten und Donald Trump als auf den Zentralbanken. Unserer Ansicht nach kann der Dollar derzeit nur durch geopolitische Faktoren unterstützt werden – und genau das beobachten wir im Moment. Ohne neue, deutlich stärkere Eskalationen im Krieg im Nahen Osten wird es dem Dollar schwerfallen, Wachstum zu zeigen, aber ebenso gibt es ohne eine Deeskalation keine Gründe für einen nachhaltigen Rückgang.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am vorletzten Handelstag der Woche können wir praktisch jede Art von Marktbewegung sehen, da sich die Entwicklung der Ereignisse im Nahen Osten jederzeit in jede Richtung verschieben kann. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der US‑Währung, aber der Krieg im Nahen Osten kann dem Dollar immer wieder Unterstützung bieten.
Wichtige Grundsätze des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dafür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder überhaupt keine. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung am besten, den Handel einzustellen.
- Handelsgeschäfte sollten in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet werden; danach sollten alle offenen Positionen manuell geschlossen werden.
- Auf dem Stunden-Chart ist es vorzuziehen, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even gesetzt werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt oder der Markt verlassen werden, um plötzliche, scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
